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#1

Warten

in Düsteres und Trübsinniges 06.05.2006 19:51
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
Ich spüre Einsamkeit in jeder kleinen Zimmerritze
die Wanduhr pocht mit meinem Sehnsuchtsherz synchron
und dicht am Nachttisch liegt noch immer diese Einmalspritze

Die Stille reist berauscht durch meinen Blutkanal
es kribbelt wie der leise Schlaf an meiner Zehenspitze
und meine Augen starr und leise, wirken lebensradikal

Am Fenster zucken leuchtendhell Gedankenblitze
ich spüre dieses leichte Flackern, geisterhaftes Monoton
und warte bis der Schlüssel sich im Schlosse dreht und ritze.

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#2

Warten

in Düsteres und Trübsinniges 06.05.2006 20:18
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hallo Franzi

Warten ist eigentlich ein guter Titel, da wir ja alle schon wieder darauf warten, dass du etwas ablieferst. Von mir kannst du allerdings keine metrische Analyse erwarten, da müßen schon die Metrik-Spezis ran.
Aber soweit ich das beurteilen kann ist da alles in Ordnung.
Ich kann dir aber sagen, dass mich dein Gedicht durch die langen Sätze sehr anspricht und eben dadurch ein schönes angenehmes lesen, was ja auch sehr gut zum Inhalt passt, ermöglicht wird.
Ganz verstehen tu ich das Gedicht aber doch nicht. Ich vermute hinter den Zeilen die Einnahme einer Droge. Hier würden auch die Blitze gut passen, die ja auch bei Heroin entstehen. Aber doch sehe ich keinen Zusammenhang zu dem Ritzen. Ein Drogensüchtiger verletzt sich manchmal wenn er auf Turkey ist selbst.
In der Welle würde das keiner machen, denke ich.
Was hast du damit gemeint meine Liebe?

LG Gem

Ps.: Aber sprachlich gefällt mir das Gedicht sehr gut.

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#3

Warten

in Düsteres und Trübsinniges 06.05.2006 20:37
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
Hallo Gem,

hach das ist Balsam für meine Seele

Ja hier wollte ich die Einnahme einer Droge verdeutlichen, die zwischenwelt eines rausches, um die gedanken an ein besseres leben zu verwischen. das ist auch mit dem warten gemeint, auf ein besseres leben warten, darauf das sich die türe öffnet. das mit dem ritzen war nicht körperlich gemeint, sondern seelisch. das lyr. ich ritzt mit dem drogenkonsum an seinem leben, wie eine klaffende wunde die nicht zuwächst.
aber ich kann verstehn das du es andersrum gedacht hast, das ist mir aber eben auch erst bewusst geworden als du es sagtest.

Jedenfalls wars höchste eisenbahn mal wieder was zu schreiben, es war furchtbar nichts brauchbares zustande zu bringen und diese lustlosen momente wo ich am liebsten wütend geschrieben hätte...

Ich danke dir Gem

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