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#1

Trommelstimmung

in Philosophisches und Grübeleien 01.08.2006 15:01
von kein Name angegeben • ( Gast )
Die Hörner rufen zum blutigen Streit -
Soldaten, gehüllt in ihr Schweigen.
Für Heitmat sind sie zu sterben bereit,
doch sie wollen leben und siegen.


So stehen sie da wie Steine im Feld
und wagen es kaum sich zu rühren.
So manch einer denkt, er sei weder Held
noch sei er zum kämpfen geboren.


Die Angst geht herum um´s eigene Leben,
es fragt sich ein jeder "Werd ich heute fallen?"
Der stürmische Himmel beginnt zu erbeben,
weil hunderte Trommeln erschallen.


Ein jeder schlägt jetzt Schild gegen Speer,
um Furcht vor dem Tod zu verbannen.
Im Gleichtakt schlagen die Herzen im Heer -
von Hoffnung erfüllt nun die Mannen.


Die Trommeln, sie bleiben nicht ohne Wirkung.
Es schwindet, die Angst - wie Schatten im Licht.
Das Heer wirkt vergrößert, auch ohne Verstärkung
und manch einem, kommt die Heimat in Sicht.

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#2

Trommelstimmung

in Philosophisches und Grübeleien 01.08.2006 21:34
von DOCC (gelöscht)
avatar
Hi Dolphin,
das Szenario, obwohl wir ja gerade wieder genug Kriegsschauplätze haben, erinnert mich eher so an Brave Heart. Und wenn ich das vor Augen habe, ist die subtile Stimmung, bevor losgeschlagen wird, ziemlich gut eingefangen. Ich weiß jetzt nicht, ob Du mehr als ein Stimmungsbild abliefern wolltest - müsste ja auch nicht sein...jedenfalls sehe ich die Truppe da sehr plastisch vor mir stehen in Erwartung, dass der Trommelschlagrhythmus sich ändert und zum Losschlagen auffordert.
Formal hätte ich zunächst Deine Zeichensetzung an einigen Stellen in Frage zu stellen. Ich sehe es so:

Die Hörner rufen zum blutigen Streit -
Soldaten, gehüllt in ihr Schweigen.
Für Heitmat sind sie zu sterben bereit,
doch sie wollen leben und siegen.


So stehen sie da wie Steine im Feld
und wagen es kaum sich zu rühren.
So manch einer denkt, er sei weder Held
noch sei er zum kämpfen geboren.


Die Angst geht herum um´s eigene Leben,
es fragt sich ein jeder "Werd ich heute fallen?"
Der stürmische Himmel beginnt zu erbeben,
weil hunderte Trommeln erschallen.


Ein jeder schlägt jetzt Schild gegen Speer,
um Furcht vor dem Tod zu verbannen.
Im Gleichtakt schlagen die Herzen im Heer -
von Hoffnung erfüllt nun die Mannen.

Dann gibts für mich paar Ungereimtheiten:
Str1: die Soldaten sind zum Sterben bereit, doch sie wollen leben ? Ich denke, dass jeder, der sich an die Front stellt, auch ein bissel Lebensverachtung in sich hat...
Str2: ich meine auch, jeder, der kämpft, ist zumindest in sich ein Held. Das muss mit der Aussenwahrnehmung nichts zu tun haben...

Zur Metrik werden sich andere melden - ich empfinde es bissel holprig bei Lesen...

In Summe zumindest für mich ein packendes Teil, das Du hier vorgelegt hast.

Liebe Grüße von
DOCC


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#3

Trommelstimmung

in Philosophisches und Grübeleien 04.08.2006 17:06
von kein Name angegeben • ( Gast )
hi DOCC,

Vielen Dank für die Rechtschreibkontrolle. Wie du bereits richtig fest gestellt hast, handelt es sich um ein Stimmungsbild während einer Mittelalterlichen Schlacht - ich weiß nicht, ob ich es zu schwach beschrieben habe, doch die Stimmung ändert sich, sobald die Trommeln einschalten und die Schilde gegen die Speere geschlagen werden - Da vergeht die Angst und die Unsicherheit "und hoffnung erfüllt nun die Mannen". (ich denke im augeblick darüber nach, noch eine Strophe hinzuzufügen)

Zu den Ungereimtheiten:

Str1: Joa, hast recht. Ich wollte mit der Strophe das Gefühl darstellen, das man sich eines möglichen todes bewusst ist, jedoch nicht bereit ist sich dieses Gefühl einzugestehen oder es zu akzeptieren.

Str2: ... Ich weiß nicht, früher wurden die meisten Soldaten aus irgendwelchen Dörfern eingezogen - die wenigsten waren wirkliche Krieger. (Daran hat sich bis heute nichts geändert) Die Strophe soll eigentlich nur darstellen, das die Soldaten angst hatten.

Naja, ich hoffe ich konnte die Ungereimtheiten klähren, oder dir zumindestens, einen erklährungsversuch abliefern.

Vielen dank fürs Kommmentar
- Dolphin

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#4

Trommelstimmung

in Philosophisches und Grübeleien 05.08.2006 15:50
von kein Name angegeben • ( Gast )
Die Trommeln, sie bleiben nicht ohne Wirkung.
Es schwindet, die Angst - wie Schatten im Licht.
Das Heer wirkt vergrößert, auch ohne Verstärkung
und manch einem, kommt die Heimat in Sicht.

Das ist die neue Strophe die ich hinzugefügt habe, ich hoffe das man den Stimmungswechsel jetzt besser nachvollziehen kann

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