hi ihr lieben,
leider ist mein adventskalender übervoll mit terminen; habt dank für eure reflexionen; das gedicht entstand, impressionierte sich so, nach einer begegnung mit einer zeitgenossin, die wieder boden unter ihre füße bekommen wollte; die bilder sind erfunden, aber die gefühle, die sie nonverbal, verbal mitteilen konnte, übertrugen sich in diese lyrgeschichte.
liebe marlene
skintektonik ... körperbemalung, ein bewegen der skinbilder; hier auch als abhängigkeit für das beschaffen teurer skinmotive, für das bewegen können nur in diesem umfeld ... die bordsteinschwalbe symbolisiert das erleben, die lebensweise einer prostituierten, die zunächst scheinbar nicht anders kann, als alles andre aufzugeben. die tektonik (das lebens- und schicksalgefüge) ist tragisch, weil sie auf kosten von gesundheit und lebensqualität, dennoch aufrecht gehalten wird ...
p.s.: ja, die protagonistin ist eine frau, aber es kann auch durchaus ein mann sein.
hi mcberry
dank für dein menschliches annähern, dein empathisches ist sehr nahe an meinem intendierten gesamtbild.
hi phlox
auch du bist nah dran mit deinen bildern!
verzeiht bitte das späte und zu kurze, aber wie immer ist stittmattersches zeitchen zu bestimmend, zu schnell ;)!
p.s. 2: es ist eine verfluchte einsamkeit, eine schicksalsergebene, die nur momente der selbstaufmerksamkeit zulässt. es ist eine verlassenheit, die eigentlich unbeschreibbar und für nichtbetroffene sehr schwer zugänglich ist. daher wählte ich, dieses letzte bild, das anlehnungsbedürfnis ist wahrhaft übergroß, aber selbst das gotteshaus ist verlassen, gibt der frau aber immerhin noch diese kleine stück anlehnung an alte sehnsüchte, die schon längst, in ihrem bewegten leben, verloren gegangen sind und nur noch punktuell, als momentbilder, auftauchen und doch immer gnadenloser signalisieren: du bist draußen ....