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#1

kleine auszeit

in Philosophisches und Grübeleien 01.03.2005 20:48
von DOCC (gelöscht)
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kleine auszeit

ich sitz auf meiner wolke
und such mich im gewühle
dort unten auf der erde,
doch der denker sind zu viele.
ich kann von hier weit oben
mein lachen kaum bezähmen,
weil all die bunten zwerge
sich so schwergewichtig nehmen.

ich leg mich auf den rücken,
lausch anderen planeten,
und weil die auf mich pfeifen
geht der blaue erstmal flöten.
ich will mich nicht erinnern
den mond verbellt zu haben –
es ist mir ziemlich schnuppe,
denn mein hund liegt hier begraben.

komm jetzt die strasse runter,
verlier mich in den sternen.
mich gänzlich zu vergessen,
na, dass muss ich wohl noch lernen.
weil ich euch flehen höre,
beende ich die kür jetzt.
und wiedermal passiert es,
dass mein ich sich neben mich setzt.

(c) U. Würsig

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#2

kleine auszeit

in Philosophisches und Grübeleien 02.03.2005 01:02
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.955 Beiträge | 1940 Punkte
Hi Onkel DOCC

doch der denker sind zu viele.
...
sich so schwergewichtig nehmen.

fielen erst raus, aber beim 2ten lesen fügen sie sich wunderbar ein, interessanter Rhytmenwechsel.

Für mich geht es hier um einen Träumer, der sich gerne in den Sternen verliert. Insbesondere die letzte Strophe bzw die letzte Zeile lässt mich ein wenig an Entrücktheit oder sogar Schizophränie denken (vor allem auch wegen dem Schlagwort "Mond" in Strophe 2, dort liegt sein hund begraben, d.h. Lunatic ?). Das Flehen ist wohl die Geräuschkulisse der Welt um ihn herum, deretwegen er seine Träumerei beendet.
Strophe 2 hätte für mich eher in Humor und fröhliches gepasst
es ist mir ziemlich schnuppe, schöne Idee
komm jetzt die strasse runter Milky way
denn mein hund liegt hier begraben.
passt meiner meinung nach nicht so richtig rein,, fällt als Phrase etwas aus dem Rahmen. Strophe 1 dagegen ist stark und klar.

War interessant zwischen deinen Zeilen zu lesen

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#3

kleine auszeit

in Philosophisches und Grübeleien 07.03.2005 14:30
von DOCC (gelöscht)
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Hi Wilhelm,
Dank für die Kenntnisnahme (na wenigstens einer - hihi). Kurz zu den Intentionen: ich komme immer mehr in Versuchung zu denken, dass das Leben keinen Sinn hat. Wir machen uns aber diesen Stress, in allem einen höheren Sinn zu suchen oder strafend einzufordern, weil wir die einzige Spezies sind, die sich quasi neben sich stellen kann und auf ihr eigenes Dasein herabblickt.
Hier versucht nun einer ganz einfach mal, sich davon (bildlich himmelwärts) zu lösen und einfach nur zu leben, zu existieren. Unterstrichen werden sollte diese heilsame Flucht durch die Unterstreichung der Winzigkeit/Belanglosigkeit des Wesens Mensch oder der Erde oder unserer Milchstraße und und und (der große und kleine Hund sind übrigens Sternbilder).
Am Ende schaffts der Typ dann doch nicht endgültig und sitzt irgendwann wieder "neben sich" und muss jetzt wieder danach streben, seinen Leben einen Sinn zu geben...
Liebe Grüße von
DOCC

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#4

kleine auszeit

in Philosophisches und Grübeleien 07.03.2005 22:16
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.955 Beiträge | 1940 Punkte
Der Sinn des Lebens ist es viele kleine Kinderlein zu suchen
Und wer impotent ist, ist zu dem Ur-Sinn des Lebens verdammt, nämlich der Suche nach dem Sinn des Lebens. Ich weiss gar nicht was die leute in Sachen Sinn des Lebens haben, mir kommen da mehrere
Mit Sternzeichen kenne ich mich gar nich aus. Ich kenne nur den großen und den kleinen Wagen
Is der Hund ein chinesisches Sternzeichen ?
Verdammt da drin stecken soviele Wortspielchen Ich liebe sowas

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