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#1

Imkativ

in Düsteres und Trübsinniges 15.06.2006 14:39
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Imkativ

Lern den Imkativ
Sage ich mir

immer

Ich bin der vokativ
Der seinem Imperativ
Die Stirn nicht bieten kann

Bis er ihn nur noch schreit
Den Imperativ
Und ich ihn nur noch winsle
Den vokativ

Bis er endlich
zuschlägt

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#2

Imkativ

in Düsteres und Trübsinniges 04.10.2006 17:38
von pringles (gelöscht)
avatar
hallo seweil
ich find das faszinierend und ich wollte dazu unbedingt etwas sagen, hat spaß gemacht zu lesen und einfach mal den gedanken freien lauf zu lassen...danke dafür

Imkativ

Lern den Imkativ
Sage ich mir

immer

Ich bin der vokativ
Der seinem Imperativ
Die Stirn nicht bieten kann

Bis er ihn nur noch schreit
Den Imperativ
Und ich ihn nur noch winsle
Den vokativ

Bis er endlich
zuschlägt


Ich kenne die begriffe imkativ, vokativ und imperativ nicht (letzteres sagt mir was, dennoch kann ich es nicht sachverständig zuordnen), aber ich ordne sie einfach mal instinktiv den menschlichen charakter eigenschaften zu, für mich klingt es aus der erzählung heraus so, als würde der imkativ ein bindeglied darstellen zwischen imperativ und vokativ, der vokativ stellt das eigentliche „ich“ dar.
Imperativ scheint mir etwas unkontrolliert zu sein, er ist das erstrebte ziel, das höhere „ich“
Das vokativ klingt wie ein devotes und zurückgehaltenes „ich“ es tritt in den hintergrund durch das penetrante imperativ, er ist eine rolle in die das „ich“ gerne hinein verfällt und sich selbst dadurch zurück nimmt
Im großen und ganzen klingt es für mich wie ein innerer kampf mit sich selbst, mit sich und seinen inneren stimmen, die stimme des gewissens, die stimme der entscheidungen und die stimme der selbstkontrolle, ganz oben schwingt die nicht genannte stimme der vernunft, sie lenkt das komplette geschehen und vereint die anderen stimmen zu einer gewissenhaften aktion, oder auch einer ungewissenhaften, sie ist nämlich unberechenbar

Wer könnte hier zuschlagen? Der nominativ? Das gegenständliche und fassbare „ich“? sprich, das ich welches in wirklichkeit hinter den eigenschaften steht?
Er kontrolliert das geschehen und dominiert die anderen eigenschaften, er fasst sie jedoch derart zusammen das keine der genannten eigenschaften zu kurz gerät und sich zu einem wirklichen „ich“ manifestieren
Zumindest hab ich’s so verstanden und es klang für mich schlüssig
Ein schönes werk, hat mich sehr nachdenklich gestimmt, danke fürs lesen lassen, ist dir gut gelungen

Zur form kann ich soweit nicht viel sagen, außer das es eine freie form ist

Ich hoffe nur das ich nicht zu sehr daneben lag, ich tendiere zu überinterpretationen
Aber in diesem falle klang für mich alles im bezug auf charakters stärken und schwächen sehr schlüssig

Glg und gerne gelesen
pringles

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#3

Imkativ

in Düsteres und Trübsinniges 05.10.2006 10:14
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Sorry sEweil,
aber damit kann ich nichts, aber auch rein gar nichts anfangen. Eine nette Idee grammatische Begriffe zu benutzen, aber doch bitte keine Wortschöpfungen. Klär mich bitte auf, wenn der Imkativ mir einfach in meinem kurzen Leben noch nicht begegnet ist, aber bitte: Was willst du damit sagen? Die anderen beiden sind klar (Für Pringles: Vokativ: Anredeform, Imperativ: Befehlsform), aber damit stellst du trotzdem nichts wirklich dar. Dein lyr. Ich kann sich gegen seine eigenen Befehle nicht wehren, dass heißt nicht er selbst, sondern seine eigene Anredeform? Hä? So etwas Unlogisches ist mir noch nicht untergekommen. Meinetwegen der Konjunktiv, der sagt noch etwas aus, aber das hier? Sorry, dass ist Bullshit.
Ach zurück zum Imkativ. Der sagt nun dem Unwissenden überhaupt nichts. Ich frage mich, wie Pringles deine Zeilen faszinierend finden konnte, obwohl sie noch nicht einmal die Muße hatte, die Fremdwörter nachzuschlagen. Aber Hauptsache man kann loben, auch wenn man nicht mal die Hälfte versteht.
Wahrscheinlich hat sie instinktiv deine Intention begriffen und damit analysiert, da wir uns aber Sprachkünstler schimpfen, sollte man wenigstens die Worte auch in ihrer ursprünglichen Bedeutung verstehen, bevor man daran heruminterpretiert.
Ich warte auf Erklärung, aber auch formal und gerade, ich habs erklärt, sprachlich null überzeugend.
Gruß Richard

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#4

Imkativ

in Düsteres und Trübsinniges 05.10.2006 16:32
von pringles (gelöscht)
avatar
manchmal darf man worte auch einfach auf sich wirken lassen, ohne zu wissen welche hintergründe sie haben

oh schau mal, auch ein aspekt der kritiker und dichter

fantasie

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#5

Imkativ

in Düsteres und Trübsinniges 11.10.2006 10:32
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Hallo ihr Zwei

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren.
Mal nacheinander:

@Pringles

Schön, wenn es dir rein gefühlsmäßig zusagt.
Deine Interpretation ist teilweise an meine Intention angelehnt, wobei die offene Frage: Wer schlägt zu, hier, m.E. nicht geklärt wird.
Vielen Dank für die Sichtgabe.

Diese beiden, Imperativ und Vokativ, sind grammatikalische Begriffe. Der Imperativ ist die Befehlsform - der Vokativ, nur im Lateinischen mehr heimisch, ist die Anredeform . Also wenn ich sagen würde: Pringles! (Mein King hat das aber auch schon ausführlich geschildert.)

Es ist also eine Spielerei gewesen und der Imkativ soll die Verbindung aus beiden sein. Im-kativ. Von der Überlegung her eine Anrede, mit befehlendem Unterton.

@Ricarda

Eine Spielerei, in der du wohl keinen Gefallen gefunden hast.
Ich versuchs mal zu erklären.

Der Imkativ, wie oben genannt, als Verbindung dieser beiden Wörter, soll für mehr Ausdrucksstärke stehen, im Umgang mit dem Lyrischen Du.
Im Gespräch/Streit, sind die Rollen klar verteilt. Das Lyr. Du schreit den Imperativ - befiehlt, sitzt oben - das Lyr. Ich nennt nur den Namen des Lyr. Dus, bis es ihn nur noch winselt.
Dabei sagt sich das Lyr. Ich am Anfang selbst, es sollte den Imkativ lernen - also ihn beim Namen zu nennen, mit Selbstbewusstsein, auch befehlend und sich somit gleich zu stellen.
Das "Immer" steht alleine, weil ich gedanklich meinte, dass es somit zur 1.Strophe einen Bezug, aber auch zur darauffolgenden einen herstellen könnte.
Immer sollte es lernen.
Immer geschieht dies, was folgt.

Die Konsequenz des Nicht-Lernens und des Nicht-Behauptens wird in der letzten Strophe klar und gibt ihm auch etwas Duldendes.

Soweit, meine Lieben, danke fürs Auseinandersetzen.

Lg Thomas

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