Comic: Sequenzielle Kunstform, die eine Gesichte erzählt.
„Das stimmt rein definitiv.“
„Ich würde sogar sagen: dein rezitiv.“
„Schweigt. Ihr seid so dumm wie die Scheibenwelt flach ist. Ihr denkt nur von links oben nach rechts unten. Einer wie der andere von euch bürgerlichen Romanen oder Schulzens denkt ausschließlich linear. So viel Sand, kann ich, Morpheus, Mann O Mann, Euch gar nicht in die Augen streuen, um euch zwei Beiden, aus eurer sequenziellen Matrix herauszuholen. Wehe, wehe, wenn ich an euer Ende sehe.“
„Wovon reden, die Gaimänner, Asterix?“
„Es ist immer dasselbe Obelix: Wir sind umzingelt.“
„Wie Witzig, von euch french fries. Ihr macht euch aus allem einen Spaß, nicht? Aleschia? Alesia? Die Party? Das Fescht? Ihr Schmocks, sage ich. Als Kauka dich auf Siggi taufte, wolltest auch du, Asterix, partout kein Germane, keiner von den Katzen sein. Ihr seid so rätselhaft wie mein Vater.“
„Und wer bin ich dann? Bin ich etwa auch eine Maus? Keine Katze? Kein Räuber? Es ist so verdammt schwierig, ein Ich zu sein, oder? Ich habe nicht das Alibi ein Alien vom Planeten Kryptonit zu sein. Ich laufe als midlifecrisisgestörtes, muskelbepacktes Nachtgespenst, als selbsternannter Superheld durch eine sequenzielle Welt, die so aussieht wie New York und die in letzter Zeit in noch mehr Fenster zerbrochen ist. Ich? Ein Scherbenhaufen? Ist das sequenziell?“
„Ha! Du flatterhaftes Wesen, bist so lächerlich wie Schauspieler in Godzillakostümen. Du? Du Flattermann, warst schon bei deiner Wiedergeburt ein Epigone. Ein Schattenritter. Das Original schlummerte da schon längst nicht mehr im Kälteschlaf. Das Kind hat dich, du ewig alter Held des Abendlandes und die Welt, die Du zu beschreiben vermochtest, nicht in tausend Glasscheiben zerborsten, sondern zu MANGA pulverisiert. Und der Stoff ist wirklich gut. Der Stoff trägt auf highspeed Motorrädern durch eine nimmer endende, tausende von Seiten lange apokalyptische Odysee.“
„Lächerlich. Pulverisiert ist nur mein Vermögen, wenn ihr so weiter schwätzt. Es kommt auf die Figuren an! Den Ehrgeiz, den man darin legt, eine Geschichte zu erzählen, oder einen Taler zu verdienen. Wenn mein Neffe eine Bohnendose wäre, würde ich ihn euch roh in den Rachen schmeißen und euch zurufen: Fresst das, das sättigt.“
„Die spinnen, die Comics.“
"Für Euch immer noch: Mr. Snoid"
„Ohne Bilder ist es hart. Die Nuss ist verdammt hart.“
„Du sagst es, obwohl Du nur ein Bürobote bist. Aber ohne einen Plan, ohne ein Bild zu haben, ist es verdammt schwer, Comic anstelle eines Textes zu werden. Und ich möchte Comic anstelle dieses Textes werden!“
"Reg dich nicht auf. Auch wenn es nicht gut ist: aber ein Text ist doch auch sequenziell?"
"Vielleicht ist unsere Annahme falsch?"
"Ich würde sogar sagen: Unser Leergut ist falsch."