Guten Tag, Gast!
Beachtung hat Dein Werk verdient, zumal es meiner Einschätzung nach von einem stammt, der schon in Jugend an den 'Alten Meistern' Gefallen fand, die ihn auch unverleugbar beeinflussten.
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxX
Die Stelle, schon im vorausgegangenen Kommentar genannt, die fiel mir gleich auf und sollte so nicht stehen bleiben.
Es sind noch einige Kleinigkeiten, die darauf hinweisen, daß am Gedicht noch nicht viel Feinarbeit geleistet wurde, was schade ist, doch das läßt sich leicht nachholen.
Härtere Selbstkritik ist nicht leicht, da dem Schreiber die erforderliche Distanz fehlt. Wäre das Gedicht es nicht wert, würde ich gar nicht viele Worte darum machen. Eine leichte I-Dominanz stelle ich fest, wobei die nicht alleine dem dreimal vorkommenden Abwandlungen von 'zieh' zuzuschreiben ist. Die zweimal 'Frage' sehe ich nicht als störend, vielmehr von der Aussage her: eine Frage stellt sich das Lyrische Ich, die nicht näher beschrieben wird, auch die Antwort, die Lösung, entzieht sich ihm. Hier kann man etliches vermuten, womöglich hat es ihm das beständige Werden, das Grünen und Vergehen angetan, das sein Denken beansprucht. Das ist aber nur eine Vermutung.
Eine weitere Stelle, die mir nicht ganz behagt ist, wie der Müdigkeiten Sinn belehrt - schon verständlich, durchaus legal, aber er belehrt träge.
Einfach geschrieben: der Müdigkeiten Sinn belehrt träge. Mit dieser Stelle wäre ich an Deiner Stelle nicht ganz zufrieden.
Was strebt nicht nach Vollkommenheit? Das streben viele mit vielen Gedichten. Es soll keine Unterstellung sein, vielleicht kam Dir ähnliches gar nicht in den Sinn, doch davor gehört das Kleinod noch etwas bearbeitet. Dann kann es als sehr schönes Gedicht stehen und erfreuen.
Am Schluß wäre das 'mir ihr flieht' zu erwähnen, das überdacht werden müßte. Jetzt klingt das alles nach viel Kritik, mehr als es ist. Sei unbesorgt, wir freuen uns über solche Gäste, wie Du bist, hoffen, daß sie wieder kommen. Schriebe ein Möchtegern-Poet über Unzucht und Blutrausch auf der Kartoffelkiste, so wäre mir das keinen Kommentar wert gewesen.
Freundlichen Gruß
Joame