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#1

Stammbaum

in Natur 14.03.2006 10:03
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
So viele Häuser waren noch bedeckt mit weißer Schneeglasur
und manche Bäume trugen noch den Nebelmorgenmantel.
Im Walde spürte man ein huschen, sah die lange Pfotenspur,
von jungen Hainbewohnern mit dem braunen Rehkitzmantel.

Am Wege abseits stand ein starker Baum mit krummen Ästen
und einem Herz mit Amorpfeilen zierten seinen breiten Bauch.
Ein zartes Wiegen gab sein glückliches Gefühl zum besten,
doch manchmal spürte man den ängstlich schwachen Lebenshauch.

Man hörte oft wie dünnes Holz durch seine Krone stach,
so viele Menschen sägten an dem Ast auf dem sie standen.
Und klanglos auf den gräserweichen Blätterboden brach,
Was lang vor hunderttausend Jahren einst entstanden.

(c) Franziska Wega
----------------------------------------------------------------------

Ich muss dazu sagen, ich habe daran ewig und drei tage gesessen es gibt immernoch sachen die mich stören, zum beispiel den doppelten reim Rehkitzmantel, Nebelmorgenmantel. Dafür habe ich aber bisher keine andere Lösung gefunden. Es klingt auch manchmal etwas komisch, weil die zeilen oft unterschiedlich lang sind, ganz durcheinander sozusagen.

Lg Franzi

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#2

Stammbaum

in Natur 14.03.2006 11:39
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Franzi,

entschuldige, dass ich noch nichts genaueres zu dem Gedicht sage, außer, dass es wunderschön klingt.
Ich werde mich dem Inhalt auch gewiss noch widmen. Sehr klangvolles Naturgedicht. Trotzdem brannte es mich zunächst unter den Nägeln Dir einen Vorschlag gegen den doppelten Mantel zu machen.

So viele Häuser waren noch bedeckt mit weißer Schneeglasur
und manche Bäume trugen noch den Nebelmorgenmantel.
Im Walde spürte man ein huschen, sah die lange Pfotenspur
von junger rehkitzbrauner Hainbewohner Wildgetrampel.

Lieben Gruß,
GW

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#3

Stammbaum

in Natur 14.03.2006 14:41
von Krabü2 | 797 Beiträge | 797 Punkte
Hi Nonverbal,
auf den ersten Blick finde ich es in der ersten Strophe sehr bemüht um schöne Bilder. Der Nebelmorgenmantel... würde für mich als Morgennebelmantel viel stimmiger klingen.Glasur ist eigentlich eine glänzende Schicht aus z.B. angerührtem Puderzucker, der ja stumpf ist und mit dem man ohne Wasser (Kuchen) bestäubt. Dass dieser Mantel weiß ist, bringt der Schnee mit sich :-) - zart wäre doch auch schön?
2. Strophe: und einem Herz = und ein Herz
falls Du zart (s.o.) nehmen wolltest in der 1.,
könntest Du hier auch vages Wiegen schreiben
3. Strophe: finde ich etwas zu polemisch, zu überladen, da
verlässt Du auch m.E. den Baum an sich - das
ist aber wirklich persönlich
Auch, wenn Dir das jetzt viel erscheint, es ist gar nicht viel, und insgesamt ruft es zarte Gefühle hervor, Dein Gedicht, womit es mir wirklich gefällt.
LG
U

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#4

Stammbaum

in Natur 14.03.2006 22:14
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
Hallo ihr lieben,

ich danke euch für die netten worte und eure vorschläge! und es freut mich das es euch vom eigentlichen thema gefällt, ich wollte auch darauf hinaus das es einen stammbaum des lebens gibt, und manchmal menschen an ihrem lebensast sägen auf dem sie stehen...

ich denke ich werde erstmal ein paar tage daran nichts machen, was mir sicher sehr schwer fällt, aber um das ganze dann kritischer zu betrachten...

Lg Franzi

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#5

Stammbaum

in Natur 22.03.2006 18:38
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
und GerateWohl.. da ein bisschen die zeit verstrichen ist, hast du dir jetzt ein genaueres bild machen können? wenn ja dann lass es mich wissen!

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#6

Stammbaum

in Natur 24.03.2006 17:02
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
was haltet ihr davon wenn ich die 4te Zeile der ersten strophe einfach streiche?

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#7

Stammbaum

in Natur 24.03.2006 17:38
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Gut Ding will Weile haben.

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#8

Stammbaum

in Natur 24.03.2006 17:47
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
wie meinste das jetzt?

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#9

Stammbaum

in Natur 24.03.2006 17:48
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Ach so. Die letzte Zeile der ersten Strophe.

Ist dann insgesamt von der Form irgendwie komisch, oder?

Noch was. Schreib doch bitte das "huschen" groß, schreibe dann, wenn die die vierte Zeile wegläßt in der dritten "manch lange Pfotenspur" statt "die lange Pfotenspur".

Und für die Vierte nimm so lange den Platzhalter
Der Förster im Pyjama gähnt beim Frühsport mit der Hantel.

Lieben Gruß,
GW

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