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#1

Lebenskraft

in Natur 25.02.2006 23:33
von kein Name angegeben • ( Gast )
Lebenskraft


Ihr entzieht dem Planeten die Lebenskraft
Es dauert nicht mehr lange
Und ihr habt ihn dahingerafft
Ist dies euer Ziel, das ihr verfolgt?
Ein toter Planet
Ist es das, was ihr wollt?

Nun.. den kann ich euch geben
Doch dann ist’s aus
Mit dem Leben

Wenigstens wird’s ein sanfter Tod
Und wir sitzen alle im gleichen Boot
Schuld ist freilich die Natur selbst
Schließlich hat sie sich ihren Mörder selber hergestellt

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#2

Lebenskraft

in Natur 26.02.2006 01:32
von kein Name angegeben • ( Gast )
Das Thema des Gedichts und das Gedicht ansich ist ganz nett. Die erste Strophe,wenn ich das mal so bezeichnen darf, find ich subjektiv gesehen recht ok (Ohne das Metrum und dergleichen zu beachten). Was mich aber ein wenig stört sind folgende Dinge :


Zitat:

Nun.. den kann ich euch geben



Ich finde, dass das irgendwie den Lesefluss stoppt und deinen Gedankengang nicht wirklich gut wiedergibt, obwohl ich einigermaßen verstehe,was du ausdrücken wolltest. Wie ist das lyrische Ich in das Geschehen einzuordnen? Stellt es die Lebenskraft( ein Überwesen) dar oder ist es ein Mensch wie du und ich, weil in den darauffolgenden Versen sprichst du wieder von "wir" und davor hatte ich eher den Eindruck,dass es eine gewisse Distanz zu dem Ganzen hatte. Finds halt nur ein bischen verwirrend. Vielleicht betrachte ich es auch nur ganz verkehrt^^.


Zitat:

Schließlich hat sie sich ihren Mörder selber hergestellt



Die Aussage ist klar, aber irgendwie klingt sie für mich im Zusammenhang mit den Versen davor etwas holprig. Ist aber nur mein persönlicher Geschmack, vielleicht sieht es jemand anders anders.


Liebe Grüße
Acidalia

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#3

Lebenskraft

in Natur 26.02.2006 10:35
von kein Name angegeben • ( Gast )
Ich muß zugeben, der Lesefluss, die Sprachmelodie ist tatsächlich ein wenig holprig.
Die Frage nach der Perspektive ist recht schwer zu beantworten... zuerst ists aus der Sicht eines Beobachters, der letzte Teil vielmehr aus der eines normalen Menschens. Quasi ein Schlussstrich, den der einfache Mensch für sich zieht. Die Solidarität der mit ihm Todgeweihten als Trost ansieht und die Schuld auf das Opfer, die Natur, schiebt.

Ich weiß das mag verwirrend sein, was durch meine fehlende Erklärungsgabe noch verstärkt wird, aber genau da liegt meine Intention: schöne Fragezeichen haben Ecken und Kanten.


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#4

Lebenskraft

in Natur 28.02.2006 21:29
von Arkanus (gelöscht)
avatar
Das hier ist ein wirklich lieblos gestalteter Text mit belangloser, trivialer Aussage. Deine Reime wirken so herausgepresst, dass ich manchmal das Gefühl hatte, Du hättest beim Schreiben auf dem Klo gesessen.

Dementgegen steht ein lapidar daherredender Erzähler, der klingt als wäre er ein Straßenscharlatan, der seinen Beruf verfehlt hat (denn besonders überzeugend finde ich ihn nicht gerade). DEMgegenüber steht wieder die Position, in der der Erzähler sich zu befinden scheint, da er immerhin behauptet "...den (toten Planeten) kann ich euch geben ...".
Meine Interpretation, die ich aus hier nicht nennenswerten Gründen als deckungsungleich mit der Intention des Autors beschreiben würde, wäre die, dass der Erzähler jemand ist, der momentan in der geschlossenen psychiatrischen Anstalt wegen eines verflucht großen Gottkomplexes sitzt und seinem ebenfalls verrückten Kollegen eine kleine Geschichte erzählt. Also ein kleiner Ausflug in die Welt des Wahnsinns, nur ohne genügend Stilisierung.

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