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#1

A face in the crowd

in Philosophisches und Grübeleien 28.03.2006 04:55
von Roderich (gelöscht)
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A face in the crowd


I am here
right beside you
(can you feel me smell me taste me?)
and if I reached out my arm
I could touch you

I am there
on the other side of the street
and my waving hands guide you
through the sweat and the bones and the flesh
of the billowing ocean

I am gone -
call me the disappearing one -
fading slowly away
until my decaying body became
grey as concrete

I am
a face in the crowd
blinking farewell

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#2

A face in the crowd

in Philosophisches und Grübeleien 28.03.2006 09:42
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hi Rod

Es ist wohl sehr einfach, was ich sehr begrüße, da ich es sonst vermutlich eh nicht verstehen würde.
Aber ich mag ja auch deutsche einfache Gedichte.
Eine schöne geschlossene Geschichte.
Trage doch dein Gedicht einmal dem schwarzen Bullen vor.
Oder einem Gangsterrapper bei Taco Bells (dann müßtest du aber an jeder Zeile: Nigga anfügen.

LG Gem

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#3

A face in the crowd

in Philosophisches und Grübeleien 29.03.2006 23:07
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.989 Beiträge | 2007 Punkte
Hi Roderich,

das erinnert mich ein bisschen an "Masse und Macht" von Canetti, dort gibt es eine Passage die mich stark an dein Gedicht erinnert.
Dieser Wechsel von Nähe und Fremde, von Unbekanntem und Bekanntem, dieses Flüchtige in den unzähligen Gesichtern, die man nur einmal im Leben sehen wird, all das und noch viel mehr steckt in deinen Zeilen.
Wenn ich wieder einmal einen flüchtigen Augenkontakt mit jemandem haben werde, irgendwo in der Stadt, und wegschaue und gleich vergesse, dann werde ich an dein gedicht denken müssen

Grüßle,

Willi

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#4

A face in the crowd

in Philosophisches und Grübeleien 01.04.2006 02:48
von Roderich (gelöscht)
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Hallo Leutchen,

vielen dank für eure Kommentare!

@ Gem: Ja, es ist eher einfach gehalten. Was sprachlich Ausgefeilteres bringe ich derzeit (noch) nicht hin. Es ist halt sauschwer, seine Bilder in einer anderen Sprache zu malen. Es fehlt einfach das Vokabular, um sich richtig auszutoben. Insofern habe ich, glaube ich, eh das Optimum herausgeholt. Es freut mich, wenn's gefällt.

(Ob man's auch rappen kann ... *überleg*)

@ Willi: "Masse und Macht" habe ich leider nicht gelesen, insofern bin ich da unvoreingenommen. Es freut mich sehr, wenn ich bei dir ein paar Seiten zupfen konnte. Ja, die flüchtigen Begegnungen auf der Straße. Denen sei dieses Gedicht gewidmet.

Viele Grüße

Thomas

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