Hallo Geratewohl,
es hat mich auf Grund deiner etwas anderen Lesart meine Textes "Einfallwinkel" natürlich gereizt, auch mal zu lesen, was und wie du dich lyrisch so artikulierst.
Jetzt wundert mich das nicht mehr, denn deine Bildkollagen sind ja dermaßen vertrackt, dass ich mich als Leser frage, was will er mir eigentlich sagen und vor allem wer ist der Eigner des Gepäckträgers und der Iris, bzw. des Auges. Nichts gegen dein durchaus anspruchsvolles Verschachteln von Momenten und Gefühlen, aber einen Unfall beim Radeln durch eine Landschaft kann ich hier nur schwer herauslesen, was aber vermutlich, da nebensächlich, gar nicht von dir gewollt ist. Es geht denke ich, mehr um das "Verunfallen" einer Beziehung (LI versucht dies schriftlich festzuhalten).
Ich denke mir bei dererlei lyrischen Konstruktionen immer, ob es tatsächlich so ist, dass die Kunstfertigkeit mit der Kompliziertheit linear wächst.
LG
Perry
PS: Konstruktiv vielleicht nur:
"Mein Schritt in die verwischten Speichen
schlägt plötzlich einen Berg
in die Linien,"
das kann ich mir beim besten Willen nicht bildlich vorstellen.