Hallo Perry.
Der Text steht unter Liebe und Leidenschaft. Aber irgendwie musste ich beim Lesen an den Werbespot aus der Kinowerbung denken, bei der zwei Typen in der Küche sitzen, einen in der Mikrowelle aufquellenden Schokokuss anstarren und eine Stimme aus dem Off sagt: Na, heute wieder nichts los? Da betrachtet das lyrische ich die Schlieren in seinem Coffee-to-Go und rührt sie sommerschaumig. Ich hätte jetzt Probleme ein besseres Bild für Leidenschaftlosigkeit zu ersinnen.
Für die erste Strophe bin ich zu sehr Naturwissenschaftler und denke, nee, Sonnenflecken sind keine sonnenbestrahlten Flächen der Erde, sondern schon konkret die dunklen Abschnitte der Sonnenoberfläche. Der Begriff ist, da er keinen Bezug zu den eigentlichen Sonnenflecken zieht, einfach falsch und nicht metaphorisch verwendet. Übrigens gähnt auch dieses Szenario, bei dem Straßenflächen besonnt und von Autos überfahren werden vor Ödnis.
Der dritten Strophe entnehme ich, dass die ganze Ödnis das Vermissen einer Person mit Leberfleck am Hals ausdrücken soll. Und genau hier liegt vielleicht mein Problem.
Wenn ich ausdrücken will "Ohne Dich ist alles so öde", dann würde ich das eher tun, indem ich etwas im Grunde Aufregendes schilderte, aber sagte, dass mich das nicht reitzt ohne das Du. Aber hier wird eher etwas geschildert, was mit dem Du vielleicht etwas weniger öde wäre, aber Sehnsucht drückt das für mich nicht aus.
Grüße,
GerateWohl