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#1

Landfluchtrealität

in Philosophisches und Grübeleien 23.06.2006 20:44
von Kamelot (gelöscht)
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Landfluchtrealität

Vogelfreie Weggedanken – Landfluchtrealität –
wachen schlangenförmig über Pergament gebleichte
Eingangspforten ohne jegliche Entkörperungen –
sichtbar nur für ungetrübte Jugendheldenaugen

Heimatort von namenlosen Kinderkaiserinnen;
Einzugsgebiet schuppenhafter Hundedrachenwesen,
fernes ungeschütztes Reich der jungen Phantasien –
Hoffnungstal der Schwachen, Illusion des Wagemutes.

Schwere Demutsprobe tief im Hain des Felsenbeißers –
Kniefall vor der anmutigen aufgesetzten Schönheit,
fern in einer unendlichen Geschichte der Zeiten,
in die eisigweiße Stadt rund um den Säuresalzsee.


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#2

Landfluchtrealität

in Philosophisches und Grübeleien 24.06.2006 10:08
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Kamelot

Klingt sehr nach 'Die unendliche Geschichte' von Ende, doch was hat das mit Landflucht zu tun? Ich bin, nach der Lektüre etwas ratlos. Was will mir der Autor hier denn mitteilen? Bastian flieht eher vor der Realität, Landflucht bedeutet aber ganz was anderes. Da sehe ich keinen grossen Zusammenhang und finde den Titel, sollte es eine Nacherzählung sein, schlecht gewählt.
Die vielen zusammengesetzten Hauptwörter sind zwar originell, sind aber - für meinen Geschmack - doch etwas gar üppig gesetzt. Weniger wäre da mehr.

Soweit von mir.
Gruss
Margot

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#3

Landfluchtrealität

in Philosophisches und Grübeleien 24.06.2006 12:02
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Ich glaube hier Wien zu erkennen.
Wegen den Kaisern. Im Gegensatz zu Margot, kann ich mit zusammenflickwörtern nichts anfangen. Ja, eines irgendwo einmal, aber das macht so einen aufgesetzten Eindruck und wirkt arg gekünstelt. Ich denke, dass wenn bei dem Gedicht das Blendwerk ab ist, bemerkt man, dass hier nur ein Bursch vom Land durch die Lichter der großen Stadt geblendet wird. Alles Andere hätte man sich sparen können.
Viel Geschnörkel viel Blendwerk und im Zusammenhang mit dem Inhalt sogar passend, fällt mir gerade ein. Wenn der Text also deswegen so verschlungen ist, weil er den Inhalt unterstützen soll, sehe ich ihn als gelungen an.

LG Gem

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