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#1

W-Alliteration

in Minimallyrik 19.05.2006 18:42
von kein Name angegeben • ( Gast )
Winzige Wassertropfen,
werden wundervolle Wolkenmeere,
wo wir Wunschhoffnungen
wiederfinden.

Wellenwälder
wandern wachsam weiter,
weil Winterwinde warnend wehen-
Welt wird weinendes Wasserreich

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#2

W-Alliteration

in Minimallyrik 20.05.2006 01:49
von Maya (gelöscht)
avatar
Hi Beiss mich (bloß nicht!),

insgesamt wirkt es zu konstruiert, irgendwie geht mir auch der Sinn in der zweiten Strophe verloren und die ganzen "w"s wirken nicht so wirklich auf mich . Was meinst Du mit "warnend" und "wachsam"?
Während in Strophe 1 noch zwischen Natur und Mensch unterschieden wird, nehmen in Strophe 2 die Wellenwälder personifizierte Züge an. Warum?

Insgesamt nicht so mein Fall (aber das muss ja nix heißen)...

LG, yam

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#3

W-Alliteration

in Minimallyrik 22.05.2006 21:00
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.955 Beiträge | 1940 Punkte
Hallöchen Beiss mich,

mir geht es ähnlich wie yamaha:
In der 1. Strophe wird die Bedeutung der Hoffnung mit einer hübschen Metapher verkörpert.
Die erste Strophe hat also einen sehr romantischen, positiven Anhauch,
Doch in der zweiten Strophe wird eine negative Folgeentwicklung nicht verschwiegen, denn den Wunschhoffnungen folgen Zweifel (warnende Winterwinde.)
Die "Wolkenmeere", die aus den Wassertropfen entstanden sind wandern also weiter, wiel sie von den Winterwinden (Zweifeln) gewarnt wurden.
Die Wellen der Hoffnung ziehen also weiter und lassen den, der die Wunschhoffnungen wiederfand zurück. Anders gesagt: Auf Hoffnung folgen Zweifel oder Verzweiflung, ein Auf und Ab, wie das der Wellen.

Ich hoffe das stimmt einigermaßen, wir würden uns freuen wenn du uns noch etwas aufklärtest.

(Warum eigentlich Wunschhoffnungen? Warum nicht einfach Wünsche?)

Mir hat das Gedicht gefallen, Sprachspiele sind nie unnötig und deshalb muss ich mein Gefallen bekunden

Grüßle

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#4

W-Alliteration

in Minimallyrik 22.05.2006 22:56
von Don Carvalho • Mitglied | 1.880 Beiträge | 1880 Punkte
Hi Beiss Mich,

auch insbesondere der Titel legt vorrangig eine Fingerübung nahe, wogegen jedoch auch gar nichts einzuwenden ist.

Natürlich wirken derlei Werke schnell etwas konstruiert, der erste Abschnitt ist Dir aber gut gelungen. Der Inhalt wurde nicht zugunsten von Wortspielereien zurückgedrängt und sprachlich ist es ansprechend. Einzig die "Wunschhoffnungen" sagen mir nicht so zu, hätten es da - ich gebe Willi Recht - nicht auch nur "Wünsche" getan?

Den 2. Abschnitt finde ich dann schwächer, wenn auch nicht schwach . Während ich den warnend wehenden Winterwinden noch etwas abgewinnen kann, geht es mir bezüglich der "Wachsamkeit", mit der die Wellenwälder weiterwandern wie Yamaha. Hm...

Trotzdem insgesamt ganz gut gelungen, auch wenn es mir nicht gelingt - sorry - mehr als eben besagte Fingerübung darin zu sehen.

Grüße,

Don

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#5

W-Alliteration

in Minimallyrik 23.05.2006 18:11
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hallo ihr drei.

Also in der 1. Strophe will ich mich dem Konstruierten nicht anschliessen, ich denke sogar für eine Alliteration klingt es sehr ''unkonstruiert''

Zitat:

Während in Strophe 1 noch zwischen Natur und Mensch unterschieden wird, nehmen in Strophe 2 die Wellenwälder personifizierte Züge an. Warum?

Einen besonderen Grund hat das eigentlich nicht, so ergibt es einfach den ''Sinn'' des gedichtes. Welcher Wilhelm ziemlich gut getroffen hat.

Die ''Wunschhoffnung'' weil es wirklich nicht nur Wünsche sein sollten, sondern auch Hoffnungen. Und ich denke ihr stimmt mir zu, dass es nicht das selbe ist.

Ein beispiel wäre:

Kleine Dinge, werden manchmal zu grossen Wünschen, als beispiel eignen sich wohl die vielen Kindheitswünsche (Thema: Beruf. z.bsp.)..damit lässt sich mein gedicht ziemlich gut verbinden.

Dass die 2 Strophe schwächer ist finde ich auch. Dort hatte ich zugegebe auch grosse Mühe passende w-wörter zu finden... Ich denke ich werde noch probieren ein wenig daran zu arbeiten. Schritt für Schritt

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