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#1

darüber

in Zwischenwelten 04.06.2006 16:05
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
da! schauen sie, nur schauen sollen sie! sie werden staunen. das müssen sie nicht.
ja, ich bin nabellos, keiner gebar mich. ich stamme von niemandem ab, habe keine geschichte und keine familie. haben sie familie? ich kenne so etwas nicht, nur das jetzt ist. ich bin einfach da, und ich bleibe nirgendwo, nirgends und überall, mit radikalen wimpernschlägen treibe ich euch ins feld.
haben sie geschichte? nein, ich wollte nicht wissen, ob sie geschichten erzählen können - so etwas tumbes.
sollten sie mich halten wollen, riesele ich durch ihre finger. und versuchen sie nicht, eine karteikarte über mich anzulegen oder mich auf andere weise zu registriern, mir einen namen zu geben oder mich kennenzulernen. das lohnt nicht. es gibt keine nennungen um mich. auch den wind können sie nicht fassen.
nein, ich existiere nicht im eigentlichen. ich bin ein nur, ein karges, ein sogar, ein endlos weites unbegonnenes, währendes rauschen durch den dünnsten türspalt ihrer ängste und zweifel. ich zersprenge die dicksten ketten und vernichte ihre bezeichnungen.
nun seien sie doch nicht so scheu, schauen sie: sie können nichts gegen mich unternehmen, sie sind machtlos, waren, bleiben ohnmächtig. ich schleiche mich ein, breite mich aus. ob sie wollen oder nicht. wille zählte noch nie. werfen sie ihn weg oder lösen sie ihn auf.
fühlen sie?

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#2

darüber

in Zwischenwelten 05.06.2006 11:18
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hi Uschi

Ganz verstehen tu ich den Text nicht. Die Person ist substanzlos. Nur finde ich hier nirgends einen Bezug. Worum handelt es sich? Warum macht es Sinn, sich so darzustellen? Wem gegenüber? Das Fehlen jeglicher Kontraste könnte auch gewollt sein um den Text in der Luft hängen zu lassen. So gesehen steckt hier doch eine Überlegung dahinter.
Da ich bei dir weiß, dass bei dir immer ein Gedanke hinter deinem Tun steckt, nehme ich das einmal so an. So schnell wie der Text erzählt ist, ist er auch schon wieder durch die Ritze unter der Türe entwischt. Eigentlich könnte man sagen, dass der Text hier für sich selbst spricht. Das beschreibt was man an ihm eigentlich gerade hat. So gesehen eine gelugene Arbeit. Wobei ich mir denke, dass man vermutlich noch ein paar Feinheiten finden würde, wenn man sich etwas näher damit befasst.
Ein paar Rechtschreibfehler.

LG Gem

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#3

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in Zwischenwelten 05.06.2006 16:36
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Hi Gem,
danke für Dein Interesse am Text. Nein, ein Mensch ist nicht gemeint - es gibt ja keinen ohne Bauchnabel. Aber Vieles an Emotionen wird übertragen von einem Menschen auf den Anderen und Verantwortung wird gern abgegeben (Du machst, dass ich mich ... fühle, Du lässt mich erst leben.... Du lässt mich ...). Im Text finden sich, ja, ich weiß, sehr gut versteckt und es wär mal wieder niemand drauf gekommen, was ich verstehen kann... Kain und Abel - das ist eine der Ideen. Niemand ist haftbar für die eigenen Gefühle - sie hätten zzu anderer Gelegenheit genauso hervorkommen können. Allerdings steckt noch viel mehr als das an Gedanken drin, z.B. die Einsamkeit... im positiven wie im Negativen, ein Moment der Leere, Orientierung und des Besinnens, dass nicht alles dinghaft zu machen ist.
Allerdings ist das ganze ein 'Abriss' - die Motivation dazu hatte ich aus einem beobachteten Streit. Es ist sehr schnell zusammengeschrieben, wie ich das oft tue. Daher auch Tippefehler... Vielleicht verwende ich das mal in einem längeren Text als Passage - vielleicht über eine Persönlichkeitsstruktur. Mal seh'n - ja, ich denke, das böte sich an.
Danke Dir,
LG - U

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