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#1

Clara Müller (1861-1905)

in Rumpelkammer 12.03.2005 23:31
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
    Vorbei

    Und wenn du wieder zu mir trätest
    und weinend um Verzeihung bätest,
    es wird doch nimmer, wie es war:
    das Glück ist tot, das wir genossen,
    die Blüte, die sich uns erschlossen,
    ist nun verwelkt, für immerdar.

    Mir würde stets vor Augen stehen,
    wie ich so maßlos dich gesehen
    im Zorn, dem jeder Grund gebrach -
    und bei dem Kuß von deinem Munde
    gedächt ich doch der bösen Stunde,
    als er so bittre Worte sprach.

    In jener Stunde sank für immer
    der fromme Glaube mir in Trümmer,
    daß du mein Bild im Herzen trugst,
    daß ich dein tiefstes Sein besessen -
    vergeben kann ich - nicht vergessen:
    die Wunde brennt, die du mir schlugst.

    Nein, geh: ich hab es überwunden,
    den Frieden hab ich jetzt gefunden,
    den deine Liebe mir nicht gab.
    Geh hin, vor deinen Gott zu treten -
    und wenn ich sterbe, magst du beten
    und weinen über meinem Grab.

    von Clara Müller (1861-1905)

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#2

Clara Müller (1861-1905)

in Rumpelkammer 13.03.2005 11:43
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte
Ein sehr interessantes Reim-Schema, aber ich finde es fast schon zu kitschig. Keine Phrase und kein bild, das nicht schon in einem anderen Liebesgedicht verwendet worden wäre. Oder wurde hier abgeschaut ?

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#3

Clara Müller (1861-1905)

in Rumpelkammer 13.03.2005 12:41
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Mir ist ein Hang zum Kitsch eigen, Willie. Schande über mich!

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