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#1

Folglich

in Düsteres und Trübsinniges 17.05.2011 14:28
von otto | 411 Beiträge

Wer hatte sie dort abgelegt, so eigen?
Und neben ihr ein Seidentuch, verweint,
schwer über ihrem Unterleib beisteint,
ein Körbchen noch mit überreifen Feigen.

Dann, irgendwer grub still ein Grab der Fremden,
der legte Tuch und Körbchen auf, so sacht,
dem war als hätt es hinter ihm gelacht.
Gleich bleiern Schweigen, ruhig seine Lenden.

Doch wie sie hieß, das hat er nie erfahren,
die sepiabraune Haare trug, gebunden,
am feuchten Strand verliebten sie die Stunden,
und immer wieder träumte er nach Jahren,

sie kommt zurück, wollt nur spazieren gehen.
Der Wind, er ließ ein Bitterweinen wehen.

zuletzt bearbeitet 17.05.2011 14:30 | nach oben springen

#2

RE: Folglich

in Düsteres und Trübsinniges 17.05.2011 22:06
von Michael Munk | 271 Beiträge

hi otto,
gefällt mir, dein folglich. ach, gewesene geliebte! ach aus welchem grunde nur verflossene? wieviel gereimte folglich folgten wohl bis zu diesem grunde?

so trug, trägt nicht nur einer schwer. der reim legt sich traurig um ein lyrer, der rückblenden nicht nur revue passieren lässt, sondern ihr kommen derart lebendig ankündigt, dass ich nach minneart dieses bitterweinen in jedwedem wind spüren kann. das vergangene ist verlebendigt im vergehen. der traum von wiederkehr wird fast ein hysteron proteron.

gern gelesen, munkelgrüße


zuletzt bearbeitet 17.05.2011 22:07 | nach oben springen

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