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#1

Utopien

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 10.11.2015 15:28
von otto | 610 Beiträge | 610 Punkte

Türkise Tränen Himmelüberflüsse
Begleiten zu den Auenfeen

Als Haifischzahn gefädelt
Deiner Schönen

Der Pfefferminz
Aus gartenfrischem Kraut

Das Preisgedicht
Am knisternden Kamin

Der makellose Schnee aus Glas
In alter Nacht
Beredtes Schweigen

Zwischen den Rosenküssen
Die Lippenufer
Schmuck der Federn
Silberreiher

Die Zeit geht dir bald aus

Odysseus
Zeug seiner treuen Frau
Ein Kind
Das sich verspielt mit den Delphinen
Und keinen Weisen
Der ihm Lieder singt

Der Bernstein
Ohne zarte Spinne

Und Lachen
Ohne Witz
Nur nicht zum Scherz

Der Wind
Der sich vor Blättern
So närrisch wendet

Musik Musik
Selbst in den Tagesträumen
Ein nie geschriebner Liebesbrief
Hinter dem Berg

Du möchtest möchtest
Manchmal ewig sein
Und Gott befragen
Nach der Hölle

An deinerstatt
Ein andrer sein
Oblate zwischen
Warmen Schenkeln
Süßer Geisha

Dieses Gefühl
Zwischen dem Denken
Sein oder Nichtsein
Hamletfrage

Nicht wünschen
Nur der Frieden sein

Du wünschtest Dir
- Schwamm drüber-
Mit denen sein
Nur anzukommen
Bei dir anzukommen
In deutscher Bundeslade
Schokolade
Wo Einigkeit das Recht
Der Freiheit winken
Europaländer
Gleich der Torte
In mundgerechten Stücken warten

So wünscht du dir

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#2

RE: Utopien

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.11.2015 02:13
von Joame Plebis | 3.371 Beiträge | 3363 Punkte

Ob alle dieses auffordernde Schreiben erhalten haben, das kurz lautet: ich wünsche mir eine Textanalyse, ist mir unbekannt.

Zu diesem Zweck müsste ich mich etwas einstimmen, was nicht leicht ist, da nach dem in unserem Lande geltenden Gesetz, alleine schon der Besitz von 'Gras' unter Strafandrohung steht.
Wie könnte ich konsumieren, ohne etwas vorher zu besitzen? Somit ist mir die Möglichkeit genommen,
einen idealen Einstieg in die Sphäre zu schaffen, in der, wie ich annehme, der Schreiber befand.

Dennoch erscheint es mir nicht gänzlich unmöglich, wird doch Autoren ein besonderes Feingefühl zugeschrieben,
einer jener Sinne, etwas zu erfassen, vielmehr zu erahnen, was sogar dem Schreiber bei seiner Niederschrift
nur eine vage Empfindung war, die er auszudrücken versuchte.
Je nach Ausprägung des eventuellen vorhandenen Sinnes, ist der Kern im Pudel rasch zu erkennen.
Des einen Gedankenarbeit, des anderen mehr oder weniger große Dankbarkeit, wenn ihm der
Schlüssel überreicht wird, mit dem er das Tor öffnet, in dem sich im See der Fülle sein Werk widerspiegelt.

Gruß
Joame

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#3

RE: Utopien

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.11.2015 14:29
von mcberry • Administrator | 2.519 Beiträge | 2470 Punkte

Ach so, dann sicher doch ...

nachdem Joame es mal richtig erklärt hat, finde ich das alles natürlich auch und schließe mich in beschwingten
Erinnerungen versunken leicht desintegriert an. "Lucy in the Sky with Diamonds" war ein super Song auf dem
besten Beatles Album (1967 Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band), nicht wahr?
Bewahren wir uns ein jugendliches Herz! Unverzichtbar zum Himmel stürmen. Psychedelische Grüße von mcberry


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#4

RE: Utopien

in Märchen, Fabeln, Sci-Fi und Fantastisches 12.11.2015 18:23
von otto | 610 Beiträge | 610 Punkte

Joame, Mc!

Ein Leser meiner Texte sagte mir einmal:
" Hast Du gekifft, bevor Du geschrieben hast?"
Beim Text ging es um die Beschreibung einer Unterwasserwelt in der Karibik.
Ich wußte den Leser zu enttäuschen:

Ich rauche gerne und viel von den roten Gauloises, und davon- leider- nicht zu kapp. Auch trinke ich gerne Rotwein. Beides aber vermeide ich während des Schreibens. Gekifft habe ich nie, auch nicht andere Drogen konsumiert. Ich kann mir also kein Urteil über die Wirkung dieser oder jener Drogen bilden, es sei den aus Büchern und Reflektionen von Drogenkonsumenten. Vielleicht befremdet meine "uferlose" Phantasie, die ich wahrscheinlichgenetisch von meiner Mutter mitbekam.

Der Text ist eine Reflektion auf eine Reihe wahrlich utopischer, romatisierender, verschütteter Wünsche. Ich selbst vermute, daß ich stark in Bildern fühle, die farbig ausfallen, weil ich auch male und fotografiere.

Thematisch handelt es sich um einen Themenkreis, der - zugegeben- komplex ist: Ich war vielseitig, dies noch immer, ineressiert gewesen/interessiert.

Am Ende des Textes nehme ich einen Bezug auf aktellen Zeitgeist, auch im Rahmen persönlicher Betroffenheit.
Ich habe zehn Jahre lang in der Drogenberatung im Bezirk Berlin/ Kreuzberg- Friedrichshain gearbeit. Natürlich habe ich einen Standpunkt zur Drogenproblematik, den ich an dieser Stelle nicht ausführen möchte.

Danke für eure Kommentare,
mit nüchternem Gruß an eure Gewogenheit meine Texte zu verlesen,
otto

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