http://www.E-LIEratum.de
#1

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 13.11.2005 23:29
von M.B.B. (gelöscht)
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---


Jedenfalls bereu ich keines
all der Worte die ich sagte;
halt sie heilig, denn es nagte
jeder Zeit die Lüge daran,
die dein süßer Mund diktierte,
und sie hielten Stand.

Außerdem bereu ich keinen
all der Verse, die ich machte;
halt sie heilig, und beachte:
Ich vermach sie nicht dem Feuer!
Denn der Holzscheit meiner Liebe
ist schon längst verbrannt...


(c) Max B. Blindow


---

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#2

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 14.11.2005 01:41
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hallo Max,

zunächst einmal sei herzliches Willkommen im Tümpel! In meinen Augen ist das doch ein ganz gelungener Einstand hier.

Metrisch konsequent verwendest Du hier einen 4-hebigen Trochäus, der einen durch Deine Zeilen treibt. Die 3-Hebigkeit der jeweils letzten Zeilen gefällt mir ebenfalls ganz gut, da sie zum einen die conclusio der jeweiligen Strophen sind zum anderen aber auch in schönem Gegensatz zueinander stehen. Ich reibe mich ein wenig daran, in der 4. Zeile der ersten Strophe "daran" auf der ersten Silbe betonen zu müssen. Laut Duden ist das zwar neben der Enbetonung wohl auch möglich, mir geht es allerdings schwer von der Zunge. Bei der Gelegenheit möchte ich Mattes Frau zitieren (hoffentlich mit seiner und ihrer Erlaubnis^^): "Was weißt schon Duden!" Dieses Problem liegt jedoch eher bei mir als bei Dir, und es bleibt die Erkenntnis, dass Du handwerklich sauber gearbeitet hast.

Zudem verwendest Du ein interessantes Reimschema: die Fastwiederholung der ersten Zeilen, der reine Reim in den Zeilen 2 und 3 der jeweiligen Strophen, die konsonantische Assonanz der beiden 5. Zeilen (Zufall oder Absicht?) und der reine Reim der letzten Zeilen... das gefällt mir.

Inhaltlich grübele ich noch ein wenig, an welchen Worten das lyrische Ich festhielt, die die Lügen des lyrischen Dus überstanden. Ich vermute, es geht um die Liebesschwüre, die das lyrIch im Gegensatz zu seinem Partner ernst gemeint hat. Dennoch ist das Feuer der Liebe inzwischen erloschen, was anscheinend bewirkt, dass das lyrIch auch keinen Hass oder Rachegefühle in sich trägt. Demnach kann es auch zu dem Gewesenen stehen inklusive seiner Liebesgedichte.

Gefällt mir, inhaltlich wie formal. Und vielleich findest Du sogar noch eine Alternative für das daran^^.

Gern gelesen,

Don

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#3

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 14.11.2005 09:29
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Max,

von mir auch ein herzliches Willkommen hier.
Ich fand Deine Verse gleich interessant, weil sie sich zwar in einer sehr ähnlichen Bilderwelt bewegen wie mein jüngst verfasstes "Rosalie"-Gedicht in derselben Rubrik, aber doch inhaltlich ganz anders ist. Hier ist das lyrische Ich gerade über das lyr. Du hinweg wie es scheint, zumindest ist es auf gutem Wege. Denn es stellt seine Liebe zum Du nicht in Frage.
Ungewöhnlich ist der Anfang mit "Jedenfalls", da dies Text davor voraussetzt, den sich der Leser nach diesen Versen im Kopf dann nachträglich denken kann, ebenso wie die Fortsetzung nach "..." am Ende.
Das einzige, was mich etwas stört rein stilistisch ist das "Verse machen". Das ist mir etwas zu umgangssprachlich.
Ansonsten gern gelesen.

Schöne Grüße
GerateWohl

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#4

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 14.11.2005 13:51
von M.B.B. (gelöscht)
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Guten Tag.

"es bleibt die Erkenntnis, dass Du handwerklich sauber gearbeitet hast. "
Natürlich. - Danke übrigens, Don C., für deine vorangehende Analyse, wozu auch immer.
Man wirft hier gern mit Fachvokabular um sich - Germanisten dabei? "Konsonantische Assonanz" zum Beispiel amüsiert mich. "daran" und "Feuer" in den vierten Versen, sind dann außerdem auch noch vokalisch assonant? Na, du kannst noch reinerfinden, "dikt-ier-t-e" und "L-ie-b-e" bewirkten soetwas wie vokalische Kongruenz (oder gar "vokalische Konsonanz", "Äquisonanz", "Homophonie", "Isoakustik", Oho!!), seien also im weiteren Sinne noch Reim (so wars auch gedacht), etc, etc...

"Und vielleich findest Du sogar noch eine Alternative für das daran^^."
Dazu stelle ich erstens fest: Das Gedicht ist fertig.
zweitens: "daran" ist so richtig betont, meinem Empfinden nach natürlich, Duden hin oder her...

Was mir jetzt noch einfällt: Wenn man über Ausdrücke wie "lyrIch" und "lyrisches Du" die gebotene Distanz halten will, sollten einem keine Patzer unterlaufen wie "Partner" einfach in den Raum zustellen; wie auch immer gemeint, es ist unpräzise. Man darf langweiligerweise ruhig annehmen und auch schreiben: er und sie.

"Verse machen", großer Ausdruck Thomas Manns, Tonio Kröger. Es ist hier nicht anders gemeint als dort.

"Ungewöhnlich ist der Anfang mit "Jedenfalls", da dies Text davor voraussetzt" Nicht unbedingt. "Jedenfalls" wird gerne gebraucht, um eine rettende Quintessenz aus versehentlichem Geschwafel einzuleiten. Wenn du so willst, drückt es hier den Abschluss eines Längeren aus, ja, aber so muss man es nicht sehen.

Danke für die aufwändige Beschäftigung mit den paar Versen, Don Carvalho und GerateWohl, für die schöne REsonanz auf meinen bescheidenen Einstand. Auf das mehr noch folge...


Max B. Blindow


Ein Nachtrag: sehr ineteressant auch das "beachte", "halt sie heilig, und beachte", bei Interesse nochmal da den Blick drauf lenken..

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#5

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 14.11.2005 15:39
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Max,

ob "Verse machen" bei Thomas Mann so ein großer Ausdruck ist, darüber mag ich hier gar nicht streiten. Da kann ich mich an den Zusammenhang im Detail jetzt nicht mehr erinnern. Bei Deinem Gedicht ist er es jedenfalls nach meinem Emfinden nicht, auch wenn ich damit Deine Verse, Deiner Meinung nach vielleicht, nicht angemessen "heilig halte".

Grüsse,
GW

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#6

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 14.11.2005 19:10
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hallo Max,

ich bin zur Zeit vielleicht etwas dünnhäutig und habe womöglich deshalb das Gefühl, Dir auf den Schlips getreten zu sein, was Du in der Folge bei mir zu versuchen scheinst. Nimm es mir nicht übel, auf so etwas habe ich gerade keinen Bock.

Entschuldige, dass ich so unbedacht mit Fachbegriffen um mich geworfen habe. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, so wie sich Dein Gedicht präsentiert, dass Du weißt was Du machst und ebenso weißt, was ich meine. Ansonsten hättest Du auch einfach fragen können, veräppeln musst Du mich nicht. Ein Germanist bin ich übrigens nicht, das sind einfach Dinge, die ich mir durch die Beschäftigung mit Lyrik angeeignet habe. Google einfach mal "konsonantische Assonanz", das ist weder etwas von mir Erdachtes noch etwas Albernes.

Hinsichtlich des daran dürfte ja wohl deutlich geworden sein, dass es nur um mein Empfinden geht, da nach Duden letztlich beide Betonungen möglich sind. Wenn Du nicht hören willst, was anderen gefällt oder nicht, verstehe ich nicht, warum Du es überhaupt der Öffentlichkeit präsentierst. Das war zudem auch die einzige Stelle, bei der ich gemäkelt habe. Seltsam, dass es Dich dennoch zu treffen vermag.

Dein Hinweis, dass Dein Gedicht "fertig" ist, finde ich ebenso eigenartig. Was soll ich als Leser mit dieser Info anfangen? Darf ich nur abnicken oder schweigen, nicht aber kritisieren, da Du eh nichts änderst? Dein Arbeitstitel deutet im Übrigen auch nicht unbedingt darauf hin, dass alles unveränderbar bleiben muss.

Deine Ausführungen zu meinem "Patzer" verstehe ich nun überhaupt nicht mehr. Erstens verstehe ich nicht, warum ich mir denn keine Patzer unterlaufen dürfen? Ich liege mit meinen Interpretationen wie auch mit meinen Kritiken ab und zu mal daneben, so etwas passiert. Schließlich ist das nur ein Hobby, auch wenn ich es durchaus ernstahft betreibe. Zum anderen sind Deine Ausführungen auch Blödsinn, denn ich spreche vom Partner des lyrischen Ichs, was dann wohl das lyrische Du ist, von dem ich gesprochen habe. Das lyrIch und lyrDu eine Beziehung führen, ist das, was ich aus Deinen Zeilen herausgelesen habe im Rahmen meiner Interpretation.

Wie gsagt, ich bin zur Zeit etwas dünnhäutig und reagiere vielleicht zu empfindlich. Geärgert habe ich mich trotzdem.

Don

P.S.: Den Rest habe ich nacheditiert, habe meine Antwort versehentlich zu früh losgeschickt.

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#7

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 01:21
von M.B.B. (gelöscht)
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"Google einfach mal "konsonantische Assonanz", das ist weder etwas von mir Erdachtes noch etwas Albernes."

Danke für den Tipp; Google (3 Treffer) zeigt mir:

Von Don C. aus einem anderen Forum:

"Hallo Beteigeuze,

an der Form ist nichts auszusetzen. Der 4-hebige Jambus wechselt sich hübsch mit dem 3-hebigen ab, konsequent wechseln auch männliche und weibliche Kadenzen. In der 3. Strophe findet sich ein unreiner Reim (heran) und eine konsonantische Assonanz (fügte), was jedoch nicht stört und worauf ich nur hinweise, weil ichs gesehen habe und fiese bin Zunge raus . Was aber Goethe und Schiller nicht irritieren konnte, soll Dich ebenfalls nicht stören... "

Auch von Don C. aus demselben Forum:

"Zwar ist dies ein reimloses Gedicht, dennoch gibt die konsonantische Assonanz am Ende (Andren/ wandern) und der damit verbundene annähernde Gleichklang dem Gedicht ein rundes Ende - das empfehle ich Dir noch auszubauen, indem Du aus "and'ren" "ander'n" machst."

Von Gedichteforen.de:

"Unterscheiden sich die Reimwörter deutlich in ihrem Klang, so dass nur noch eine geringe Ähnlichkeit besteht, so spricht man von einer Assonanz. Liegt der differente Klang in unterschiedlichen Vokalen begründet, so spricht man von einer vokalischen Assonanz, wohingegen unterschiedliche Konsonanten eine konsonantische Assonanz bedingen."

Aber egal.
____________________________________________________________

Alles, was ich hier schreibe, mein ich nicht böse, nichts ist persönlich;
Wer den Scherz über das eigene Schreiben nicht verträgt, hört bitte auf damit...
Wer ihn nicht mag, der bringe einen besseren.
____________________________________________________________

Verzeihung, das passiert mir immer, dass die Menschen sagen, es tue ihnen Leid mich angegriffen zu haben, und sie fühlten sich in der folge selbst angegriffen.
Folgendes: Ich denke ich kenne das Grundvokabular und vielleicht hab ich sogar recht viel Ahnung vom lehrbuchgerechten Reden über Gedichte. Ich weiß also, was du mit konsonantischer Assonanz meinst, auch wenn man normalerweise von einer Assonanz redet, halt ein mieser HiphoperRhyme der irgendwo ähnlich klingt, egal.
Mein Humor: konsonantische Assonanz = vokalische Konsonanz, vokalische Äquisonanz, Homophonie, Isoakustik, blabla, alles das gleiche. Eine kleine Parodie auf die Leere von Begriffen, die jeder in den Mund nimmt, der Gedichte bespricht, wodurch sie nicht tiefer werden (Kein persönlicher Angriff).

Was heißt "Das Gedicht hat einen fünfhebigen Jambus." ?
Was heißt "Ich habe da eine Assonanz entdeckt." ?
Was verrät uns das?

Wenn ich ein bisschen polemisch geworden bin - man verzeihe mir das.
Aber wenn wir alle Gedichte schreiben, Gedichte lesen, dann doch weil wir uns für Menschen halten, die Freude an schöner Sprache, an Sprache in Form und Ordnung haben, die es wagen, in der Sprache etwas wie Gehalt (man will ja kaum sagen: Wahrheit) zu vermuten, und die es sich deshalb herausnehmen, frei herauszuschreiben, in der Sicherheit der Herrschaft über die Sprache und der Geschwisterschaft mit ihr.
Und wenn dann einer von uns ein paar Verse macht (!), dann sind das halt Verse, selbstverständlich, nach irgendeinem Schema, mit irgendeinem Inhalt. Und da schwebt nun dieses gewaltige Monument persönlicher Gefühlsausschüttungen im Raum und die Gedichtbesprecher schleichen geduckt darum herum und messen es erstmal der Länge, Breite, Höhe nach aus, datieren dann stolz was sie vom Zollstock abgelesen haben, erkennen hier und da noch eine abzufeilende Ecke, und formulieren hernach behutsame Vermutungen über eventuelle Möglichkeiten dessen, was der Autor vielleicht auszudrücken versucht haben könnte...

Wenn wir in einem Forum Gedichte besprechen, dann doch auch des Besprechens wegen; und weil wir als Dichter gerne schön besprechen, darf der sarkastische Scherz über Mängel in der Alltagsprosa eines Kollegen, über seine Vorgehensweise und über die eigene Gilde wohl als geliebt und erwünscht erwartet werden...

Warum schreibst du Gedichte, wenn sie keine Kritik vertragen?
Warum schreibst du Kritik, wenn sie keine Kritik verträgt?


Ich wünsche mir, dass wir als Dichter über Gedichte reden.


Max B. Blindow

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#8

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 07:34
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Max und willkommen

Ich frage mich, weshalb du dich so künstlich über eine Kritik aufregst? Mach es doch einfach besser und zeige uns, was du mit einer "guten" Kritik meinst. Wir sind durchaus lernfähig.

Gruss
M.S.B.

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#9

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 09:47
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Max,

ich freue mich sehr einen weiteren Dichter im Forum zu haben, der gerne kritisiert. Ich fänd es allerdings besser, wenn Du diese Energie eher darauf verwendetest, die Gedichte der anderen Forenmitglieder zu kritisieren als die Kritiken Deiner Gedichte. Ich glaube da hätten wir alle mehr von.

Schönen Gruß
GerateWohl

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#10

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 09:52
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Also irgendwie kommt mir das bekannt vor.
Ich meine die Passage mit dem Zollstock. Vor langer Zeit habe ich auf dotcom etwas ähnliches unter eines meiner Gedichte geschrieben um Danse einen reinzuwürgen (unter dem Nik cocaine).
Du siehst die Sache ähnlich wie ich das tue, nur finde ich es unangebracht, Kritiken von Don hier zu veröffentlichen, da hier kein "anderes Forum", sondern dieses Forum ist.
Regt euch doch wegen so ein paar Wörtern nicht so auf...

Lg Gem

Tja, die Germanisten unter sich (zum Glück bin ich Ötzi)

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#11

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 11:45
von Velazquez | 315 Beiträge | 315 Punkte
Hallo Max.

Willkommen im Tümpel Inn!

Der rote Velours im Eingangsbereich ist eigentlich nur für Sprachwissenschaftler und Germanisten.
Also: Nicht spucken, kotzen oder andere Flecken machen - ansonsten ist er in alle Richtungen begehbar und sollte sogar barfuss kaum kratzen.
Die Vitrinen aus Sicherheitsglas für fertige Werke, findest du dann hinten links. Viel Spass .

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#12

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 12:45
von kein Name angegeben • ( Gast )
Tag zusammen!

Also ich finde diesen Thread sehr nett. Hochbegabte Dichter die sich zynisch über Lyrik „streiten“ und am Ende sicher auf einen Nenner kommen werden.
@ Max: Alle die bis dato auf dein Gedicht geantwortet haben sind sehr gute Schreiber, so seh es doch als Kompliment das so viele Antworten kamen?!? Persönlich gefällt mir dein Gedicht sehr gut. Es läßt mich fühlen! Auf ein „professionelles“ Statement meinerseits mußt du allerdings verzichten. Dazu ist mir die Klasse noch zu hoch.

Grüße

A.C.

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#13

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 14:32
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
@ Vel:

Du meinst wohl Geministen, oder?

edit: Ich find das Gedicht übrigens auch gut

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#14

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 15:08
von M.B.B. (gelöscht)
avatar
"Ich frage mich, weshalb du dich so künstlich über eine Kritik aufregst?"

Ja sind wir denn keine Künstler?

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#15

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 15:41
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Max

Es ist sehr unhöflich auf eine Frage mit einer Gegenfrage zu antworten, tz tz.....

Die Selbsteinschätzung und -darstellung der eigenen Tätigkeit hat einen grossen Einfluss darauf, ob eine Person von der Öffentlichkeit als Künstler betrachtet wird oder nicht.

Dann würde ich mal sagen: Nein, wir sind nicht alle Künstler. Und jetzt zurück zu deinem Text bzw. sag uns, wie du dir eine "gute" Kritik vorstellst...... oder weisst du es am Ende selber nicht?

Gruss
Margot


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#16

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 16:03
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Zitat:

Margot schrieb am 15.11.2005 15:41 Uhr:
Nein, wir sind nicht alle Künstler.




Aber ich bin schon einer Margot, oder?

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#17

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 16:49
von kein Name angegeben • ( Gast )
Lieber Max,

„beschenkte“ uns doch einfach mit ein paar mehr deiner Werke, bevor du Tagelang an einer Kritik (zer)feilst. Du solltest dich nicht persönlich angegriffen füllen. Keiner hat dich „entmannt“, man(n) hat dir lediglich seine Meinung gesagt. Vielleicht etwas schärfer...nur dann wähle ein leichteres Gericht, wenn dein Magen so sehr empfindlich ist.
Lass diesen Thread doch nun zur Ruhe kommen. Ich würde viel lieber andere und mehr Gedichte von dir lesen, als das was hier geboten wird.

Mit verständnisvollen Grüßen

A.C.

P.S. Klingt ganz schön vernünftig, gell...ist aber echt besser und vorallem schöner so! LG ...also mach hinne, das tut echt weh so vernünftig zu sein!

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#18

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 17:14
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Tja Gem,
jetzt musst Du Dich wohl damit abfinden, dass wir mit Max noch einen zweiten Künstler im Forum haben. Du konntest nicht ewig alleine bleiben.

Wisst ihr eigentlich, wie eine Künstlerkatze ihre Breckies ist? Sie stampft sie klein, schiebt sie mit einer Kreditkarte zu einer schmalen Linie, zieht sich diese durch die Nase und ruft dann "Ich kann so nicht arbeiten!"

So, ich hab jetzt genug gespammt. Sorry, Max.

GW

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#19

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 15.11.2005 18:38
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Ach Gerate, jetzt reg dich doch nicht gleich so künstlerisch auf


Lg Gem<---ausgespamt

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#20

Reliquien (Arbeitstitel)

in Liebe und Leidenschaft 16.11.2005 10:09
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hi Max,

hinsichtlich der Assonanz (^^) ist Deine Ironie ja in Ordnung. Wie schon geschrieben, habe ich mir das zwar nicht selbst ausgedacht, sondern diesen Terminus angenommen, aber das ist natürlich doppeltgemoppelt, da sich Assonanzen in der Lyrik stets auf die Konsonanten beziehen. Da es jedoch auch im Bereich der Musik Assonanzen gibt, kam mir diese Bezeichnung nun aber auch nicht unsinnig vor. Da Du anscheinend aber Assonanzen kanntest und demnach gewusst hast, was ich meine, ist mir nicht ganz klar, warum Du der Meinung warst, ich würde derartiges "reinerfinden" und könnte noch vokalische Kongruenzen u.ä. "reinerfinden" (was dann - wenn auch ironisch gemeint - Unsinn ist). Denn eine (konsonantische) Assonanz liegt nicht-erfundenerweise bei Liebe/diktierte doch vor, oder?

Aber das war ja nun nicht der einzige Punkt Deiner Antwort, der mich wunderte. Zu den anderen Punkten hast Du Dich aber ja auch gar nicht geäußert. Kritik an der Kritik ist natürlich in Ordnung, auch wenn meines Erachtens der Schwerpunkt auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Gedichten liegen sollte. Aber jeder der hier Kritisierenden tritt doch gerne in ein Gespräch mit dem Autor und lässt sich auch eigene Irrtümer aufzeigen, Hintergründe erklären etc. Ich zumindest liege öfters mal falsch (warum auch nicht) und lasse mich vom Autor oder anderen Lesern überzeugen und anregen.

Zu Deinem letzten Post und der Frage, was es denn heißt, dass Dein Gedicht einen 5-hebigen Jambus oder Assonanzen hat (um Begriffsklärung geht es Dir dabei offensichtlich ja nicht):
Wenn jemand ein formgebundenes Gedicht schreibt und sich Gedanken über Reime, Metrik, Strophenaufbau etc. macht, sehe ich mir gerne auch an, wie es "technisch" umgesetzt wurde. Zum einen, um zu schauen, ob es in sich konsequent geblieben ist und zum anderen, ob mir eben die Form auch etwas über den Inhalt verrät. Und Dein Schema war nun auch kein übliches, da lohnt in meinen Augen auch mal ein Blick darauf. Ich glaube Geratewohl hatte mal ein Gedicht geschrieben, in dem es zu einer Amputation kam und in dieser Zeile fehlte ein Versfuß - ich fand das clever gemacht. So etwas entdeckt man aber auch nur, wenn man etwas genauer hinsieht, weshalb das für mich auch Sinn macht. Aber im Allgemeinen beschränke ich mich ja auch nicht auf die formale Analyse, sondern mache mir noch ein paar Gedanken zum Inhalt.

Ich will mich aber auch gar nicht streiten. Zur Zeit habe ich einigen Stress an der Backe und bin (wie ich schon schrieb) gerade sicherlich zu dünnhäutig, weshalb ich bestimmt etwas empfindlicher reagiert als angemessen. Mir wäre es auch lieber, wenn man sich eher wieder dem Gedicht zuwenden würde.

Fangen wir vielleicht einfach nochmal an. Aber erwarte nicht, dass ich zukünftig Deine Gedichte unter formalen Gesichtpunkten unter die Lupe nehme (womit meine Kritiken zu Deinen Sachen aber auch nur noch etwa halb so lang sein dürften ).

Don

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