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#1

Alte und neue Ferne

in Philosophisches und Grübeleien 04.05.2011 04:05
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.925 Beiträge

Versunken in zerfahrenen Meeren
Verstiegen in zerflogenen Himmeln
Verloren in zergrabenen Erden
Verlaufen in zerfledderten Wäldern

ist die alte Ferne.

Vervielfacht in sich mehrenden Massen
Verzehnfacht in metallenen Adern
Verdoppelt in den flimmernden Kammern
Vereinfacht in befangenen Herzen

ist die neue.




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#2

RE: Alte und neue Ferne

in Philosophisches und Grübeleien 05.05.2011 10:35
von Rubberduck | 558 Beiträge

Hallo Wilhelm,

ich wage mal eine Intepretation:

die alte Ferne, also das was hinter uns liegt, wäre die Ausbeutung der Natur. Probleme, die nicht mehr neu sind, uns überholt haben.

Die neuen Probleme, also die die in Zukunft akut werden:
Bevölkerungsexplosion,

hm... metallene Adern.... Künstliche Verbindungen? Verkabelung? Vernetzung?

Die flimmernden Kammern knack ich nicht, sorry. Ich assoziiere Herzflimmern, aber das meinst du sicher nicht.

Befangene Herzen sind einfach ….. einzuschüchtern.

Nur ein Versuch von mir, bin gespannt auf die kommenden Kommentare.

LG,
Rubber

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#3

RE: Alte und neue Ferne

in Philosophisches und Grübeleien 06.05.2011 23:14
von Michael Munk | 271 Beiträge

ach welch ein thema, wilhelm pfusch,
du bringst uns alte und neue fernen nahe, nah ans herz.

doch beide fernen sind, sind noch, sind istzustände, die schmerzlich utopia u. realia positionieren, bilanzieren und am ende bleibt, dank analyse, unser befangenes sein! gibt es eine synthese beider fernen, die uns aus all diesen verhängnissen, diesen ausbeutenden ansprüchen, herausführen kann? in mir wächst beim lesen deines textes die sehnsucht nach fernen, die uns nicht von uns und unsren ursprüngen fernen, sondern uns wieder an verhältnismäßigkeiten nähern, die nicht so anmaßend selbst- und fremdausbeutend sind.

gern assoziiert,
munkel


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