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#1

Außer Haus

in Diverse 09.02.2005 22:12
von kein Name angegeben • ( Gast )
Mit deinen Eulenaugen
die wie Scheinwerfer
mein Haus beleuchten
erhebst du den Anspruch
auf Haut aus Papier
deine Zeichen zu bannen

Mit wehenden Fahnen
und phrasenbepackt
erklimmst du Fassaden:

Vergeblich dein Eifer
Ich wohn hier nicht mehr


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#2

Außer Haus

in Diverse 09.02.2005 22:42
von muh-q wahn (gelöscht)
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Klasse ! So lapidar wie schnörkellos. Gefällt mir trotz fehlenden Reimes sehr gut. Die immer kürzeren Strophen unterstreichen die Vergeblichkeit des Versuches anschaulich und unterstützen wunderbar die Pointe, welche lakonischer nicht mehr sein könnte. Prima gelungen, hat mir viel Spaß gemacht.

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#3

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 04:57
von Ahsil (gelöscht)
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wow, ich finde es richtig geil. Habe ich lange nicht mehr gesagt (außer bei meinen eigenen Dingen :D:D:D). NEin, ich finde es überraschender weise trotz fehlender Reime und den anderen Formdingen richtig gelungen. Wie Muh schon sagte, Du bringst es auf den Punkt. Wobei ich dennoch denke, dass Du es sprachlich geschickt gemacht hast, indem Du doch schöne Metaphern und anderes eingebaut hast. Schöne Conclusio. PAssende Überschrift. Was will ich mehr?

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#4

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 10:41
von Genesis (gelöscht)
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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, jedoch stört mich die "Scheinwerfer". Die ersten zwei Verse sind relativ konkret wohingegen du mit im Verlauf deines Gedichts in das abstrakte übergehst, das ist zwar ein schön formaler Aufbau, doch leider wollen mir die Scheinwerfer nicht gefallen. Wenn du Vers 2 rauslassen würdest und Vers 3 anpassen würdest, würde es meiner Ansicht nach besser passen. Doch das nur so am Rande.

Du hast es geschafft, was sich jeder Dichter vornehmen sollte und zeichnest mit deinen äußerst einfachen Worten ein unglaubliches Metapherkonstrukt, das du fein und subtil so veränderst, dass ein Fluss im Inhalt entstehst, so dass du dieses Konstrukt im letzten Vers einstürzen lassen kannst. Ich hoff man liest mehr solche Sachen.

Thx & mfG GenEsis

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#5

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 13:26
von kein Name angegeben • ( Gast )
Meinerseits: Wow! Denn mit so positivem feedback hab ich nun wirklich nicht gerechnet, deswegen freut es mich umso mehr

Vielen lieben Dank euch dreien!

Die Scheinwerfer werd ich nochmal überdenken, obwohl sie mir als Bild zusammen mit den Eulenaugen recht wichtig sind, weil ich damit eine gewisse Kontrollsucht des lyr Du zum Ausdruck bringen wollte.

Sonnige Grüße
Soyka

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#6

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 14:55
von muh-q wahn (gelöscht)
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Ich finde das sehr treffend, das mit den scheinwerferigen Eulenaugen und stimme also dafür. Damit steht es Unentschieden !

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#7

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 15:40
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte
Darf ich mich meinen Vorrednern teilweise anschliessen und mein Lob aussrechen ? Hier ist tatsächlich ein gewisser Minimalismus spürbar, aber die Pointe macht ihn wett.
Lass die Scheinwerfer drinnen, passen hervorragend.

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#8

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 15:53
von Ahsil (gelöscht)
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nun frage ich mich, wie denn das "wett" zu verstehen ist..., denn ist das positiv oder negativ gemeint? In meinen Ohren ist es Kritik, die auffordern soll, etwas besser zu gestalten.
Ich kann mich über die Pointe nicht beschweren, denn sie wirkt einfach zu schlicht und treffend, als das sie unpassen sein könnte.
Ach ja, die Scheinwerfer stören nicht, ich finde sie passend

Grüße

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#9

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 16:09
von muh-q wahn (gelöscht)
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Willi Wortschwelger (Noch einmal: ) findet das Gedicht allzu minimalistisch. Die Pointe findet er gut. Für ihn steht es also auch Unentschieden.

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#10

Außer Haus

in Diverse 10.02.2005 16:15
von Wilhelm Pfusch • Administrator | 1.991 Beiträge | 2011 Punkte
Ich habe das wettmachen mit dem Minimalismus in Verbindung gebracht von daher ist doch klar was ich sagen wollte
Minimalismus an sich ist in der teils verzierungsschwangeren Dichtersprache eine gute Sache. Die Kritik wäre, dass es eben minimalistisch anmutet, aber nicht in Sachen Wortwahl, denn die ist treffend, sondern in der Gestaltung. Schliesslich muss nach all dem Lob auch eine kritische Äusserung fallen, da nehm ich mal die Rolle des "Bad-Cop" an^:)

Edit: Was laber ich, muh hat's viel besser ausgedrückt

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#11

Außer Haus

in Diverse 11.02.2005 01:32
von kein Name angegeben • ( Gast )
Und ich dachte schon, ich wäre ein Genie

Nein, im Ernst: Danke für Lob und Kritik, Wilhelm, beides kann ich wirklich gut gebrauchen

Liebe Grüße
Soyka

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#12

Außer Haus

in Diverse 11.02.2005 12:35
von MrsMerian (gelöscht)
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Hallo Soyka.

Immer wieder grient mich Dein Faden an und ich muss ihn einfach nochmal anklicken und wieder einmal lesen.

Gefällt mir sehr gut, die Scheinwerfer sind das, was für mcih erst den Reitz ausmacht, auf keinen Fall streichen/ ersetzen. Wunderschön. Vorallem sind die Scheinwerfer für mich ein Indiz für etwas Mechanisches, etwas Unechtes nicht lebendiges.
Was mir weiter gut gefällt ist, auch das lyr. ich auf die Ebene des Hauses und somit eines Gegenstandes zu verlagern.

Danke.
Mrs.

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#13

Außer Haus

in Diverse 11.02.2005 20:05
von kein Name angegeben • ( Gast )
Herzlichen Dank für Dein Lob, Mrs

Meine letzten Zweifel sind nun beseitigt: Die Scheinwerfer bleiben

Liebe Grüße
Soyka

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