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#1

Windeswehmütig

in Liebe und Leidenschaft 17.06.2005 12:17
von MelenColia (gelöscht)
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Windeswehmütig wonnig verwehend
regensüchtig
Baumkronen sich seitlich legend flehen

Ungeduldsfäden einfädelnd
fallen Marionettenhände
dem Herzschauer entgegen

lichtscheu -
in einhelligem Bestreben
den Blick zum bloßen Himmel erheben

dunkelgrau erschauend
und nicht fluchtsehendflehen Wünsche
in Leben verweben?

Juni 2003

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#2

Windeswehmütig

in Liebe und Leidenschaft 17.06.2005 13:37
von Nonverbal • Mitglied | 407 Beiträge | 407 Punkte
Hallo Melen, willkommen im Tümpel!

Hmm. also ich muss erstmal vor weg sagen das ich mir dein gedicht ein paarmal durchgelesen habe, und eigentlich immernoch nicht genau weis worum es hier eigentlich geht.
Es lässt sich sehr schwer lesen, habe es auch ein paarmal laut gelesen... die worte klingen schwer verdaulich...
schönm alleine das erste wort... so verdreht und ich weis nicht was es heissen soll...vielleicht so etwas: der wind weht wehmütig.. oder sowas.. Regensüchtig (zeile 2 ) ist allerdings ein sehr schönes wort... das passt gut finde ich für durstige Baumkronen...

in der ersten Strophe bist du in der natur... und dann beschreibst du in der zweiten strophe Marionettenhände, dabei versteh ich den übergang nicht, warum geht es hier plötzlich um marionettenhände? (wobei marionettenhände auch ein schönes wort ist)

wörter wie "erschauend" oder "einfädelnd" klingen komisch,
zb. hätte es heissen können:

Ungeduldige Fäden einfädeln.. (wobei die doppelung komisch klingt mit den "fäden und einfädeln")

Dunkelgrau beschaun (das klingt doch gleich besser, lässt sich besser lesen, klingt nicht so verdreht)

Trotz allem, was willst du eigentlich sagen? Lass es mich bitte wissen...

Liebe Grüße franzi

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#3

Windeswehmütig

in Liebe und Leidenschaft 17.06.2005 14:12
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
Hallo Mel,

ich finde schwer verdauliche Texte, sofern sie es schaffen meine Neugierde zu wecken, erst einmal gut. Das ist hier der Fall.
Das "Ungeduldsfäden einfädeln" ist, glaube ich, meine Lieblingsstelle in dem Gedicht, weil gerade das einfädeln ja etwas ist, was Geduld und Ruhe erfordert. Der Widerspruch erzeugt ein schönes Bild.
Ich merke, dass ich, wenn es nicht ganz mit Bedacht und sparsam eingesetzt ist, ich auf Formulierungen mit Partizip 1, wie z. B. "erschauend", sowie Alliterationen wie "Windeswehmütig wonnig verwehend" etwas genervt reagiere. Das wirkt beides sehr leicht überkandidelt, weil wir wissen, warum wir welche Wörter wie wenig willkürlich wohlweißlich verwinden. Das sind ja häufig so Assoziationsketten, die sich aber als Gedicht nicht immer so schön lesen, finde ich.

"nicht fluchtsehendflehen" hätte ich dann übrigens auch noch zusammen geschrieben: "nichtfluchtsehendflehen".

Trotzdem sehr gerne gelesen.

Grüße
GW

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#4

Windeswehmütig

in Liebe und Leidenschaft 24.06.2005 14:10
von MelenColia (gelöscht)
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Hallo Ihrs!

@Nonverbal: eingehende Auseinanderklamüserung ist hiermit versprochen, aber erst mal aufgeschoben, hoffe, dass ist okay. Bei "erschauend" gegen "beschaun" austauschen, hast Du prinzipiell recht, aber es verändert den Inhalt...


@GerateWohl:Mußte bei deinem Kommentar doch sehr schmunzeln... Werd nicht so ganz schlau draus: irgendwie magst du´s obwohl du die, übertrieben gesagt: Hauptstilmittel, nicht magst?
Interessant...

Grüße!

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