hallo GW
personifizierte erfüllte Wünsche sterben erzählend auf einem Stein im Park. ein ergreifendes Bild wird hier evoziert. das gefällt mir ausnehmend gut. so halte ich inne. wer war im Exil frage ich mich? ich lese/deute es so: das Ich mit seinen eigenen Wunschpaketen ging Klinken putzen in der Fremde und wird sich seiner Sandkornfunktion im gut geölten Getriebe langsam bewusst. im Text steht zwar ein "bald", aber ohne Zweifel hat dieses Bewusstwerden wohl lange gedauert, wenn man der ersten Zeile glauben darf. nun, beim nächsten Ölwechsel findet das Ich vielleicht zurück zu eigenen Wörtern, Noten, Nerven, Küchen (welch eigentümliche, aber originelle und symphathische Persönlichkeits-Quadriga).
das Ganze ist formal auffallend beliebig zwei- bis vierhebig heruntergebrochen, mit Ausnahme der ersten und der letzten Zeile. ohne Rücksicht auf Satzbau, Betonungsmuster und Interpunktionszäsuren bricht das lesende Auge die Zeilen hinab (die es so schaffen Zerbrechlichkeit, Ziellosigkeit und wohl auch Verlorenheit zu untermalen) bis zur finalen, inhaltlich plausiblen Einsicht.
hat mir gefallen.
Gruß
Alcedo