#1

Knast

in Liebe und Leidenschaft 23.08.2012 21:42
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte

Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

zuletzt bearbeitet 24.11.2018 16:52 | nach oben

#2

RE: Knast

in Liebe und Leidenschaft 24.08.2012 17:20
von stray (gelöscht)
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klingt eintönig gemini

und fast nimmt man dir die erfahrung ab. die isolierung eines vergitterten lebenstils verschafft dem ld vorteile; es scheint sich aufzublähen. fantasie kennt keine verschlossenen türen und setzt mit dem aufwachen ein.
der text lässt die möglichkeit eines erstochenen ld offen. das messer wäre zu lang gewesen um zurückgegeben zu werden bzw. etwas ungeschehen machen zu können.
bin unsicher, ob ich den text toll finde, aber die prägnanz der inszenierung hat ganz sicher etwas. man liest sich stray

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#3

RE: Knast

in Liebe und Leidenschaft 24.09.2012 18:01
von ilmenau (gelöscht)
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Wenn ich das Geschehen in deinem Text als ein Solo überlege, frage ich mich, ob die von stray (und mir) bewunderte Prägnanz der Inszenierung noch prägnanter wäre, wenn Du Z3 und B1 von Z4 weg lässt ...
Was mich dabei beeindruckt: wie du die unberührbare scheinhilfreiche Sachlogik der Administration eingefangen hast.

Wenn es als Ganzes eine Metapher für eine Begegnung sein sollte, immerhin steht es in Liebe und Leidenschaft, spricht es mich als lyrischen Raumöffner sehr an. Bin gespannt, ob sich mir beim Nachspüren noch ein dritter öffnet ...

gruß, ilmenau

zuletzt bearbeitet 24.09.2012 18:13 | nach oben

#4

RE: Knast

in Liebe und Leidenschaft 27.09.2012 05:17
von Gemini • Long Dong Silver | 3.094 Beiträge | 3130 Punkte

Hier beschreibe ich den Verlust anhand von Gegenüberstellungen. Wasser = Liebe und Verlust.
Die Metaphorik wird hier verzerrt mit der Angabe des Geschehens.
Also wird hier eine "Prosa" zu einem Gedicht umfunktioniert.
Die Verkehrung der Metaphorik zeigt sich in : Ihr Messer, zu lang
Hier verdrehe ich die Sinnebene.
Die Liebe, zu groß.
Also eigentlich umgekehrte Metaphorik und eine verschrägung einer Prosa.

Gem

Ach ja, Gitter; Klo
Beschreibt natürlch auch den Verlust des Freiraums. Sowie das Wasser nirgendwo ist.


Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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