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#1

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 28.01.2006 19:19
von Motte | 137 Beiträge | 137 Punkte

Da ist das Schwert,
das aus meinem Herzen ragt,
eingepflockt.

Vom wunden Muskel
krampfartig der Griff
umschlossen.

Da ragt die Klinge,
trennt Angst von Begehren,
Kläglichkeit von Hochmut.

Und immer wieder stürzt
die Liebe sich
in sie hinein.

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#2

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 29.01.2006 10:15
von Ulli Nois | 554 Beiträge | 554 Punkte
Hi Motte,

das Bild gefällt mir auf An-hieb ganz gut, aber ich fürchte, ich verstehe nicht ganz. Umgreift der Herzmuskel die Klinge des Schwertes, so dass diese scharfe Klinge nach außen ragt? Oder ist es genau umgekehrt - Stürzt sich das Herz, die Liebe, immer wieder in die scharfe Schneide? Wie aber umgreift dann der Muskel den Griff?

Fragende Grüsse, Ulli

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#3

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 29.01.2006 10:53
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hi Motte

Also ich sehe es so, dass das Herz mit dem Schwert bewehrt ist und die Liebe sich in die Klinge stürzt.
Gefällt mir.

LG Gem

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#4

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 29.01.2006 13:39
von Motte | 137 Beiträge | 137 Punkte

Hallo ihr beiden,

gedacht ist es so, wie Gem schreibt. Der Knauf des Schwertes steckt im Herzen und so kann die Liebe keinen Weg in das Herz finden. Es gibt auch keine Auflösung bei der Trennung von Angst und Begehren, sie bleiben unvereinbar.
Ulli, du hast Liebe und Herz gleichgesetzt und das Bild erscheint dir vielleicht seltsam, weil die Liebe ja eigentlich aus dem Herzen kommt. Es dürfte aber bildlich auch andersherum funktionieren.. man sagt ja auch “Liebe ins Herz einlassen”.
Danke euch beiden!

Liebe Grüße,
Motte

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#5

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 29.01.2006 14:48
von Ulli Nois | 554 Beiträge | 554 Punkte
Danke Motte und auch Gem,

dass ihr mich aus der Sackgasse geholt habt. Fast dachte ich mir schon, dass es so gemeint war, und wahrscheinlich war es nur meine Sweetheart-fixierung , die mich dein Bild, Motte, nicht hat klar sehen lassen. So gefällt es mir sehr gut, und kommt mir sehr bekannt vor - dass die Liebe auf dem Weg zum anderen immer gespalten ist (wird). Aber ist es wirklich so sauber getrennt wie du andeutest - Kann man oder frau nicht zur gleichen Zeit ängstlich und gierig sein, kläglich und hochmütig?

"Liebe" Grüße, Ulli

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#6

Schwert

in Liebe und Leidenschaft 29.01.2006 15:32
von Motte | 137 Beiträge | 137 Punkte

Ja, das ist eine gute Frage.. es ist auch so, dass das lyrIch von beiden Empfindungen eingenommen ist. Doch stellt es für das lyrIch ein Dilemma dar, weil sich diese Gefühle nicht gegenseitig befruchten, sondern für einander entgegengesetztes Verhalten stehen - defensiv sein, offensiv sein. Kläglichkeit und Hochmut sind zwei verschiedene Weisen, wie das lyrIch sich sieht. Es fühlt sich der Sache nicht gewachsen vs. Es steht über den Dingen. Ein Widerspruch. Man kann da eine Selbstlüge hineinlesen oder den Hang, die Liebe zu verkomplizieren. Das lyrIch macht für sich unmöglich, “gesund” und einfach zu lieben.

Einfach “lieber” Gruß zurück,
Motte

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