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Beiträge: 172
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04.02.2010 07:32 |
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Sieh! Ein roh geformtes, weiches Eisen wird Stahl, zum Schwert durch die Bluttat, Der Lebenssaft enthält Phosphat. Es muß glühend Fleisch durchschneiden, damit’s Ruhm und einen Namen hat.
Ein Körpertod beendet zwar ’nen schlangengleichen Lebenspfad, der von wurmkurzer Dauer war. Doch erst danach wird’s wirklich hart. Daß’s dem so ist, kann ich beeiden.
Die Seele, als des Geistes Schiff, verbrennt im kleinen Fegefeuer und damit auch der Weg zurück. Die Fracht, ein zähes Ungeheuer, erfährt dadurch den Härtungsschliff,
formt sich unter festen Hieben, wird elastischscharf und teuer durch die Kunst von Meisterschmieden,. Solch Schwert Äonen überdauert in denen es auf Fleischlust lauert.
Hastanirwana GHEG
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Der Beitrag wurde editiert: 04.02.2010 07:36.
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Mitglied
Beiträge: 2.029
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06.02.2010 08:27 |
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Einen fröhlichen Morgen, gheggrun!
Du hättest es gleich unter Humor geben können. Die Erklärungen, die Du für mich bereit hast, bereichern mich etwas. So wußte ich bisher nicht, daß weiches Eisen erst durch eine Bluttat zu Stahl wird. Ruhm kann es auch noch gewinnen, aber vorher muß es einen Braten durchschneiden (glühendes Fleisch ist wohl übertrieben).
Meine Lieblingsstelle ist diese (ich habe sie mir leicht abgeändert): Ein Körpertod beendet zwar ein Leben, das nur wurmkurz war.
Ganz schön humorige Überlegungen hast Du angestellt, nur bei mehr Einsatz (kostet klarerweise die mangelnde Zeit) wäre viel mehr herauszuholen gewesen; denke ich nur an die Seele oder an Lauern auf Fleischeslust.
Das ist schon ein komisches Schwert, das im Gegensatz zu seinen fleischlüsternen Kollegen, erst auf die Fleischeslust wartet.
Gute Ideen, doch viel mehr Möglichkeiten - und steht in der falschen Rubrik.
Freundlichen Gruß! Joame
http://joame-plebis.npage.de/
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Der Beitrag wurde editiert: 06.02.2010 08:30.
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Mitglied
Beiträge: 172
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07.02.2010 09:39 |
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Hallihalo, Joame Plebis! Metallurge bin ich auch nicht, aber irgendwo habe ich mal aufge- schnappt, daß waffentechnisch überlegene Gegner die Germanen besiegen konnten, weil deren Langschwerter zu weich waren und Ochsenblut -das auch zur Festigung von Mörtel benutzt wurde- bei der Härtung von Eisen eine Rolle spielte. Schwerter bekamen einen Namen erst nach der Bluttaufe, d.h. nach dem ersten Sieg seines Besitzers. Für "berühmte" Schwerter wurden Lieder gedichtet.
Die von dir veränderte "Lieblingsstelle" gefällt mir alleinstehend auch besser als meine Version, aber ich ich wollte auch noch die Unübersichtlichkeit des "Lebenspfades" ansprechen.
Das wartende "komische Schwert" ist ein Geistesschwert, welches erst in dem Feuer, in dem die Seele, das "Geistesschiff (S3Z1)" verbrennt, zu Stahl gehärtet wird. Das "Lauern auf Fleischeslust" ist das Warten auf Wiedergeburt ( im "Nirwana"?)
Sicher wäre noch viel mehr herauszuholen gewesen, aber lange Gedichte langweilen manche Leser schnell.
Ich bin ja froh, wenn ich mit meinen Beiträgen keinen Mißfallen errege. Das scheint mir bei dir einigermaßen gelungen zu sein. Danke für's Lesen und die Kommentierung.
Hastanirwana GHEG
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