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#1

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 03.06.2005 19:45
von Loki (gelöscht)
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Lúthien

Wie kühler Sommerregen frischte sie mein Wesen
Und ihre Stimme war ein Lied.
Ich konnte fast in ihren Augen lesen,
Wie weit das Leben seine Bahnen zieht.

In manchen Augenblicken flach in andren tiefer,
So schwamm ich fern und fort zu ihr.
Und auf den Grund des Meeres sank ich nieder,
Und blieb dort liegen, sei es bloß als Zier.

Doch ihre weißen Wellen hoben mich zum Himmel.
So wurde ich des Windes Freund.
Und ritt durch Wälder auf dem weißen Schimmel,
Von welchem ich als Kind einst nur geträumt.


© A. Funk 10.04.05

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#2

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 05.06.2005 17:19
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Loki

Ein poetischer Text, der mir sehr gut gefällt. Den weissen Schimmel würde ich aber nochmals überdenken. Und sagt man nicht ‚zur Zier’? Auch das Koma in S1/Z4 ist zu viel. Versuche noch, die Silben - in den sich reimenden Zeilen - identisch zu halten, dann wird’s noch ein bisschen flüssiger. Ansonsten, wie gesagt, find ich’s schön.

Gruss
Margot

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#3

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 05.06.2005 18:24
von Loki (gelöscht)
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danke.

bei der zeir bin ich mir nicht sicher. ich wollte, dass das lyr. ich als das zierende angesehen wird und nicht blos da passiv anwesend ist und dadurch zu zier wird. es ist quasi nicht der endzweck des ichs, sondern ist er eher das benannte selbst.
ich habe auch ein festes metrum, deshalb sind die zeilen unterschiedlich lang.

gruß, Loki

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#4

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 06.06.2005 08:46
von DOCC (gelöscht)
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Hi Loki,
ich schließe mich Margot dahingehend an: es hat was. Aber, ich persönlich finde es nicht ausgearbeitet genug - mehr so hingeworfen.
Meine Kritikpunkte:
1. der Titel: subjektiv ist er mir zu kompliziert (erinnert mich auch zu stark an Mittelerde). "Anna" hätte es doch auch gemacht...
2. Du schreibst, Du hättest ein festes Metrum. Ich hab nun nicht die Ahnung, aber ich würde es so sehen in Str. 1:
xXxXxXxXxXxXx (13)
xXxXxXxX (8)
xXxXxXxXxXx (11)
xXxXxXxXxX (10)
Da kann ich kein festes Metrum erkennen... Zugestanden sei, dass Du dieses Schema der ersten Strophe im Gedicht wohl durchhältst.
3. die zweite Strophe ist mir echt zu schwach. Auch der Reim "ihr - Zier" scheint mir sehr konstruiert zu sein...

In Summe nimmt Dein Gedicht schon gefangen - ohne Frage!
Liebe Grüße von
DOCC

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#5

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 06.06.2005 11:08
von Loki (gelöscht)
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danke DOCC

du hast recht. es ist eher dahingeworfen. ich habe es einfach niedergeschrieben in einem anflug von irgendwas.
beim titel hast du absolut recht: er stammt aus mittelerde und ist gewollt und da du hast es erkannt. also kompliziert, aber nicht ZU kompliziert.

mit festes metrum meinte ich eigentlich auch eher, dass das gedicht einem festen schema folgt, nicht dass es ein klassisches metrum hat. sorry war von mir falsch formuliert.

was genau du mit konstruiert meinst, verstehe ich leider nicht. kannst du das bitte genau erläutern?

gruß, Loki

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#6

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 06.06.2005 12:03
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hallo Loki,

mich sprechen Deine Zeilen ebenfalls an. Wie DOCC schon erkannte, verwendest Du das metrische Schema
xXxXxXxXxXxXx 13
xXxXxXxX 8
xXxXxXxXxXx 11
xXxXxXxXxX 10.
Das ist sicher ungewöhnlich, aber Du bist dabei sehr konsequent geblieben. Man merkt daher, wenn man sich näher mit Deinen Zeilen beschäftigt, dass Du dies eben nicht so dahergeschrieben hast. Beim ersten Lesen jedoch bemerkt man diese feste Struktur nicht und es beschleicht einen das Gefühl, hier hätte jemand beim Reimen in einigen Zeilen nicht rechtzeitig die Kurve gekriegt. Das ist zwar, wie bereits festgestellt wurde, ungerechtfertigt, aber nicht zu leugnen.

Insgesamt beginnst Du mir ein wenig zu viele Zeilen mit und, wobei einem das eigentlich nur in der 2. Strophe aufstößt, Vielleicht solltest Du dort ein und kicken und die Ziele ungestalten, das wäre sprachlich sicher ein Gewinn. Achja, weißer Schimmel ist wirklich ungeschickt, welche Farbe soll er denn sonst haben? Warum nicht stattdessen edler Schimmel oder so...

Wieso hätte das Gedicht Anna heißen sollen, DOCC? Gibt es da einen betsimmten Bezug? Hm, ich habe bei den Zeilen auch an Mittelerde gedacht, bin aber davon ausgegangen, das dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass das lyrische Ich hier Beren ist, der seine Luthien Tinuviel andichtet. Das ist wohl die Liebesstory bei Tolkien, ich denke, der kann man ruhig ein paar Zeilen widmen.

Beim Niedersinken Berens bin ich noch am Grübeln, wie das gemeint ist. Umschreibt das seinen Tod und wie sie ihn wieder in Leben zurückholt? Oder ist damit gemeint, dass Luthien seine (niedere) Existenz adelt, indem sie sich zu ihm herablässt und die Sterblickeit wählt...

Oder ist Tolkien hier gar nur der Aufhänger und es verbirgt sich noch ein gänzlich anderer Sinn?

Alles in allem hübsch gelungen, ich habe es gern gelesen,


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#7

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 06.06.2005 17:42
von Loki (gelöscht)
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vielen dank

bei den unds stimme ich dir vollkommen zu, danke. werds nochmal überarbeiten.
bei "weißer schimmel" ist weiß eher als rein gemeint. jedoch habe ich es bewußt verwendet um eine doppelung zu erzielen, als verstärkung. scheint wohl missglückt zu sein. werde es überarbeiten.

als stoff diente tatsächlich die liebe zwischen den beiden. ich habe Beren und Luthien gewählt, weil sie im mittelerdeuniversum als symbol für vollkommene liebe gesehen werden. ob sich das über das stoffliche hinausbegibt oder ich andere ebenen hineingebracht habe, überlasse ich jedem selbst.

gruß, Loki

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#8

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 07.06.2005 00:08
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Ein wunderschönes Gedicht, Loki! Gerne und oft gelesen, auch ohne den Bezug zu Tolkien.
Sehr romantisch und schwärmerisch und damit triffst du voll und ganz meinen Geschmack.
Wortwahl und Rhythmus sind auch sehr passend aufeinander abgestimmt.
Mir zumindest ist der "weiße Schimmel" klar und dieses Stilmittel passt auch hervorragend in die Thematik.

Gruß
Richard

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#9

Lúthien

in Liebe und Leidenschaft 07.06.2005 16:30
von Loki (gelöscht)
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danke Richard

deine worte freuen mich. sie zeigen, dass ich doch jemanden, außer mich selbst , damit erreicht habe.

gruß, Loki

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