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#1

Reflektion

in Zwischenwelten 17.02.2005 23:07
von kein Name angegeben • ( Gast )
Bin gedankenverloren und weiß, dass es kein zurück gibt.
Gott, wie wünschte ich eine Andere zu sein;
eine Andere, die deine Nähe spürt, deine Lippen kennt.
Es kann nicht sein - nie war es klarer.
Verstehst Du nicht?

Es ist verrückt - ich liebe dich nicht
und doch laufen alle Sternenbahnen nur zu Dir hinauf.
Niemand sagte ihnen den Weg.
Spüren sie, was wir verzweifelt zu verwischen versuchen?

Die Kerze spendet Licht, um die Stimmung in meinem Herzen zu öffnen.
Ich schwebe nach oben und gleite vorsichtig aus dem Raum, der mich beklemmt.
Stille breitet sich aus;
Ich lächle beseelt und war nie schöner in deinen Augen.

Ich breite meine Arme aus, strecke die frischen Zehen.
Schließe die Augen, wiege meinen Kopf, wie in einem Traum, der nichts an Zartheit vermisst.
Langsam, nacheinander, greifen meine Finger fühlend in die Leere-
werden begreifen, dass es noch ein weiter Weg sein wird.
Ich umschließe meinen Körper, tanze im Takt.
Fühle mich so geborgen, als wärst Du neben mir und achtest darauf, dass ich nicht an Höhe verliere.

Wohlige Wärme breitet sich in meinem Inneren aus-
alles wird bunt;
verdrängt das schwarz-weiß der Realität.
Alles wird gut - Ängste befreit.

Ich lasse mich fallen, habe keine Angst.
Du bist da,
so wie ich für dich.
Meine Zehen brühren den Boden.
Realität.
Und?





















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#2

Reflektion

in Zwischenwelten 18.02.2005 11:17
von muh-q wahn | 834 Beiträge | 834 Punkte

Zitat:

Jannis schrieb am 17.02.2005 23:07 Uhr:
Verstehst Du nicht?




Nein, verstehe so einiges nicht.
- Was ist daran ein Gedicht (kein Reim, kein Versmaß, keine Melodie, willkürliche Zeilenschaltungen) ?
- Sollen die "frischen" Zehen darauf hinweisen, dass du (zu heiß ) gebadet bist ?
- Wie können Finger nacheinander in die Luft greifen ?
- Wenn alles gut ist oder wird, wieso versuchen lyr. Ich und Du verzweifelt die Spuren zu verwischen ?
- Wen liebt das lyr. Ich denn dann bzw. wie würdest du diesen Ausflug in himmlische Sphären denn nennen ?
- Seit wann ist die Realität schwarz-weiß ?
- Warum schindest du so viele Leerzeilen ?
- Seit wann spricht Meister Eckhardt Englisch ?

Don't get me wrong aber das scheint mir Assoziativprosa und genauso gedankenverloren zu sein, wie dein lyr. Ich. Damit kann ich überhaupt nichts anfangen, auch wenn einige Formulierungen durchaus ansprechend sind.

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#3

Reflektion

in Zwischenwelten 18.02.2005 13:12
von kein Name angegeben • ( Gast )
Wow!

Zunächst einmal danke für die Anmerkungen und ich versuche einmal, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Meister Eckhardt's Zitat habe ich übrigens in Marshall McLuhan's Buch The Medium is the Massage auf englisch gefunden...

Was das Gedicht an sich angeht, ja, es scheint sich um Assoziativprosa zu handeln, wie Du sagst. Ich habe bewusst keinen Reim benutzt, und bewusst kein Versmaß. Ursprünglich hatte es nicht einmal mehrere Strophen, sondern war ein fortlaufender Text. Tut mir leid, wenn ich es offensichtlich falsch eingeordnet habe


Zitat:

Sollen die "frischen" Zehen darauf hinweisen, dass du (zu heiß ) gebadet bist ?



Nein. "Frische Zehen" deutet einfach nur daruf hin, dass das lyr. Ich sich wie neu-geboren fühlt, munter, frisch eben...


Zitat:

Wie können Finger nacheinander in die Luft greifen ?



Na, ganz einfach: ein Finger nach dem anderen greift in die Luft, ganz langsam.


Zitat:

Seit wann ist die Realität schwarz-weiß ?



Also, ich denke, dass kann man überspitzt sehr gut behaupten. Auf jeden Fall von einem sehr pessimistischen Standpunkt aus. Die Realität schränkt uns oft ein und besonders in der Liebe, macht die Realität uns klar, dass wir nicht immer haben können, was wir wollen. Deshalb träumen wir, wie das lyr. Ich in diesem Gedicht. Es weiß und sagt auch, dass es nicht sein kann und dennoch träumt es davon, wie es wäre, mit der anderen Person glücklich zu sein. Die Gründe dafür, warum es nicht sein kann, sind hierbei unwichtig.


Zitat:

Wenn alles gut ist oder wird, wieso versuchen lyr. Ich und Du verzweifelt die Spuren zu verwischen ?



Das ist genau die Sache: es wird nicht gut. Die beiden können nie zusammen sein. Aber wie gesagt, die Gründe sind nicht von Bedeutung. Das lyr. Ich träumt dennoch davon, wie es sein würde und geht in seiner Liebe zu dieser anderen Person auf, träumt, schwebt, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Mit dem Verwischen versuchen, ist gemeint, die vorhandenen Gefühle zu leugnen, um nicht zu verzweifeln und an dieser unmöglichen Liebe kaputt zu gehen.


Zitat:

- Wen liebt das lyr. Ich denn dann bzw. wie würdest du diesen Ausflug in himmlische Sphären denn nennen ?



Es ist ein Traum. Glaubst Du, es ist wichtig zu wissen, wen es liebt?

Ich hoffe, ich konnte ein bißchen erklären, warum das "Gedicht" so ist wie es ist!

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#4

Reflektion

in Zwischenwelten 18.02.2005 14:43
von MrsMerian (gelöscht)
avatar
[Faden verschoben da passendere Rubrik]

MrsMerian
Moderatorin



Hallo Jannis.
Ich habe Deinen Text, den Du ja selbst als Assoziativprosa bezeichnest, mal hier her in die Zwischenwelten verschoben; in die Gedichterubriken passt er nicht wirklich.

LG und ein schönes Wochenende
Mrs.

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