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#1

de insomnio die aestatis

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 23.07.2011 12:56
von goldart (gelöscht)
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de insomnio die aestatis

Der Sommer pfercht meine Brust mit seinem drückenden Mittagsdunst flach wie Hartpost. Sein Stink raucht mir wie jener verbrannter Salzmandeln in die gequälten Nostrillen.

Schweiß dringt aus den 271.512 Vorkopf-Poren; schmiegt sich um meine Stirn, den darunter hängenden Gesichtsteil und nach und nach dem behemdeten Torso. Schon kitzelt mich ein Rinnsal zwischen den Arschbacken, wo sich die vielen Quellchen zu einem quälenden Juck-Bach vereinen.

Wäre es kühler: ich würde die Lage bequemend beanspruchen. Rundum schlurfen hemdhosende Schweißer – noch ohne aresstierte Herzen. Ihr Mundgeruch lockt eine Horde Schmeißfliegen an, die sich brummend um michdich versammelt. Sie erinnern mich irgendwie an den dreckigen Misthaufen auf dem Bauernhof meiner Stiefgroßeltern. Als die Mutter aller Fliegen allerdings von der Liebe zu summen beginnt, weiß ich: ich bin im Nebu Kad Nezaar gelandet.

Du hast deine Schweißkrallen in meinen Handrückenvenen vertangelt. Die einzigen die mir nach sechs Zyklen Chemo übrigblieben. Es ist nichts Ungewöhnliches im Alltag mit dir zu verkümmern, obschon: ich ziehe die Allnacht mit dir vor. Gäbe es einen Mäcci, wo man Zuneigung mitnehmen könnte; ich würde einen Tausender-Block kaufen und das Seelenvakuum zwischen uns damit aufblasen. Alltäglich.

Zögernd stolpere ich aus der öffentlichen Toilette , deren scharfer Mief mich an meine Besuche in den Pferdeställen der Freudenau erinnert. Und wie so oft suche ich wieder nach dir, wie einst als ich dich noch nicht gefunden hatte. Was bietet sich meinen wässrigen Augenblicken? Du kniest, Ellenbogen aufgestützt auf der Parkbank, während ein zufälliger Biker gerade seine Krachlederne auf Kniehöhe paternostiert hat. Vor dir auf der Bank noch ein Biker der dir seinen schwankenden Luller zum Kuß bietet. Alles in Allem nichts Ungewöhnliches, ersinne ich im dritten Moment.

Aus dem unteren Grund schlürft ein Kanal die Scheiße und Pisse aus den Wohnblöcken. Darin möchte ich dich untertauchen. Unternachts. Nicht in den Wohnblöcken, denn da sind wir Eingetauchte. Manchmal gebäre ich den Gedanken, meine Seelentemperatur wäre 1,416833 • 1032 K. Mein Körper düngt mich zellophanisch, wie jener einer Todeswespen- Puppe. Womit die Seele mich etwas über absolut Zero erwärmen würde. Seelen sind feige, denn sie wissen um den Droher Tod.

Der einzige Platz wo mein feiges Schwert einen hoffnungslosen Kampf ausficht ist deine nassheisse Scheide. Dabei fühle ich mich morsch, erschlaffend. Wo ist meine Grundschul-Kälte? Frage mich ob wir schweigende Leider oder leidende Schweiger sind. Wir Menschentum. Ich denke an die Stelzen der Spinnzucker-Miezen in SABOTAGE BABY, einer wirren Dance-Performance, die wir einst in London sahen. Wie sollen wir gehen, wenn es nur nassen Pudding rundum gibt?

Ich kann nicht umhin dich zu bewundern, wie du dich von einem Biker erhaben per rektum ficken und die Spermien des anderen in weitem Bogen salivierend auf seiner Ledernen landen lässt. Nun das bist du. Ich werde am Altar trauern, wenn wir ns trauen einander zu trauen. Weihrauch wird über der Asche unserer Brautnacht mit Chanel No.5 ½ flirten.
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zuletzt bearbeitet 25.07.2011 11:34 | nach oben

#2

RE: Una insomnium aestatis die

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 24.07.2011 12:51
von mcberry • Administrator | 2.861 Beiträge | 2671 Punkte

Hallo Goldart, den Stil kenne ich doch.

Was soll denn ausser der Übelkeit des angeekelten Lesers hier die Message sein?
Den Text beabsichtige ich in das eigens für dich angelegten Hardcore Eckchen zu verschieben, und das liegt im internen Archiv.

Als Ralfchen gesperrt, scheinst du zügig in deine alten Gewohnheiten zurückfallen. Deine Prognose halte ich für absolut ungünstig. Aber WP entscheidet.

Merk dir das: Keine Pornographie hier im Forum und kein Anmachen von Usern. Entnervte Grüße - mcberry


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#3

RE: Una insomnium aestatis die

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 24.07.2011 21:45
von goldart (gelöscht)
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hallo - weiser mäcci!

ich lese bahnhof und fühle mich angenehm stationiert. wie kann übelkeit eine message sein? wenn dann nur das lesen des textes eine solche induzieren. nun wer ralfchen ist, ist seine und eure sache. ich bin die goldene kunst des schreibens. zum unterscheid vom erwähnten user, sehe ich keinen grund jemand anzumachen. ich lese die texte anderer menschen und mach sie mit meiner meinung zu "an"deren

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#4

RE: Una insomnium aestatis die

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 25.07.2011 09:06
von Salome | 140 Beiträge | 140 Punkte


hallo goldart oder ralfelinchen oder ralfchen,
es reicht wohl nicht einen titel in grottenschlechtes latein zu übertragen, um spuren zu verwischen. goole hat auf anhieb gleich drei foren ausgespuckt unter denen du deinen "sommertagstraum" gepostet hast. so viel zu deiner goldenen kunst und zu deiner unwissenheit bezüglich ralfchen. möglicherweise hast du dich da auf dem bahnhof schon auf einem abstellgleis sationiert?

dem text kann ich da und dort schon etwas abgewinnen, z.b. finde ich den eingangssatz richtig gut, insgesamt scheint er mir zu sehr darauf ausgerichtet, mögliche leser mit penetrantem gestank auf angemessener distanz zu halten und gleichermaßen anzulocken, so als bräuchte es zeugen der seelenkotze... wenns erleichtert!

der unterschied zu zahlosen texten von teenies aus den 70er des vorigen jahrhunderts, scheint der zu sein, dass du doch eigentlich schreiben kannst. vielleicht wäre, um ernst genommen zu werden, weniger doch mehr, was meinst du?
liebe grüße, salome

ps "de insomnio die aestatis", wenn schon latein. aber wieso eigentlich?


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#5

RE: Una insomnium aestatis die

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 25.07.2011 11:23
von goldart (gelöscht)
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danke werte salome -

das grammatisch falsche lateinische sollte die leser auf ihre lateinkenntnisse hin durchgucken. du hast das entdeckt, womit du den ersten preis gewonnen hast.

der text war nur die überarbeitung und neuverfassung eines textes von einem anderen autoren in einem anderen forum. ich selbst würde derartigen schmutz und schund nicht verfassen. ich schreibe ansonsten nur blümchen- und liebesgedichte, wie:

Sommerblick

Durch zarte Blätter haucht das Licht,
das Grün in tausend Töne bricht.
Glasklares Nass küsst Kiesel, Sand,
vom Staudamm donnert Menschenhand.
Berauschend Atmosphären Duft,
vom Himmels-Dom der Falke ruft.

Das zahllos rote Blüten-Meer,
malt Punkte an der Halme Heer.
Bald werden sie der Sense fallen,
dem Dichter in der Seele hallen.
Nun wird uns Abendnebel scheiden,
und Nacht ins dunkle Bunt verkleiden.


ps.: wer ist GOOLE?

zuletzt bearbeitet 25.07.2011 11:28 | nach oben


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