Einspruch, so schlecht kann ich das nicht finden. Das darin gezeichnete Bild vermag mir sogar zu gefallen, auch wenn ich den Titel bescheuert und die erste Zeile vollkommen bezugslos finde. Auch kann ich verstehen, was zu dem Kommentar führte, denn allzu bemüht erscheinen mir Sprache, Kleinschreibung, Zeilenschaltungen. So etwas riecht immer sehr stark danach, die in den Worten und der Beschreibung etwa fehlende Bedeutsamkeit durch die Form aufzupeppen. So stellt der kleine Moritz sich die Kunst vor, dabei ist es nur Effekthascherei. Ich würde das lassen, denn dein Stimmungsbild trägt doch:
Zwischen Rohrkolben und Binsen brüteten Enten, standen die Fische in knietiefem Wasser. Wir wateten, den Blick aufs Wesentliche gerichtet. Ein schneller Griff und die Forelle flog ins Gras. Der Qualm grüner Zweige brannte in den Augen und doch wollten wir sie nicht missen, die Hitze junger Feuer.
Ob und wie du das nun in Verse brichst, kann man getrost dem Geschmack überlassen. Da sich darin nichts reimt, wird durch die Zeilenbrüche auch nichts Gewichtigeres/Gedichteriges entstehen, insofern würde ich mir solche Dinger wie z.B. S1Z3 zu Z4 oder S2Z3 zu Z4 sparen. Solche Mätzchen können mein Gefallen jedenfalls nicht steigern, im Gegenteil. Aber ansonsten habe ich deine Skizze überwiegend mit Gefallen aufgenommen, weil mir die Szenerie gefällt.
Beste Grüße
O.