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#1

Als wollte er bleiben

in Philosophisches und Grübeleien 12.04.2005 08:28
von kein Name angegeben • ( Gast )
- auf Wunsch der autorin gelöscht -


BG,

AB.
Admin

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#2

Als wollte er bleiben

in Philosophisches und Grübeleien 12.04.2005 20:51
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hi Nina

Ich habe im Moment wohl zu gute Laune, als dass ich deine Zeilen mit der wohl nötigen Melancholie lesen kann, aber ich bleibe an ein paar Dingen hängen, die sich mir einfach nicht erschliessen.

Vernebelt welkt jetzt das Licht,
im Widerschein trübt sich das Wasser,
dann frösteln die Schatten.

..... das gefällt mir gut, wobei, wenn das Licht welkt, also verblasst, woher kommt dann der Widerschein? Der wird doch von hellem Licht verursacht, nicht?

Gestrandet taucht dieser Tag
wie tränende Weiden die Zweige,
als wollte er bleiben.

...... hier fehlt mir das ‚wohin’? Wohin taucht der Tag? Ab? Fort? Wie wär’s zmB. mit ‚streift’? Na ja, nur so eine Idee

Entfremdet schmerzt mich mein Blick,
den klärenden Nachtwind im Auge,
zu einsamen Stunden.

..... hier habe ich wieder ein Problem. Wenn etwas entfremdet ist, dann kann es doch kaum mehr schmerzen. Vielleicht trüben?

Erloschen krümmt sich der Trug
in aschfahl sich windende Träume
und wartet auf Morgen.

...... sich windenden Träumen .... und schreibt man ‚morgen’ nicht klein? Aber da bin ich mir selber nie sicher – sorry.

Du siehst, ich habe so meine Probleme mit diesem Text. Vielleicht magst du mich ja ein wenig aufklären oder wahrscheinlich liegt’s eben an meiner guten Laune, dass ich rummeckere.

Grüsse
Margot



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#3

Als wollte er bleiben

in Philosophisches und Grübeleien 13.04.2005 05:29
von kein Name angegeben • ( Gast )
Hallo Margot,

schön, dass Du Dich eingelassen hast, wenngleich auch Fragen blieben:
Welkendes Licht ist doch noch nicht verloschen - warum sollte der Widerschein fehlen? Er mag blass sein, aber für eine Spiegelung im Wasser langt auch eine 10 Watt Birne.
Das "Wohin" der Weiden schien mir zu klar, um es ausprechen zu müssen, denn es steht ja in der ersten Strophe: Ein Weidenbaum am Wasser und dorthinein tauchen die Zweige. Vielleicht habe ich zu sehr den Ohlsdorfer Friedhof vor Augen? Dort tauchen viele die Zweige, zwinker*
Der Tag taucht also unter die Oberfläche - verschwindet in seinen Verästelungen...
Was die gross- und Kleinschreibung (grinsel) des Morgens angeht, mache ich stets Fehler. Ich habe aufgegeben, es zu lernen. Allerdings bin ich mir ob der Träume sicher: windende Träume - kein Zweifel! Er krümmt sich in diese, nicht in diesen; das ist ein Unterschied - er ragt quasi hinein.

Freie Zeilen... Ich weiss schon, warum ich kein Anhänger dieser bin: Ob ihrer Missverständlichkeit. :-)

Lieben Gruß
Nina

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#4

Als wollte er bleiben

in Philosophisches und Grübeleien 13.04.2005 23:37
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Das gefällt mir sehr gut. Schöne melanquolische Bilder eines verwehenden Tages.
Mehr hab ich leider nicht zu sagen, aber es trifft so ungereimt voll meinen Geschmack!

LG Richard

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