#1

Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 05:14
von Knochenkarl (gelöscht)
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Ich ging
gegen starken Wind,
und beim Beben des Pappellaubs,
beim Flügelschlag einer Taube
hörte ich der Stunde Ängste.

An jenem Tag,
vor der Wand des stürzenden Hauses,
was dachte die junge Rose,
die alle vergaßen,
von mir?

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#2

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 13:20
von salz (gelöscht)
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Hallo Knochenkarl,

das ist wohl ein romantisch selbstbezogener Text. So mit bebendem Laub, Taubenflügeln, Ängsten und Rosenblättern. Die Holde, mit nicht mehr als meiner alleinigen Aufmerksamkeit bedacht, was mag sie wohl denken ... über mich. Falls sie lange genug Bestand hatte zum Denken zu kommen. Unter der einstürzenden Wand vergessen - da steht ja nicht, daß sie gerettet wurde - könnte sie schon platt sein. Rosen sind nicht so meins. Salzige Grüße ...

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#3

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 14:55
von Kokoschanell (gelöscht)
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hi karl,

stoff für eine elegie, lyrische bilder, schöne worte...
gefällt mir.
allerdings weiß ich nicht, worauf sich der titel bezieht? elegie als begriff für drama, katastrophe oder elegie als form, als genre.
letzteres würde metrisch nicht passen.
wie auch immer gerne gelesen von koko

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#4

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 20:36
von Knochenkarl (gelöscht)
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Liebe Kokoschanell,

danke fürs Feedback. Eine Elegie muss nicht gereimt sein, sie kann jede Form nutzen. Der Begriff bezieht sich ja auf den Inhalt. Wie meinst du das "würde metrisch nicht passen"?

Lieben Gruß
Knochenkarl

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#5

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 15.08.2012 20:41
von Kokoschanell (gelöscht)
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eine elegie muss nicht reimen, das ist richtig. aber sie hat eine bestimmte formale metrische form, die eingehalten werden muss. sie muss aus mindestens zwei distichen bestehen.
aber vielleicht soll es ja keine elegie ein, sondern nur der begriff, wie ich oben schon schrieb.
grüße von koko

zuletzt bearbeitet 15.08.2012 20:43 | nach oben

#6

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 16.08.2012 06:21
von Knochenkarl (gelöscht)
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Liebe Kokoschanell,

meine Elegie ist weder eine griechische Elegie noch eine römische Liebeselegie, noch muss sie zwangsläufig in Distichen verfasst sein. Kann, muss aber nicht sein. Die moderne Lyrik ist dazu übergegangen, in der Elegie vor allem ein Klage- oder auch Trauergedicht zu sehen, und solch ein Klagegedicht ist mein Gedicht, zumindest inhaltlich. Darüber kann man geteilter Ansicht sein, aber die Elegie von vornherein zu verwerfen, weil sie die klassische Form nicht benutzt? Ich könnte unzählige Namen von Lyrikern aufzählen, die sich nicht an die klassische Form gehalten haben, aber ob dich das überzeugen würde?

Ich gebe dir mal ein Beispiel einer modernen Elegie:



Autor: Günter Kunert

Ich werde mal in der nächsten Zeit eine klassische Elegie versuchen.

Lieben Gruß
Knochenkarl


Anmerkung: Der zeitgenössische Autor wurde 1929 geboren. Gedichte müssen siebzig Jahre alt sein vor ihrer freien Verwendung. Es sei denn, du hast seine Erlaubnis. Administrative Grüße - mcberry

zuletzt bearbeitet 16.08.2012 12:17 | nach oben

#7

RE: Elegie

in Philosophisches und Grübeleien 16.08.2012 11:40
von Kokoschanell (gelöscht)
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hi karl,
es war nur eine anmerkung meinerseits. es ist und bleibt dein gedicht. und wenn du es in ordnung findest, soll es in ordnung sein.
grüße von koko

zuletzt bearbeitet 16.08.2012 11:40 | nach oben


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