Zitat von Aichi
Swallow pain
Die Hände blutlos abgetrennt
Das Elend in aller Dämmerung Finsternis aus dem Kopf geschnitten
Doch fortwährend dem Erdenleben zugewandt
Bleibt mein Innerstes geschändigt
Auf alle Zeiten ein unheilbares Wrack
Und die Fröhlichkeit verschluckt …
hallo Aichi
das stimmt von vorne bis hinten nicht. vom Schmerzschlucken in der Überschrift kommt es über mutmassliches Wunschdenken (Z1+2), leere Behauptungen (Z3, 4 und 6) und über öde Prophezeiungsversuche (Z5) zur willkürlich verschluckten Fröhlichkeit in der Schlusszeile. so mein Eindruck. das sagt mir überhaupt nicht zu. zudem empfand ich die Wortverschmelzung (geschändet / beschädigt) als einen misslungenen Versuch Nichtssagendes aufzuwerten.
am ehesten gefallen mir noch die ersten beiden Zeilen. nein, die zweite schon nicht mehr. eher die angedeutete Intention. dieser Beginn könnte als Wunschdenken interpretiert werden. es würde auf glaubhafte Verzweiflung hinauslaufen, wenn das Elend schön unausgesprochen bliebe und wenn sich Dämmerung und Finsternis nicht gegenseitig lächerlich aushebeln würden. so funktioniert es nicht. mein Kopfmovie kann nicht anlaufen. was für Bilder sollen denn da bitte entstehen? Finsternis ist Finsternis, aber Dämmerung ist keine Finsternis. da gibt es auch keinen Übergang, nichts. die Wörter lesen/lösen sich mir ab hier plump herunter, wie von einer kitschig aufgeschnürten Modekette. Riss, Filmriss, Finsternis, Ende.
einen ausgebauten Wunsch, auf einer bildlich verständlicheren Schiene würde ich lieber lesen.
Gruß
Alcedo