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#1

Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.10.2010 10:01
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

Maerlin stellte den kurzen Speer in die Ecke und öffnete mit der jetzt freien Hand die Riemen des ledernen Rundschilds. "Kommst genau richtig", sagte Laura. Sie nahm zwei Teller vom Wandregal, befüllte sie mit krossen Kartoffelscheiben und Rührei und stellte sie auf den Tisch. Maerlin hatte sich seit Wochen auf das Essen gefreut: Bauernfrühstück, mit Zwiebeln und dickem Speck. Sie hatten lang suchen müssen, bis die Zutaten gesammelt und ertauscht waren. Er legte Besteck hin, öffnete den Weinschlauch und füllte zwei Gläser. "Wie war's?", fragte sie. "Scheiße." Er zog eine zerdrückte Packung Filterloser aus der Brusttasche seines Hemds, fingerte eine raus und steckte sie an. "Ich mag nicht, wenn du bei Tisch rauchst. "
"Ein paar hab ich erwischt. Die hatten aber kein Kwi. Das gleiche Spiel wie die ganze Woche: Du siehst die Viecher, um sie flimmert es, wie sonst auch. Aber wenn du hingehst, um sie zu kehlen, spürst du schon, die sind leer." Maerlin drückte die Zigarette in der Spüle aus, er hatte keinen Zug genommen. "Das ist schlecht", sagte Laura.
"Ja, das ist es." Sie aßen schweigend, bis das Kind durch die Dämmerung schrie. Laura stand auf und ging zur Kleinen.
Als sie auf dem Balkon saßen, machte er ein kleines Feuer im Grill, setzte sich mit dem dunklen Wein davor und sah in die Glut. "Wir haben kaum noch Vorräte", sagte Laura. Maerlin winkte ab.
"Ich weiß. So knapp wie diesmal war's noch nie. Anderen geht's noch dreckiger, die in den fetten Jahren nichts zurückgelegt haben. Ich hab heut' mit einem der vorletzten Generation gesprochen, der die Zwiebeln und Eier besorgt hat ..."
"Und?"
"Nichts besonderes. Über die letzte Generation hat er geschimpft. Dass wir nicht genug Ressourcen für alle hätten. Eben das dreckige Treten am unteren Ende der Hierarchie. Aber mittendrin weggefadet ist er."
"Vollständig?"
"Nein, er ist im ersten Stadium. Nur die linke Gesichtshälfte hat sich dematerialisiert. Sah aus wie bei Enterprise, wenn jemand gebeamt wurde. Ich konnte durch den halben Kopf die andere Straßenseite sehen."
"Enterprise?", fragte sie.
"Vergiss es. Kannst du nicht kennen. Er ist eben gefadet."
"Was wirst du tun?"
"Weitersuchen. Was sonst."
"Du musst das richten! Wir brauchen dich." Laura stand auf, ging hinter Maerlin in die Hocke und umarmte ihn. Er reagierte nicht, sah weiterhin in die Glut. Sie fragte sich, was er sieht, was er denkt. "Komm, komm zu uns. Denk an morgen." Maerlin kippte den letzten Schluck Wein auf den Grill und verteilte die Glut. "Ich rauch noch eine." Er steckte sie sich an der Glut an und sah in die Nacht. Ein paar kleine Feuer unter dem prächtigen Sternenhimmel verrieten andere Fader, die weit verstreut in der fast leeren Metropole lagerten. Ein paar zuckende Glühwürmchen im Sumpf des Unbehausten. Diese Welt hatte einen großen Unterschied zu der letzten: Sie waren hier weniger erwünscht. Er schnippste die Kippe über die Brüstung und ging.
Laura lag eingerollt auf der Seite und atmete gleichmäßig. Maerlin legte sich neben sie auf den Rücken, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und schloss die Augen.

Er pirschte seit einigen Stunden durch die Außenbezirke, ohne Erfolg. Kein einziger Kwirati in Reichweite. Nur früh am Morgen, kurz nachdem er aufgebrochen war, hatte er ein paar Geflügelte gesehen. Groteske Kreaturen, mit unsinnig langen Hälsen und riesigen Schnäbeln, ihre ledernen Schwingen knallten mit jedem Flügelschlag wie Segel in einer Bö. Prächtige Mistviecher. Voller Wirklichkeit. Um sie herum schien sich die Realität zu verdichten und sie selbst wirkten übernatürlich scharf konturiert. Kwi für mehrere Monate, schätzte Maerlin. Nicht das erste Mal, dass er eine gute alte Feuerwaffe gebraucht hätte - der Speer würde höchstens Aufmerksamkeit erregen. Er war keiner der Kwijäger, die von ihrer Beute zur Strecke gebracht werden.

Erst in der sengenden Mittagshitze stieß er auf ein Rudel rattenähnlicher Kwirati, die zwischen den Mauern eines zusammengestürzten Hauses auf großen Schuttbrocken in der Sonne dösten. Eins stand auf den Hinterläufen und rieb sich die Schnauze mit den Vorderpfoten. Drei, vier Jungtiere spielten vor einem großen Loch, das sich am Fuß eines geziegelten Turms befand, wahrscheinlich ein Schornstein, dachte Maerlin, der sich hinter einem verbeulten Fahrzeug verbarg. Er zählte ungefähr zwanzig Stück.
Maerlin war um das alte Auto herumgeschlichen, die letzten Meter in Richtung Ruine gerannt und hatte seinen Wurfspeer auf das aufrecht stehende Kwirati geschleudert. Die Straße war voller Geröll und er war ins Rutschen gekommen. Wenn die Beute nicht so langsam gewesen wäre, hätte sie entkommen können. Auch so hatte er keine tödliche Verletzung verursacht. Das Kwirati schleppte sich, den Speer im Rücken, Richtung Bau. Maerlin rutschte noch ein paar Meter auf den kleinen Steinen, ruderte mit den Armen um Gleichgewicht, sah seine Beute schon geflohen, zog den langen Dolch und nutzte einen Moment der Balance, um abzuspringen. Er landete auf einem großen Stein, sprang in langen Sätzen über den Schutt zum Kwirati und kehlte es. Schnell, mit oft geübten Handgriffen, zog er den Inputschlauch, schob den Vakuumverschluss beiseite und saugte das Kwi ab. Das Ratten-Kwirati war randvoll mit dem Zeug.
Aus dem Schatten des Schornsteins oder Kamins hörte er es winseln. Die Jungtiere. Maerlin ruckte am Speer, zog ihn raus und ging langsamen Schritts, den Oberkörper leicht nach vorn gebeugt, auf das Geräusch zu. Als er nur noch wenige Schritte entfernt war, hörte er warnendes Grollen aus den tieferen Schatten. Die Sonne drang nur wenige Zentimeter in die künstliche Höhle. Danach begann wie mit einem Lineal gezogen Schwärze.
Maerlin ging um den Ziegelturm herum - viel zu tief, der Speer würde nichts ausrichten. Er suchte das Gelände ab. Unter einem Schutthaufen ragten ein paar Holzlatten hervor. Maerlin zog drei lange Bretter heraus und nahm sie mit vor den Bau. Zertrat zwei davon zu Kleinholz, spritzte ein paar Tropfen Spiritus rüber, zündete den Haufen an und schob ihn mit dem dritten Brett in den Kamin.
Das Winseln wurde lauter, das Grollen zu einem Fauchen. Knistern und Rauchschwaden. Maerlin, ganz Auge und Speer, wartete. Als sie kamen, quollen sie heraus, schnellten an dem Feuer vorbei wie ein Fischschwarm auf dem Weg stromabwärts an einem Felsen. Maerlins Speer stieß mehrmals in die flirrende Fläche aus Rücken, es dauerte jedesmal, die Spitze aus den Körpern zu ziehen. Trotzdem hatte er mehr Beute gemacht, als er gedacht hätte. Als kein Kwirati mehr aus dem Loch schoss, tötete er die Verwundeten und saugte allen das Kwi ab. Vier Stück, insgesamt fünf. Eine ungewöhnlich erfolgreiche Jagd. Trotzdem würde es kaum für zehn Tage reichen. Drei Wochen, wenn er es nicht teilen müsste.

"Robert war hier ...", sagte Laura.
"Ja und – was will er?", fragte Maerlin. Sie legte ihm die Hand auf den Arm.
"Schlechte Jagd?" Maerlin schüttelte den Kopf, umfasste ihre Hand ein paar Augenblicke, bevor er sie wegschob. "Genug für zehn Tage, höchstens." Sie nickte und biss in die Unterlippe, damit sie nicht lächelte.
"Was er will."
"Sie haben ein großes Ding geplant. Eine Treibjagd oder eine Expedition. Ich bin nicht sicher, Robert redet immer so schnell, seine Gedankensprünge. Aber sie wollen dich als Späher. Er sagte du seist der beste."
"Das sagt er, weil er mich braucht. Aber ich brauch ihn nicht."
"Er hat mich angefleht, dass ich dich dazu bringen soll. Die anderen machen nur mit, wenn du scoutest. Auf dich sei Verlass. Man ist auf dich angewiesen, Maerlin, die haben fast keine Vorräte mehr. Roberts Tochter verschwindet von Tag zu Tag mehr. In einer Woche ist sie weg, sagt er." Maerlin schüttelte den Kopf. "Sollen die faden. Das geht mich nichts an. Mit denen arbeite ich nicht, die verstehen ihr Handwerk so gut, wie sie Menschen kennen."
"Es könnte meine Tochter sein."
"So ist das."
"Du spinnst doch! Sieh mich an. Was ist los?" Er sah ihr in die Augen, drehte aber den Kopf gleich wieder weg. "Das Kwi muss in den Speicher."
Er steckte den Schlauch ein, überführte das Kwi und verfolgte, wie sich die Gesamtmenge auf der Anzeige erhöhte. Um fast die Hälfte.
'Treibjagd', dachte er. 'Mit Robert und den anderen.' Er flüsterte es vor sich her, schmeckte die Wörter, und sagte es nochmal, wie um sich an den Geschmack zu gewöhnen. Nahm sich ein Stück Wurzelholz und begann eine Figur zu schnitzen. Er würde seine Ruhe haben. Laura ließ ihm das Alleinsein, sie kannte seine Stimmungen. Als es abend wurde und das Licht zu schwach zum Schnitzen, hörte er auf und sah, dass die Figur den Ratten ähnelte, die er heute getötet hatte. Er ging auf den Balkon und blickte eine Weile auf die Silhouette der finsteren Stadt, ein Anblick, von dem er dachte, dass er sich nie daran gewöhnen wird. Ihm fiel ein, dass er noch keine geraucht hatte und griff nach der Packung, steckte die bereits herausgeholte Zigarette aber wieder zurück und ging in den Raum, den Laura Schlafzimmer nannte.
Sie lag auf der Seite und atmete gleichmäßig. Er streichelte ihren kleinen Bauchansatz und mit der Daumenkuppe weiter oben die Rundung entlang, streifte mit den Lippen über den Nacken und horchte nach einer Reaktion. Ihr Atem wurde etwas flacher und schneller. Seine Hand wanderte höher, zum Herz. Sie atmete bald wieder ruhiger, stellte er fest, aber der Puls blieb hoch. Irgendwann, nach ein paar Minuten, drehte sie sich lächelnd und mit geschlossenen Augen um, nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände, flüsterte "Spanner" und küsste ihn.

Wie die sich aufgetakelt hatten. Dieses Wikinger-Weib mit ihren Titten in Stahlkörben und den zwei Huskies, in Felle gehüllt, als wäre sie immer noch im hohen Norden, woher zu stammen sie behauptete. Titus, der kleine Scheißer mit den unruhigen Rattenaugen. Seine Pupillen wanderten rastlos durch den Raum, über jedes Objekt und jeden Jäger und jede Jägerin. Er war noch nervöser als üblich, vielleicht, weil sich ab und an sein rechter Arm dematerialisierte. Zwei schweigsame Typen mit gewichsten Schnurrbärten.
Robert war ihm der widerwärtigste der ganzen Bande, er redete, gestikulierte und trat auf, als hätte er gerade die verdammte Welt erobert, dabei konnte der allein noch nicht mal das Kwi für seine Familie beschaffen.
Maerlin entschied, niemandem zu trauen. Ein Haufen Selbstdarsteller, die Scheiße nicht wert, die sie ausschieden, nicht die Luft, die sie zum Angeben verschwendeten.

Aber die Geschichte klang interessant, das Ziel lohnend. Eine Gruppe Jäger war drei Tagesmärsche entfernt auf Kwirati gestoßen, die auf zwei Beinen gehen und Werkzeuge benutzen. In den Lagern der in Stammesverbänden lebenden Kwirati befinden sich meist große Kwivorräte. Der Jagdtrupp hatte alles ausgekundschaftet und eine Karte gezeichnet, wie man dorthin kommt. Sie hatten herausgefunden, dass regelmäßig Kwirati-Trupps losziehen, um zu jagen. Wenige bleiben zurück, vor allem Alte und Kinder. Die perfekte Situation, um loszuschlagen und das Kwi zu klauen. Ein einfacher Plan, der zu Maerlins Überraschung nach einem guten Plan klang. Allein konnte das keiner reißen. Und er brauchte das Kwi, wie jeder.

Seine Hände kribbelten, die erste Vorstufe der Dematerialisierung. Maerlin nahm die Membran vom Mundstück des Outputschlauchs und inhalierte einen Mundvoll Kwi. Bald ließ das Kribbeln nach. Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium der zu Beraubenden begann. Eine wackelige Holzkonstruktion, deren einziger Pluspunkt ihre Kürze war. Maerlin drehte um und lief in leichtem Trab der Hauptgruppe entgegen.

Zwei Kwirati am Fluss. Sie schöpften Wasser und gingen mit einem vollgefüllten Eimer in jeder Hand den ausgetretenen Pfad hinauf zum Höhleneingang. Der Weg dorthin führte durch eine leicht geneigte Ebene, voller Steine in allen Größen und Formen.
Maerlin zischte Robert zu, still zu sein und mit den anderen zu warten, dann verfolgte er die beiden, schlich von Deckung zu Deckung, obwohl sie sich kein einziges Mal umsahen. Kwirati-Kids, mutmaßte Maerlin. Ihre Wirklichkeit beeindruckte ihn. Die gehörten hierher.

Maerlin hockte sich hinter einen großen Felsen und bedeutete den anderen mit einer knappen Geste aufzuschließen. Die folgten im geduckten Gänsemarsch - wie eine vielgliedrige Schlange sahen sie von oben aus. Nachdem die Schlange den Berg hochgekrochen war, schnellte sie in die Höhle und spaltete sich in ihre einzelnen Glieder, die sich auf die Kwirati stürzten und die in ihrem Alltag überraschten Wesen überwältigten, bewusstlos schlugen oder fesselten.
Maerlin sah zu, überrascht, dass kein Jäger in einen Schlachtenrausch geriet, vielleicht war es die Menschenähnlichkeit der Kwirati, die sie zurückhielt. Er umging den Kampfplatz und beeilte sich, in den hinteren Höhlenbereich zu gelangen, wo er den Kwispeicher ausgemacht hatte. Als er den fand, steckte er seinen Inputschlauch ein, vakuumierte das Standard-Behältnis und beide Extra-Speicher in wenigen Sekunden voll und lief zurück zum Höhleneingang, seinem Posten.

Auf der anderen Flussseite sah er ferne Bewegungen, es waren viele, mehr als er anhand der Lagergröße gedacht hätte. Vielleicht dreißig Mann. Einige trugen auf lange Stangen aufgehängte Kwirati, andere schienen verletzt, sie humpelten, wurden gestützt oder sogar getragen. Der Jagdtrupp. Maerlin dachte, dass dieser Planet sie wirklich auf dem Kieker hatte.
Wenn er sofort handelte, würde er die Jäger warnen und die Abwehr organisieren können. Maerlin blickte in die Höhle hinein, sah die schweigsamen Brüder mit den gewichsten Schnurrbärten bei den gefangenen Kwirati stehen; Titus hatte den Inputschlauch in den Speicher gesteckt und hielt mit der rechten Hand den Outputschlauch fest, an dessen Mundstück er saugte. Die rechte Körperhälfte war nur noch Kontur und durchsichtige Fläche. Die Wikinger-Tussi stand daneben und füllte die auf den Rücken der Huskies geschnallten Speicher.
Maerlin traf eine Entscheidung, lief die wenigen Schritte bis zum nächsten großen Felsblock und versteckte sich. Wartete, lauschte. Die Kwirati kamen schweigend den Bergweg hoch. Maerlin spürte ihre Gegenwart. Wenn viele Kwirati in der Nähe sind, scheint sich die Luft zu verdichten wie ein Kraftfeld. Er hörte viele müde Füße, die schweren Schritte der Verwundeten; kleine Steine, die den Hang hinunterrollten.
Dann ein Schrei. Titus' Stimme, die fluchte und nach Hilfe rief. Die Wörter hingen lang in der klaren Bergluft, echoten in fernen Schluchten. Kampfgeräusche. Maerlin hörte Stahl auf Stein treffen. Hektische Bewegungen auf dem freien Feld vor dem Eingang. Das dumpfe Geräusch eines Schädels, der eingeschlagen wurde. Spürte etwas wie eine Wirklichkeitsverdünnung, als die Kwirati ins Innere der Höhle vordrangen und sich schweigend auf die Menschen stürzten. Maerlin wartete ein paar Sekunden, spähte um den Felsen und sah niemanden vor der Höhle stehen. Wie er vermutet hatte, das waren Jäger, keine Krieger. Er überlegte einen Moment und lief dann mit langen, gleichmäßigen Schritten den Weg hinab.
Die Füße möglichst wenig vom Boden abheben, lange Schritte machen, auf dem Ballen landen, über den Außenrist abrollen, durch die Nase ein und durch den Mund ausatmen. Irgendwann würde sich der Atem mit den Schritten synchronisieren, die Gedanken in den Hintergrund treten, und Platz machen für den klaren Geschmack kalter Bergluft. So würde er viele Stunden laufen können.

Nachdem er vorsichtig über die Hängebrücke gegangen war, suchte er auf der anderen Seite einen großen Stein und schlug gegen einen Pfosten, bis der wackelte und aus dem Boden brach. Maerlin kickte den Pfosten mitsamt dem daran hängenden Seil in die Schlucht. Er kontrollierte die Kwi-Speicher. Alle randvoll. Er würde nicht ausfaden. Maerlin registrierte die zunehmende Dunkelheit und lief weiter. Er hatte sich die Strecke auf dem Hinweg eingeprägt. Sie war eben genug, dass er nachts laufen konnte, wenn seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt waren. Am Tag wollte er schlafen, wenn es wärmer war und weniger Räuber unterwegs waren. In spätestens fünfzig Stunden würde er wieder in der Stadt sein.

zuletzt bearbeitet 23.10.2010 00:00 | nach oben

#2

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.10.2010 12:16
von Chepre | 36 Beiträge | 36 Punkte

ist die Geschichte Teil einer Reihe? sie wirkt so, als könnte ganz gut was davor und was danach kommen.
liest sich gut. eigentlich les ich ja so lange Dinger fast nie zuende...aber bei diesem hier kann man gut an der Stange bleiben. schön eigentlich, dass du nicht alle Fragen, die sich beim Lesen eröffnen, in irgendwelchen Nebensätzen erklärst - so kann ich mir meine eigenen Gedanken machen, die zwar noch ein wenig in der Luft hängen, was ja aber nicht schlimm sein muss. es sei denn, das Ding ist, wie ich vermutete, ohnehin Teil einer Reihe - die ich dann beizeiten mal lesen müsste. :D
ich find die Art und Weise, wie du an manchen Stellen das Präsens einsetzt, komisch. manches davon steht meinem Sprachgefühl entgegen irgendwie. zB am Anfang des Absatzes, als die Kwirati in ihrem Lager beschrieben werden - ich glaube, da hätte das Präsens, erst ein oder zwei Sätze später einsetzend, "gezielter" verwendet gewirkt.
der Teil mit der Schlange gefällt mir auch gut. :) aber auch den hätte ich syntaktisch vielleicht etwas anders formuliert, so da zB:

Zitat
wie eine vielgliedrige Schlange sahen sie von oben aus. Nachdem die Schlange den Berg hochgekrochen war, schnellte sie in die Höhle und spaltete sich in ihre einzelnen Glieder, die sich auf die Kwirati stürzten


Wie eine Schlange sahen sie von oben aus. Nachdem sie den Berg hochgekrochen waren, schnellte die Schlange in die Höhe, ihre Glieder spalteten sich auf und stürzten sich auf die Kwirati...
sehr subjektiv natürlich - vielleicht findest du deine Version ohnehin passender. ich lass das nochmal bisschen auf mich wirken.
edit: ohje - in meinem Vorschlag klingt es ein bisschen, als würden die Glieder selbst sich spalten. Mannmann, Tücken der deutschen Sprache. ich füg mal ein auf ein, vielleicht bessert sich das dann -

Gruß


Happy people have no stories. (Therapy?)
zuletzt bearbeitet 12.10.2010 12:19 | nach oben

#3

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.10.2010 15:45
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

hey Chepre, ich habe mich richtig gefreut, zu lesen, wie du das alles nachvollzogen hast. vieles ist nur angedeutet, aye, da soll der Leser das Werk vollenden, wenn er denn möchte. aber auch in Bezug auf den Seriencharakter der Geschichte ... ich hab da mal vor einem Jahrzehnt oder so Geschichten von Moorcock gelesen, da geht es um ewige Helden, die von Dimension zu Dimension reisen. Daran habe ich mich bisschen orientiert, das ist'n ideales Setting für ne Fortsetzungsgeschichte. Mehr gibts aber nicht bisher. Das mit dem Präsens an der Stelle, weil etwas beschrieben wird, dass nicht eine konkrete Situation beschreibt, sondern etwas allgemein auf dieser Welt feststehendes. Ich war da auch nicht ganz sicher, ob das "richtig" gesetzt ist und kann es auch nicht beweisen.

Zu deinem Vorschlag zwei Anmerkungen: Das vielgliedrige fehlt, was wenigstens mich zu der Frage führt, warum sie sich denn später in einzelne Glieder aufspaltet. Und beim "den Berg hochgekrochen waren" fällt der Satz aus dem Bild. Ich fühle mich immer furchtbar kleinlich, wenn ich sowas sage, aber wir hätten dann zuerst eine Schlange, dann "sie"(also einzelne Personen), die den Berg hochgekrochen waren und dann wieder "eine Schlange". Merci für den Vorschlag, werde das aber nicht übernehmen, weil das glaub ich für den Leser verwirrend ist.

"eigentlich les ich ja so lange Dinger fast nie zuende" eins der schönsten Komplimente in Literaturforen. :D Danke.

Grüße!
Kjub

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#4

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 00:04
von munk | 706 Beiträge | 699 Punkte

hi kjub,
sei mir nicht böse, nur glitzkleine einwürfe, bin schon ein bisschen müde

was mir auffiel: zuviel sätze, in denen das "wie" vorkam

einige verschachtlungen verdarben den lesespass, auch die spannung, die zeitformen stimmen nicht immer, verwirren mitunter



Er schnibbste die Kippe über die Brüstung und ging. ..... er schnipste

Drei, vier Jungtiere spielten vor einem großen Lochs ..... Loch

werde demnächst nochmal drüber lesen

was bedeutet ausfaden?

vg, mm

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#5

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 00:18
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

god dag mm, nee, überhaupt keinen grund gibt es, böse zu sein. ich müsste mich ja eher für dein durchhaltevermögen bedanken, wenn dir der text so wenig eingängig war. das mit der zeitform habe ich im komm an chepre schon zu erklären versucht. in dem einen fall (ich hoffe, es ist nur einer) wird nichts konkretes beschrieben, sondern etwas allgemein feststehendes. ich hab das letztens irgendwo gelesen, dass dann präsens geht und für die kjub-logik war das nachvollziehbar. ähem. ich weiß auch nimmer wo.

na und ich möcht nicht unhöflich sein, mm, aber dir trau ich schon zu, dass du eine bedeutung für faden / ausfaden / ausgefadet zumindest im kontext findest.

für deine zwei anmerkungen dank ich! die pass ich morgen an -> bist nicht der einzig müde in der virtualität. :)

beste grüße
kjub

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#6

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 00:44
von munk | 706 Beiträge | 699 Punkte

ach kjub, der text war mir inhaltlich schon zugänglich, ich werde ihn morgen nochmal richtig lesen, um dir konkret die stellen aufzuzeigen, die meiner meinung nach der geschichte die spannung genommen haben u. dann auch konkret nochmal auf die zeitformen achten. [ich glaub dir ja, werde es trotzdem auch interessehalber unter meiner logiklupe nehmen ;) ]

ausfaden, na ja ;) ich bin jetzt gleich ausgefadet

beste grüße zurück u. bis später
mm

p.s.: jetzt fade ich mich aus .... .... .... :)

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#7

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 00:52
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

hehe, da haste schön alle drei fading-varianten verarbeitet! ja, betrachte es doch nochmal unter deiner lupe ... würd mich freun - du weißt, der autor und sein eigenes geschreibsel. ;)

bis dann!

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#8

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 21:12
von munk | 706 Beiträge | 699 Punkte

hi kjub,
wie versprochen. wenn man nicht so müde ist, liest sich vieles anders.

dennoch ein paar passagen, über die ich beim lesen stolperte. - hoffentlich bin ich für dich nun kein erbsenzähler, krümelkacker. - (aber wie schon oft gesagt, manches mag geschmackssache, lesegewohnheit sein. und einzelne sätze aus einem kontext zu kritisieren, ist natürlich auch ein vabanquespiel. ändert der autor dann die sätze, können plötzlich ganz andere wirkungen passieren u. es gibt möglicherweise keinen kontext u. wahrscheinlicherweise einen veränderten.)


"Robert redet immer so schnell, seine Gedankensprünge. klingt irgendwie mystisch mhmm, hier mein assoziatives lesen dazu: er redet seine Gedankensprünge oder robert redet seine gedankensprünge immer so schnell oder ...


"Wenn die Beute nicht so langsam gewesen wäre, wäre sie entkommen." diese Dopplung stört mich erzählerisch.

"Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium derjenigen begann, die zu berauben sie hier waren. " das klingt zu geschraubt, spätestens der erweiterte zu-infinitiv

"Am Tag wollte er schlafen, wenn es wärmer war und weniger Räuber unterwegs." da fehlt etwas

ach kjub, deine geschichte durchzieht ein eigener ductus. es gibt boxenstoppstellen, slogans, lang gezogene handlungsbeschreibungen mit abrupten abbrüchen, die fesseln. manche erzählbilder irritieren jedoch mein lesen (wie ;) die oben aufgeführten beispiele), wirken auf mich mitunter zu detailbeschreibend [(zu detailverliebt ;)]: " Sie schöpften Wasser und gingen mit einem vollgefüllten Eimer in jeder Hand den ausgetretenen Pfad hinauf zum Höhleneingang." oder könnten einen anderen satzbau vertragen, aber das würde der geschichte wohl den besonderen atem nehmen. und irgendwie passen die rausgesuchten textstellen zu deinem schreibstil. übrigens haben mich heute die zeitformen nicht gestört, sondern sie passten wirklich in den erzählkontext, den ich in einer gemütlichen spätnachmittagsstunde viel flüssiger als gestern las.

man liest sich, vg, mm

p.s.: upps, beim dritten lesen erst entdeckt, darob schnell die "zeihundert" dick markiert, es fehlt das "w" ;)

zuletzt bearbeitet 15.10.2010 21:39 | nach oben

#9

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 15.10.2010 23:21
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

hallo mm,

Zitat
dennoch ein paar passagen, über die ich beim lesen stolperte. - hoffentlich bin ich für dich nun kein erbsenzähler, krümelkacker.



nee, gar nicht. texte müssen auch im detail stimmen. ich freu mich über kritische leseraugen.

Zitat
ändert der autor dann die sätze, können plötzlich ganz andere wirkungen passieren u. es gibt möglicherweise keinen kontext u. wahrscheinlicherweise einen veränderten.



das fällt mir immer wieder auf, wenn ich einen text ein paar tage liegen lasse und dann nochmal rübergehe. da fallen mir bspw wortwiederolungen auf und ich synonymisiere die, häufig passt es aber dann mit etwas anderem nicht mehr zusammen. da entsteht dann schnell der eindruck von flickwerk.

Zitat
Robert redet immer so schnell, seine Gedankensprünge.



das ist selbst ein gedankensprung! war mir gar nicht aufgefallen. da hat sich der inhalt in die form geschlichen.

Zitat
"Wenn die Beute nicht so langsam gewesen wäre, wäre sie entkommen." diese Dopplung stört mich erzählerisch.



normalerweise versuche ich dopplungen zu meiden. der satz in einer früheren version hatte die dopplung nicht, war aber umständlicher formuliert. "hätte sie entkommen können" stand da, jetzt fällts mir ein. findest du diese variante besser?

Zitat

"Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium derjenigen begann, die zu berauben sie hier waren. " das klingt zu geschraubt, spätestens der erweiterte zu-infinitiv



danke für die korinthe. ;) ich änder das gleich. "die sie berauben wollten" war glaub ich die erste variante. das klingt für mich aber zu vage, die infinitiv-konstruktion ist umständlicher, drückt aber das gemeinte deutlicher aus. über einen vorschlag, der die eindeutigkeit bewahrt, würd ich mich freun.

Zitat
"Am Tag wollte er schlafen, wenn es wärmer war und weniger Räuber unterwegs." da fehlt etwas



mist, erwischt. in der form verlangt der satz waren ...

Zitat
Sie schöpften Wasser und gingen mit einem vollgefüllten Eimer in jeder Hand den ausgetretenen Pfad hinauf zum Höhleneingang."[detailverliebtheit]

ja, ich kann verstehen, dass das bisschen viel werden kann. ich bin da zur zeit ganz versessen drauf, alle möglichen kleinen handlungen oder bspw landschaften möglichst genau zu beschreibgen. das ist halt dieses detail-ding. das soll aber nicht im vordergrund stehen, dort gehört die geschichte hin und alles andere sei unterstützend. danke also für die kritische rückmeldung - die hilft mir ja auch das geschreibsel zu verorten.

Zitat
es gibt boxenstoppstellen, slogans, lang gezogene handlungsbeschreibungen mit abrupten abbrüchen, die fesseln.



danke für den rückruf und herzliche grüße!

kjub

zuletzt bearbeitet 15.10.2010 23:23 | nach oben

#10

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 21.10.2010 17:09
von munk | 706 Beiträge | 699 Punkte

mensch kjub, verzeih mir bitte mein saumseligkeit; bei unserem dialog bin ich total ausgefadet worden

Zitat
das fällt mir immer wieder auf, wenn ich einen text ein paar tage liegen lasse und dann nochmal rübergehe. da fallen mir bspw wortwiederolungen auf und ich synonymisiere die, häufig passt es aber dann mit etwas anderem nicht mehr zusammen. da entsteht dann schnell der eindruck von flickwerk.



oh ja, das passiert mir bei meinen lyrischen verbesserungsversuchen, so dass richtig verkorkste texte entstehen, die mit meiner ausgangsintention überhaupt nicht mehr übereinstimmen.


Zitat
das ist selbst ein gedankensprung! war mir gar nicht aufgefallen. da hat sich der inhalt in die form geschlichen.



hat wiederum was surreales: "robert redet seine gedankensprünge"

Zitat
normalerweise versuche ich dopplungen zu meiden. der satz in einer früheren version hatte die dopplung nicht, war aber umständlicher formuliert. "hätte sie entkommen können" stand da, jetzt fällts mir ein. findest du diese variante besser?



ja! (jedoch finde ich diese dopplungen in lyrikstücken gar nicht mal so schlecht u. neuerdings habe ich beim lesen im buch von david klass "ihr kennt micht nicht" auch solche dopplungen gefunden.mhmm

Zitat

Zitat
"Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium derjenigen begann, die zu berauben sie hier waren. " das klingt zu geschraubt, spätestens der erweiterte zu-infinitiv



danke für die korinthe. ;) ich änder das gleich. "die sie berauben wollten" war glaub ich die erste variante. das klingt für mich aber zu vage, die infinitiv-konstruktion ist umständlicher, drückt aber das gemeinte deutlicher aus. über einen vorschlag, der die eindeutigkeit bewahrt, würd ich mich freun.



"Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium der zu Beraubenden begann" ??

"Unter ihm, etwa zweihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den Jägerkundschaftern das Territorium begann, welches sie berauben wollten??

viele grüße, mm

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#11

RE: Ausgefadet

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 22.10.2010 23:59
von Kjub • 497 Beiträge | 496 Punkte

hi mm,

Zitat
mensch kjub, verzeih mir bitte mein saumseligkeit; bei unserem dialog bin ich total ausgefadet worden


hehe, das macht gar nix. ich bin grad in mecklenburg, da ginge bekanntlich selbst die welt hundert jahre später unter - im vergleich dazu hat die antwort express-status. :)

Zitat
Unter ihm, etwa zeihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den kundschaftenden Jägern das Territorium der zu Beraubenden begann" ??

"Unter ihm, etwa zweihundert Meter abschüssigen Geröllwegs entfernt, sah er die Hängebrücke, hinter der laut den Jägerkundschaftern das Territorium begann, welches sie berauben wollten??



Der erste Satz kriegt den Zuschlag. Danke!

Zitat
ja! (jedoch finde ich diese dopplungen in lyrikstücken gar nicht mal so schlecht u. neuerdings habe ich beim lesen im buch von david klass "ihr kennt micht nicht" auch solche dopplungen gefunden.mhmm



Okay, ich bau das gleich wieder um. Es gibt ja auch Prosa-Texte, in denen ganz bewusst mit Wiederholungen gearbeitet wird. Also prinzipiell muss man die Repetitionen nicht fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Aber hier ist das natürlich nicht bewusst als Stilmittel eingesetzt.

Zitat
hat wiederum was surreales: "robert redet seine gedankensprünge"



Auch schön! Klasse, das habe ich nicht gesehn.

Zitat
oh ja, das passiert mir bei meinen lyrischen verbesserungsversuchen, so dass richtig verkorkste texte entstehen, die mit meiner ausgangsintention überhaupt nicht mehr übereinstimmen.



Oh je, das kenn ich. Tausendmal umgeschrieben und nachher hat man so ein verstümmeltes Textlein ohne Herz.

Hi Landloper, antiquierte Sprache zu verwenden war nicht gewollt.

Danke euch fürs Feedback!

Viele Grüße

Kjub

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