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#1

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 05.11.2005 16:07
von kein Name angegeben • ( Gast )
Zuvor noch gemütlich gehend, rannte Rosalie nunmehr.
Der immer dunkler werdende Forstwald tat sein übriges um ihre Eile anzuspornen. Während Rosalie hastig davon schritt, konzentrierte sich ihr Geist angestrengt auf die unzähligen Hürden, die sich ihr in den Weg stellten.
Immer schneller, immer weiter, hastete sie über nasses Laub und Gehölz. Wurzeln überspringend und dürren Zweigen der hohen Bäume ausweichend, schlängelte sie sich durch die Tiefen des Waldes.
Plötzlich. Ein Schrei!
Fürchterlich, schier unmenschlich hell ertönte der Laut von Weitem, sodass Rosalie innerlich zusammenzuckte. Sie hatte sich, in der Annahme, verfolgt zu werden, nicht getäuscht.
Etwas war hinter ihr her.
Zwar wusste sie nicht was es war, doch die Angst, welche sich in ihren Geist schlich, schien stärker zu sein, als das Verlangen sich umzudrehen und zu warten, was da auf sie zukommen würde. Auch versuchte sie den Schrei, der schon längst im Wald erstorben, noch immer in ihrem Unterbewusstsein spukte, zu unterdrücken.
Fast den Verstand verlierend, trieb die junge Frau sich zu noch schnelleren Bewegungen an.
Ein zweiter Schrei folgte.
Ähnlich einem viel zu hohen Ton und dem Gurgeln und Röcheln eines Sterbenden, gewichtete sich der Laut auf den nunmehr dünnen Nervensträngen der jungen Frau. Ihrem in dieser Situation noch halbwegs hellen Verstand folgend, wiederstand sie dem abermaligen Verlangen sich doch umzudrehen und nachzusehen. Egal was es war, es machte sie rasend, verunsicherte sie völlig und würde sie umbringen, wenn sie es ansah oder stehen blieb, um es dann genauer zu betrachten. Dem war sie sich sehr sicher.
Also gab es kein Zurück.
Wiederum, wohin sollte sie rennen?
Die Hütte, dachte sich Rosalie noch während sie einen dritten, grauenhafteren Schrei unweit hinter sich vernahm.
Den bekannten sicheren Ort vor ihrem inneren Auge wünschend und mit von Adrenalin rasendem Herzen, setzte sie einen Fuß schneller vor den anderen. Fast wäre sie über eine dicke Wurzel gestolpert, wenn sie diese nicht geistesgegenwärtig genug übersprungen hätte. All ihre Sinne waren angespannt, jedes Rascheln ließ sie aufschrecken, alle möglichen Geräusche verstörten sie zutiefst und es war ihr unmöglich sich im Halbdunkel wirklich orientieren zu können. Angestrengt suchte Rosalie nach dem Kompass in ihrem Kopf. Und obwohl sie schon häufig, wenn auch meist durch Zufall, ihr Ziel gefunden hatte, bezweifelte sie jedoch in diesem Moment abermals solches Glück zu erfahren.
Also rannte Rosalie orientierungslos immer tiefer durch das Dickicht. Nachdem ihre Beine fast automatisch zu laufen begannen, war ihre Phantasie im Begriff, ebenso automatisch, die Tore zu den Abgründen ihrer Vorstellungskraft zu öffnen. Noch nie, in ihrem ganzen leben nicht, hatte die junge Frau so viele Monsterwesen gleichzeitig vor Augen. Sie sah faulende, nach Verwesung stinkende Zombies, die in ihre Richtung griffen und dabei höhnisch lachten. Schleimfiguren, Vampire und andere gruselige Vorstellungen fingen an einen Reigen vor ihr zu tanzen, obwohl sie nicht wirklich anwesend waren. Nichts als Ausgeburten ihrer Furcht, die sich auf die Seite des Verfolgers stellten und versuchten sie am Laufen zu hindern.
Da meldete sich ihre Vernunft in ihr langsam schwindendes Realitätsbewusstsein zurück. Ihr Verstand schüttelte die Abbilder der Hölle hinfort und sie schallt sich eine Närrin noch so spät am Nachmittag, vor allem allein, einen Spaziergang durch den Wald gemacht zu haben. Sogar ihrem Mann, der sonst nie so ängstlich mit ihr umging, hatte diese Idee gar nicht gefallen. Besonders merkwürdig war es ihr erschienen, dass er sich selbst diese Bedenken nicht erklären konnte. Sie jedoch hatte seine Zweifel nun begriffen.
Peter hatte ja so Recht! Dachte sich die junge Frau. Aber was brachte ihr diese Gewissheit noch?
Der Gedanke an ihren Mann schickte ihr allen Überlebensmut zurück. Fortwährend sprach sie zu sich: „Ich schaffe es! Ich schaffe es! ...“
Eine Ewigkeit lang rannte Rosalie mit diesen Gedanke durch den nicht enden wollenden Wald. Ihr war, als drehe sie sich im Kreis, denn irgendwie sah alles um sie herum gleich aus.
Aufgrund der trockenen Kehle, dem aufkommenden Durst und der Erschöpfung, dachte sie zeitweise sogar an ein Aufgeben. Bis sie, fast Ohnmächtig vor Panik, nicht länger in der Lage zu wiederstehen und im selben Augenblick, in dem sie den vierten ohrenbetäubenden Schrei direkt hinter sich vernahm, automatisch den Kopf umschwenkte.
Mit einem Mal blieb sie abrupt stehen. Ihre Pupillen weiteten sich und ihre Todesangst versiegte in einen endlosen, irren Schrei.

Ein Schuss ertönte.
Von weitem konnte der Mann sehen, wie Rosalie unsanft vornüber kippte. Er warf die Waffe zu Boden und eilte auf den regungslosen Körper der Frau zu. Nachdem er sie endlich erreicht hatte, legte er seine Hand auf ihre Schläfe und fühlte ihren Puls. Ganz ruhig schlug ihr Herz. Sie war nur ohnmächtig geworden.
Ungeschickt streifte er sich die Jacke vom Leib und legte diese über die zitternde zierliche Rosalie. Mit Leichtigkeit hob Peter seine Liebste aus dem nassen Laub direkt in seine Arme.
Er hätte sich am liebsten geohrfeigt, dafür, dass er sie hatte allein gehen lassen. Nun jedoch war er froh, dass er ihr gefolgt war und sie noch im letzten Moment finden und retten konnte.
Aufatmend drückte er ihren Körper fest an sich und küsste ihren, ihm vertrauten kleinen roten Mund. Langsam sank seine Aufregung und mit ihr sein eigener rasender Herzschlag.
Es wurde immer dunkler.
Ein kühles Lüftchen streifte seine Wangen, sodass er sich wieder besann und beschloss schnellstmöglich den Forstwald zu verlassen. Aber zuvor wollte er sehen, was seiner Frau so zugesetzt hatte.
Sie tragend, lief er mit angewiderten Blick auf die grässliche tote Gestalt zu. Doch wie er immer näher in ihre Richtung trat, traute er seinen Augen kaum, denn das, was er von Weitem gesehen hatte, war nur ein Busch. Das Wesen jedoch war weg!
Peter musste sich im Dunkeln verschaut haben. Anders konnte er sich diese Überraschung nicht erklären.
Wo ist es?
Mit einem mal überschlug sich sein Puls schlagartig. Schlimmste Gedanken überfielen ihn von allen Vorstellungsrichtungen. Er hatte keine Zeit die Angst auszukosten, denn die Verantwortung lag in seinen Händen.
Erblickte auf sie herab.
Rosalie schlief noch immer tief und fest.
„Ich bringe dich wieder Heim“, flüsterte Peter ihr liebevoll ins Ohr, bevor er sie noch näher an sich zog und so schnell seine Beine ihn tragen konnten davon rannte.
Plötzlich fiel ihm ein, dass er sein Jagdgewehr vergessen hatte. Ohne dieses war er dem Ding hilflos ausgeliefert. Er wägte ab was sinnvoller war. Zurück zu gehen und das Gewehr zu holen oder gleich mit seiner Liebsten abzuhauen. Seine Vernunft entschied nicht umzukehren. Die Gefahr der Schreckensgestalt und ihrem grausamen Schrei mitten in die Arme zu laufen, war einfach zu groß. Hinzu kam, dass Rosalie langsam immer schwerer wurde und seine Kraft langsam, aber sicher abnahm.
Hinaus aus dem Wald konnte er sie tragen, aber nochmals mit ihr umkehren und den halben Weg doppelt laufen, hieß auch, sie nicht mehr tragen zu können. Also rannte er aus dem dunklen Wald.
Kurz vor der Lichtung vernahm Peter wieder diesen grellen Schrei.
Es war hinter ihnen her.
Du bekommst uns nicht, fluchte Peter in sich hinein. Keiner kann uns trennen. Auch nicht Du!
Gerade so, als könnte die Höllengestalt Gedanken lesen, traf ein, im Dunkeln, kaum erkennbarer Ast, Peters Kopf, sodass er benommen vom Schmerz samt Rosalie auf den Laubboden stürzte.
Die junge Frau erwachte durch den Aufprall aus ihrer Ohnmacht. Als sie Peter neben sich liegen sah, erhellte sich augenblicklich ihr Gesicht.
„Peter!“
Er nickte ihr mit zusammengebissenen Zähnen zu. „Ich wollte dich nicht allein lassen.“
Rosalie kroch bei den Worten näher zu ihm heran und entgegnete: „Das hast du nicht!“ Ihre kalten Hände fuhren über seine erhitzten Wangen. Blut floss von seiner Stirn herab.
„Du blutest,“ seufzte Rosalie mehr für sich, als an Peter gewandt.
„Das vergeht. Wir müssen verschwinden, denn sonst holt es uns ein!“
Peter versuchte aufzustehen. Es blieb jedoch bei dem Versuch, denn sein linkes Knie brannte schon bei der kleinsten Bewegung.
„Scheiße,“ fluchte er und zwang sich abermals aufzustehen. Schließlich wollte er in einem solchen Moment nicht schwächlich wirken.
Rosalie, die bereits auf beiden Beinen stand, half ihm herauf. Für einen Moment konnte er stehen.
Verärgert schüttelte Peter den Kopf: „Wenn ich dich loslasse falle ich wieder um. Es bringt nix!“
Stille trat zwischen das Pärchen.
Rosalie konnte aus seinem tiefen Blick lesen, zu welchem unmenschlichen Plan er sie nun als nächstes bewegen wollte.
„Nein,“ protestierte sie abrupt. „Ich gehe nicht ohne dich - lieber sterbe ich mit dir!“
Flehend hielt sie seinen Kopf in ihre Richtung, sodass er sie erneut ansehen musste und flüsterte weinerlich: „Ich bin doch an all dem Schlamassel schuld!“
Ihre entschlossene Miene machte Peter deutlich, dass sie sich nicht mehr umstimmen ließ. So schleppte er sich schweren Herzens der Lichtung entgegen.
Die unsagbare Angst, welche Rosalie vor der Gegenwart ihres Mannes mit sich trug, war wie weggeblasen. Er war bei ihr. Nur das zählte. Sie war nicht allein! Nun konnte kommen was wollte. Selbst der Tod.

Und er kam!
Aber erst nach vielen Jahren. Nachdem die Kinder ihrer Enkelkinder mit ihrem Geburtsschrei den Tod ihrer herzlichen Urgroßeltern beweinten.
Dabei sind sie in der Lage sie wieder zu sehen, weil die Liebe unbesiegbar ist!



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#2

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 06.11.2005 12:14
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte
Hi Sweety

Finde ich echt gut erzählt und sorgfältig beschrieben.
Es sind einige sehr schöne Passagen enthalten, wie z.b. der Kompass in ihrem Kopf und noch anderes.
Das Ende hingegen finde ich nicht gelungen, da ja hier die Auflösung fehlt.
Das Verfasste ist eher nur ein Fragment aus einer längeren Geschichte und die fehlende Auflösung stört hier auch kaum, weil ja nur die Beschreibung der bestimmten Situation vorrangig ist. Wenn du die Geschichte aber kompakt von Anfang bis zum Ende schreiben würdest, würde mich der Schluss nicht befriedigen.
Diese Geschichte, würde aber wahrscheinlich sehr lang werden, da du die Situation sehr ausführlich beschreibst. Es ist mir trotz der Länge nicht langweilig geworden und es ist dir gelungen mich an der Stange zu halten.
Was vielleicht noch etwas negativ zu beurteilen wäre ist:
Warum hatte der Mann eine Knarre.
Ich nehme einmal an, dass das Pärchen von der Gefahr in den Wäldern wusste und der Mann deswegen bewaffnet war und ihr gefolgt ist.

Trotzdem, echt gut...

Lg Gem

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#3

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 06.11.2005 23:32
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hi Gem,

das freut mich wirklich sehr, was ich da von Dir lese!!! Vor allem, weil ich mich bei der Kurzgeschichte echt reingesteigert und ewig verbessert hatte.
Achja, danke überhaupt fürs Durchlesen!

Hm, sicherlich ist der Schluss nicht prickelnd, aber ich wusste irgendwann, dass ich aufhören musste. Und da ich keinen anderen Ausweg mehr sah, als jenen, den ich dann eben aus meinen Finger saugte, passierte mir dies Missgeschick. Du magst zugegebener Weise in vielerlei Hinsicht Recht haben.

Das mit der "Knarre" war wohl nicht so nachvollziehbar, wie es mir selbst als logisch erschien.
Also der Wald und dann die Hütte, sowie die Waffe des Mannes sollten irgendwie beim Leser die Idee erwecken, dass es sich bei dieser Person womöglich um einen Jäger handeln musste! Somit erhoffte ich mir, nicht weiter auf unlauteren Waffenbesitz, Waffenschein etc. eingehen zu müssen.
Und wie Du schon sehr richtig in Deinen Text erläutert hattest, war Peter auch mit einem unguten Gefühl auf dem Weg, also schien ihm das Jagdgewehr eine gute Hilfe für den Notfall zu sein.

Ach, ohne mich jetzt gleich als Nörglerin abzustempeln, bitte ich darum "Süßchen" genannt zu werden. Sweety hat schon so was intimes. Da werd ich ja gleich warm ums Herz!*hihi*

Schönen Abend/ Tag noch!

Süßchen



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#4

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 07.11.2005 09:42
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Zitat:

Süßchen schrieb am 06.11.2005 23:32 Uhr:
Ach, ohne mich jetzt gleich als Nörglerin abzustempeln, bitte ich darum "Süßchen" genannt zu werden. Sweety hat schon so was intimes. Da werd ich ja gleich warm ums Herz!*hihi*




So war`s auch gemeint

Was ich mit dem Schluss meine ist das:
Er existiert überhaupt nicht. Wie auch kein Anfang existiert.
Deswegen würde ich es nicht als Kurzgeschichte, sondern eher als Auszug bezeichnen. Wenn du eine ganze Story daraus machen würdest, würde sie wohl sehr lang werden, da du die Situationen doch sehr ausführlich beschreibst. Du könntest sie ja auf mehrere Teile anlegen, aber das würden vermutlich nicht sehr viele lesen (ich spreche aus Erfahrung), wo selbst Stephen King schon gefrustet war, als er selbiges versucht hat.
Man merkt beim Lesen, dass sehr viel Arbeit dahinter gesteckt hat. Ein riesen Schritt, weg von deinen Story`s mit Girlie-Charakter.
Am Ende, hat man es aber schon noch etwas durchsickern sehen können: Er küsste den kleinen Mund...
Aber störte auch hier nicht, da ich das Ende schlichtweg nicht anerkenne, sondern nur als Hinweis des Autors, wie es in der nächsten Episode weitergehen wird. Wie sie entkommen.

Lg Gem


edit: Hast du schon mal benerkt, dass du einen Tippfehler in deiner Sig. hast?

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#5

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 07.11.2005 14:37
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hi Gem,

soso, es war also ernst gemeint!

Danke Dir für die positive Ressonanz bezüglich meines "Auszugs" einer bald berühmten Thrillerromanfolge.
"Girlie-Charakter"? *schmunzel* Dabei war ich noch nicht einmal auf Boybandkonzerten und hab auch keine CD's zum abkreischen.
Ich liebe es, wenn andere meine kleinen Schwächen fast durchschauen. Aber irgendwie hat es wenig mit Girlie zu tun, sondern einfach mit kindischem Gehabe, welches durchaus in mir vertreten, des Öfteren zum Vorschein kommt.
"That's Süßchen!"

Und tausend Dank für den Tippfehlerhinweis! Ich dachte ich hätte den Fehler schonmal ausgebessert, aber dann wohl nimmer drauf geachtet! Gut, wenn es noch aufmerksame Menschen gibt!!
*drück*
Wobei der Spruch mir mittlerweile eh zu rosarot erscheint! Welch Wende in meinem doch so niedlichen Leben ...

Lieben Gruß

Süßchen



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#6

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 11.11.2005 22:05
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Hallo Süßchen.

Dann wage ich mich auch mal dran.

Vorab will ich gleich mal klären, dass ich Geminis Begeisterung nicht teile, anders wie er empfinde ich viele Stellen als eher ungelungen.

Ich fang einfach mal an:

"Fast den Verstand verlierend, trieb die junge Frau sich zu noch schnelleren Bewegungen an."

Das ist so ne Phrase die ich nicht mag, Panik, wie ich sie mir vorstellen würde, wenn das wirklich so ein gräßlicher Schrei ist, den du später näher beschreibst drückst du damit nicht aus.

"Ähnlich einem viel zu hohen Ton und dem Gurgeln und Röcheln eines Sterbenden[...]"
GEfällt mir auch nicht. Schrill oder sonstwas in die Richtung hätten mir besser gefallen, aber nicht so eine wage Andeutung die nicht wirklich was aussagt, hingegen im selben Satz sehr schön:
"[...]gewichtete sich der Laut auf den nunmehr dünnen Nervensträngen der jungen Frau."

"wiederstand"
widerstand

"Egal was es war, es machte sie rasend, verunsicherte sie völlig und würde sie umbringen, wenn sie es ansah oder stehen blieb, um es dann genauer zu betrachten. Dem war sie sich sehr sicher.
"
wenn sie es ansah oder stehen blieb, um es dann genauer zu betrachten.
reicht da nicht sowas wie: wenn sie stehen blieb um es näher zu betrachten? So klingt das irgendwie, wie Ah, so siehst du aus, sehr schön, hast du dich hinter den Ohren gewaschen? Lass dich mal anschaun Monster!
Aber den Anfang des Satzes find ich gut.

Den Teil mit den Monstern find ich schön erzählt auch mit ihrer Verfassung.

"Aber was brachte ihr diese Gewissheit noch?" Finde ich überflüssig, hört sich nach "natürlich bringts dir nix!" an, aber dann bringts doch was, weil der Gedanke an den Mann sie stärkt.
Würd ich streichen.

Dann kommts zur Szene wo sie umfliegt und der Mann hinkommt und plötzlich schlägt ihr Herz ruhig, obwohl sie das Bewusstsein wegen eines irren Schreckens verloren hatte?

wiederstehen hast du nochmal
und irgendwo einen Fallfehler akk statt dat

"Schließlich wollte er in einem solchen Moment nicht schwächlich wirken. "
Die rennen vor einem Monster weg und er will nicht schwächlich wirken?

Die Wende mit dem Tod und "Er kam!" hat mich aufgescheucht, was du dann schnell mit "aber erst Jahre später.." wieder entkräftet hast mocht ich.
Der Schluss mit der Liebe ist halt nicht so meins, aber vielleicht bin ich ja nur ein blutleerer geldgeiler Freak. (achtung geklaut)

Lg sEweil.

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#7

Unbesiegbar

in Kurzgeschichten, Erzählungen, Novellen und Dramen. 12.11.2005 02:45
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hallo sEweil,

vielen Dank für Deine ausführliche Kritik und die Bereitschaft meinen Text zu lesen!!!

Hab mir viel draus nehmen können und find es gut, wenn man so seine Fehler vor Augen gehalten bekommt, damit man beim nächsten Mal Besseres verfassen kann.
Aber verlange keine Wunder von mir. Diese Kurzgeschichte war schon so das bisher beste, dass ich schrieb. Werde nie auslernen und immer dazu. Egal wie alt, und was für' ne Kuh!

Dir auch ein schönes WE!

Liebe Grüßle

Süßchen

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