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#1

Der Traum vom Geld

in Philosophisches und Grübeleien 13.01.2014 09:15
von Elektra | 250 Beiträge | 250 Punkte

Die Post von heute, brrh! es ist zum Brechen:
Ihr Konto tief im Minus, schreibt die Bank.
Die halten nur die Hand auf: Bitte blechen!
Das macht auf Dauer doch den Menschen krank.

Das liebe Geld. Mehr musst du ja nicht sagen.
Ganz sonnenklar, wohin du blickst, es fehlt.
Mit Rührung sprichst du gern von jenen Tagen,
als du die Scheine bloß so hingezählt.

Ach ja, du müsstest mal ganz groß gewinnen.
Ein paar Millionen, dass es länger reicht.
Doch leider, es bleibt immer nur beim Spinnen,
schon jahrelang bist du darauf geeicht.

Verflixt, so kann es doch nicht weitergehen!
(Das mit dem Gashahn lässt du lieber sein).
Und du bedenkst, das kann ja jeder sehen:
Du bleibst auf ewig bloß das arme Schwein.


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#2

RE: Der Traum vom Geld

in Philosophisches und Grübeleien 14.01.2014 11:39
von yaya | 618 Beiträge | 620 Punkte

Guten Morgen Elektra,

deine Zeilen klingen sehr emotional. Der Augenblick des Abscheus vor Forderungen, denen ein blank
gefegtes LI nicht mehr sinnvoll begegnen kann und deshalb schimpft, ist mit Heftigkeit festgehalten.

In der Form stört mich ein Beispiel gemischter Metaphorik wie "Spinnen" in S3, auf welches unser LI
wohl reimgeschuldet "geeicht" sein soll.

Mit fehlen ein paar Bezüge im Text. Ereignisse müssen vorausgegangen sein, die jetzt zum Konflikt
zwischen Bank und LI führt. Pleiten spielen sich in einem gesellschaftlichen Zusammenhang ab.
Doch da sich jeder Leser einfühlen kann, werden auch diese Verse ihre Liebhaber finden. Grunzend grüßt Yaya

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#3

RE: Der Traum vom Geld

in Philosophisches und Grübeleien 15.01.2014 08:07
von Elektra | 250 Beiträge | 250 Punkte

Hallo yaya,

ich bedanke mich herzlich für deinen Kommentar. Nein, "spinnen" ist keine Metaphorik, sondern ein umgangssprachlicher Begriff für "sich Illusionen machen". Und wenn man auf etwas "geeicht" ist, dann ist gemeint: Das war schon immer so, man kennt es nicht anders, man ist darauf abonniert.

Ich denke nicht, dass in einem Gedicht eine Vorgeschichte erzählt werden muss, das bleibt im allgemeinen der Prosa vorbehalten, das gleitet ins Moralisieren ab. Man kann es natürlich machen, muss es aber nicht, vor allem nicht bei diesem Kontext, der ja das Soziale zum Thema hat. Dessenungeachtet will ich deine Ansicht nicht ändern.

Schönen Gruß, Elektra


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zuletzt bearbeitet 15.01.2014 08:09 | nach oben


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