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#1

K.u.K. Offizier

in Gesellschaft 20.02.2011 11:01
von otto | 411 Beiträge

Küss`die Hand, gnäd`ge Frau, und den " Pi pa po po",
überall les` ich sie, denn sie sind mein Gedicht,
ja es reimt kolossal, wo sein Hafer mich sticht,
das Rosé rundherum mit dem " So wie so so".

Ei, sie schau`n so verdutzt, ja das ist mein Plaisir,
und auch sie finden`s raus, wo`s am besten uns schmeckt,
das ist dort, glaub`n sie`s mir, wo der Kater sie neckt.
Was? Das macht man doch gern, was kann i c h denn dafür?

Machen`s gut, bleim`s mir treu, auf mich wart`meine Frau,
lieb`sie heiß, sie - mich auch- doch das reicht leider nicht,
ab und zu, zwischendurch, gibt`s k e i n Eintopfgericht,
na dann seh`n wir uns bald, so im " ................".

zuletzt bearbeitet 22.02.2011 19:19 | nach oben springen

#2

RE: K.u.K. Offizier

in Gesellschaft 21.02.2011 08:13
von Rubberduck | 558 Beiträge

K.u.K. Offizier war meines bescheidenen Wissens einer aus dem Österreichischen Kaiserreich. Assoziazionen: gebügelt und geschniegelt, blankgeknöpft, fesch, bei den Damen sehr beliebt.

Und diesmal, lieber Otto sind meine Augen hellwach!

Zitat
das ist dort, glaub`n sie`s mir, wo der Kater sie neckt.



Ich hoffe, seine Gattin gibt ihm statt dem Eintagsgericht ein´s mit dem Nudelholz!

Dein Gedicht hat ganz hübsche Spitzen, nicht nur rosa....

LG,
Rubber

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#3

RE: K.u.K. Offizier

in Gesellschaft 21.02.2011 10:26
von otto | 411 Beiträge

Das war die Zeit, in der Arthur Schnitzler das Theaterstück " Der Reigen" schrieb. Man vergnügte sich im Wiener Prater und in den Kaffeehäusern. Aus meiner Sicht hat sich weder bei den Männern noch bei den Frauen etwas in deren Wesen geändert. Es gibt immer noch die Koketterie, die Kokotten, die Anmache, die "Ware" Liebe, den Selbstbetrug und den am anderen. Karussel der Eitelkeiten aus Gründen der Triebabfuhr, die Gene locken, damit möglichst viel Nachwuchs in die Welt gesetzt wird. Meistens unverantwortlich und die Lust feiert fröhliche Urständ.Noch immer gilt vielen Frauen, dass die Männer " immer nur das Eine " wollen. Frauen wollen Sicherheit, Zuverlässigkeit, ein Zuhause auf Dauer. Ich finde, dass flüchtige Bekanntschaften nichts mit Liebe zu tun hat. Die bewährt sich in gemeinsamer Verantwortung gegenüber dem/ der Partner/Partnerin. Es hat, je nach dem Folgen mit der Versuchung, wenn man sie versucht. Eva, wie auch Adam mußten deshalb auswandern. In der vatikanischen Verbotsliste stehen sie deshalb auf dem Index .

Liebe Grüße, otto.

zuletzt bearbeitet 21.02.2011 10:28 | nach oben springen

#4

RE: K.u.K. Offizier

in Gesellschaft 22.02.2011 13:22
von perry • Mitglied | 909 Beiträge

Hallo Otto,
eine gelungene Millieustudie, dieser ach so auf Äußerlichkeiten reduzierten Zeit.
Neben dem Spaß, deine lyrischischen Kapriolen zu lesen, bin ich aber dann doch an einigen Formulierungen hängengeblieben:

"wo sein Hafer micht sticht" -> von wessem Hafer ist hier die Rede?
"wo der Kater sie neckt" -> wen neckt der Kater? Und wo will ich, glaube ich, gar nicht wissen.
"gib's kein ..." -> da scheint mir doch ein "t" zu fehlen.

Die Pointe blieb mir leider verschlossen, weil ich auf die Schnelle kein passendes Wort, das auf "au" endet finden konnte.

LG
Perry

zuletzt bearbeitet 22.02.2011 13:23 | nach oben springen

#5

RE: K.u.K. Offizier

in Gesellschaft 22.02.2011 19:18
von otto | 411 Beiträge

Natürlich, lieber Perry!
Das "t", wie Tomaten auf den Augen, es fehlt. Ich berichtige.

Hafer ist rückbezüglich auf das " Gedicht" zu beziehen, deshalb Neutrum.
Der Kater kann sowohl der Offizier, wie auch ein wirklicher Kater sein. Im ersteren Fall wird das leichte Mädchen geneckt, im zweiten Fall das Kätzle vom Kater.

Die Pointe ist nicht nur einfach ein Reimwort, sondern etwas, das sich nicht unbedingt reimen muß, obwohl in der ersten Strophe behauptet wird, dass es sich so kolossal reimt. Damit ist das " Passgenaue" gemeint, das innig genossen, das höchste der Gefühle sein soll, wie manche behaupten.

Danke für Deine Lesekunst.

Gruß, otto.

zuletzt bearbeitet 22.02.2011 19:19 | nach oben springen

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