Sie stand dabei als Kain den Abel schlug und sagte nichts, sie schaute zu.
Sie tanzte nach dem Dritten Reich mit den Besatzern Schubidubidu.
Sie küsste Hitler, Stalin, Minh, sie schlief mit Nixen und mit Husein.
Sie streichelte schon Jesus blutges Haar und Julius Cesars stures Kinn.
Sie sah den großen Judenmord, da rollten ihr die Tränen übers Kleid.
Sie lag bei jeder Schändung nebendran und tat sich selber furchtbar leid.
Sie hat das ganze Gräuel erblickt und viele fragen: Ist sie wirklich wahr?
Sie war dabei, hat immer zugesehn, nur blieb sie manchmal unsichtbar.
Du willst sie sehn? Schau dich nicht um, man sieht sie nicht in diesem Mördersumpf.
Schau dich nicht um, man wird nur alt und grau, schau dich nicht um, man wird nur stumpf.
Du willst sie sehn? Es ist ganz leicht. Schau in dich rein, dort schläft sie, stumm und bleich.
Und öffne dich und lass sie raus! Dann macht sie aus den Sümpfen einen Teich.