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#1

Gezeitenfluch

in Philosophisches und Grübeleien 29.09.2005 11:48
von MelenColia (gelöscht)
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Erstaunte Glieder
bewegen
entrücktes Land

Gebückter Stolz
verliert
unbekannten Verstand

Verbrauchtes Herz
verlangt
unbekümmerten Abstand

Erneuerung und Wandel
wurden
zulang verkannt

Nun denn:
So sei es
Aber wann?

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#2

Gezeitenfluch

in Philosophisches und Grübeleien 02.10.2005 09:10
von Arno Boldt | 2.759 Beiträge | 2758 Punkte
hallo mc.

dein gedicht ist sehr vage - um es so zu formulieren. du personifizierst im text körperteile (glieder), aber auch geistige teile (verstand, stolz). es erinnert mich ein wenig an die jetzige politische situation in dtl. strophe2 wäre dann für die volksparteien (vllt. auch schröder/merkel im einzelnen). strophe1 wäre dann für die politiker allgemein, die über das wahlergebnis so erstaunt sind und nun aber das land (was entgegen den vorhersagen gewählt hat) bewegen wollen. str3 ist dann vielleicht jeder bürgerIn, der einfach dieses hin- und hergestreite der politiker nicht mehr ertragen kann und sich in andere teile des lebens flüchten will. str4 ist dann ein seitenhieb auf die bisherige politische arbeit in dtl.

doch jetzt, dann damit bin ich beim schluss, ist man wieder beim anfang.. der zweifel bleibt aber, ob überhaupt ein (politischer) neuanfang vonstatten geht.

der titel "gezeitenfluch" stellt vielleicht die wahlperioden dar. und der fluch dabei kann bedeuten, dass man entweder bei der wahl zwischen pest und cholera wählen kann oder dass die bundes- und landtagswahlen zu unterschiedlichen zeitpunkten kommen und eine regierung somit nicht mit sicherer perspektive die 4 jahre durchregieren kann...

soweit meine ersten gedanken.

grüße.
arno.


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