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#1

Herkules

in Dramen 06.11.2009 13:02
von Sankt Marot | 117 Beiträge | 117 Punkte

Herkules
Eine komsische Tragödie in fünf Akten
von Jens W. Kroker

Personen:

Eurystheus: König von Mykene
Tai-Mit: Botschafterin von Ägypten und Nichte des Pharaos
Herkules: Nationalheld Mykenes
Megara: Seine Frau
Tairesias: Ein Wahrsager
Homer: Ein Dichter
Priester



1. Akt

1.1

Homer:
Sieh nieder Zeus, oh Herr der Weltenscheibe
Auf deines Sohnes Taten, dir zu Füßen
Bezwang er nicht die Schlangen schon als Knabe
Und säugte ihn nicht Hera selbst, die Welten Mutter
Oh welche Pracht bringt er Mykenes Kindern
Uns stolzen Bürgern der geweihten Stadt
Und er der alle Größe vierfach übertrifft
Ist noch Eurystheus Diener, unsres Herren.

Eurystheus: Halt! Was meinst du mit noch?

Homer: Bitte?

Eurystheus: „Ist noch Eurstheus Diener“. Was meinst du damit? Willst du andeutet, er
könne sich über mich erheben?

Homer: Was? Beim Zeus nein, es betont den Umstand, dass er euer Diener ist. Wie etwa „und sogar über diesem großen Helden steht noch eine Größerer nämlich Eurytheus“.

Eurytheus: Aber das werden die Bauern nicht verstehen. Umschreibe es
anders. Weiter!

Homer:
Als Knabe schon so stark wie hundert Männer
Erschlug er aus gerechten Zorn den Linos
Erlernte Bogen, Speer und Schildes höchste Künste
bezwang den Löwen dessen Fell ihn schmückt
Und zeugte 50 Söhne nur in fünfzig Tagen

Eurytheus: Na ja ob das so stimmt, ist auch nicht bewiesen. Da treiben sich eine
Menge einsame Bauern auf dem Kitharon herum, die genauso gut Vater des einen oder anderen diese Bälger sein könnten.

Homer: Ja Herr, sicher, die Zeile sollte nur die Fruchtbarkeit des großen
Helden untermauern.

Eurytheus: Willst du sagen, wer noch keine Söhne gezeugt hat, ist kein wahrer Krieger?

Homer: Was? Nein, in keinem Fall, ich...

Eurytheus: Streich die Stelle! Weiter!

Homer: Ich bitte um Verzeihung. Herr, weiter bin ich nicht!

Eurytheus: Das ist alles? Ich zahle dir ein monatliche Gehalt, lasse dich in den Quartieren schlafen, verpflege dich mit meinem Brot und du bringst in drei Monaten nicht mehr zustande, als diese mickrigen Zeilen? Wo ist der Kampf um den Olymp, wo die Sage um den Scheideweg? Willst du gevierteilt werden?

Homer: Ich bitte um Verzeihung, es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, aber
den olympischen Krieg und die Sage kann ich ohne Herkules nicht schreiben! Ich muss erst mit ihm selbst sprechen, seine Beschreibung hören!

Eurystheus: Dann befrage Herkules und verschwende nicht meine Zeit!

Homer: Ja, aber genau das ist das Problem, er ist nicht hier! Schon seit Monaten nicht.
Seit der Schlacht um den Olymp ist er nicht wieder aufgetaucht.

Eurystheus: Schluss mit den Ausreden! Warst du schon bei seiner Frau?

Homer: Bei seiner Frau? Nein wieso?

Eurystheus: Du Schwachkopf. Sie weiß mehr über Herkules, als er selbst, ich glaube
manchmal, sie denkt sogar für ihn. Mach dich fort, befrage Megara, bis er selbst zurück kommt und wage es nicht, mir noch einmal ohne den kompletten Epos vor Augen zu treten.

Homer: Jawohl Herr.

Homer eilt davon


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#2

RE: Herkules

in Dramen 07.11.2009 06:26
von Sankt Marot | 117 Beiträge | 117 Punkte

1.2

Auftritt Tairesias

Tairesias: Herr, ich störe euch ungern, aber es gibt da etwas, dass wir besprechen sollten

Eurystheus: Geht, es wieder um den Weltuntergang Tairesias? Ich habe jetzt keinen Sinn für deine Schwarzseherei.

Tairesias: Aber es ist dringend. Etwas ist vorgefallen.

Eurystheus: Was ist es, rede schon.

Tairesias: Ihr erinnert euch sicher an das Dorf, das vor ein paar Wochen von Monstern angegriffen wurde, ich sagte damals man müsse Vorkehrungen treffen.

Eurystheus: Ja und ich habe, 50 Soldaten hin geschickt.

Tairesias: Richtig und die haben die Kreaturen auch vorerst zurück gedrängt, aber jetzt sind es ungleich mehr Monster geworden. Erst töteten sie, die Soldaten, dann belagerten sie das Dorf. Die Bauern haben sich verbarrikadiert und sich so gut verteidigt wie es nur ging, aber letztlich half es nichts. Die Monster, mit ihren Harpien, Keilern und sogar einer Hydra, überrannte die Schutzwälle einfach. Zu hunderten drangen sie ein und töteten Männer, Frauen und Kinder. Das Dorf ist nicht mehr, nur noch ein Trümmerfeld in mitten der zertrampelten Felder. Nur wenige konnten entkommen. Sie lagern jetzt vor der Stadt und bitten um Hilfe. Andere Dörfer haben auch Angst bekommen. Die Menschen verlassen Fluchtartig das Grenzland.

Eurystheus: Das kann nicht sein! Die Monster gibt es in dieser Gegend schon seit Anbeginn der Zeit. Sie kommen hin und wieder aus dem Wald, töten mal einen Bauern oder greifen eine Karavane an, aber eigentlich sind sie scheu und froh, wenn wir sie zufrieden lassen. Warum sollten sie jetzt plötzlich angreifen.

Tairesias: Das habe ich seit Jahre vorausgesagt! Es gibt keinen Wald mehr in den sie sich zurück ziehen könnten.

Eurytheus: Wie es gibt keinen Wald? Warum soll es keinen Wald geben, der war schon immer da.

Tairesias: Ihr habt alles abholzen lassen. Für die Handelsflotte, die neuen Baracken, die Holzvertäfelungen im Palast. Und erinnert ihr euch an das Freudenfeuer, letzten Monat zu ehren von Herkules?

Eurytheus: Ja das war großartig.

Tairesias: Die letzten 10 Bäume!

Eurystheus: Wir brauchten das Holz! Und wir brauchten die zusätzlichen Felder für den Handel mit Ägypten! Das weißt du genau!

Tairesias: Ja, aber jetzt haben die Monster keinen Rückzugsort mehr und drängen auf die Felder. Die Bauern können nicht arbeiten und so gibt es auch nichts, mit was man handeln könnte! Wir hätten damals sofort wieder aufforsten müssen, ich habe euch das geraten.

Eurystheus: Es ist mir vollkommen egal was du mir damals geraten hast, sag mir lieber was wir jetzt machen sollen!

Tairesias: Die Monster müssen selbstverständlich erst einmal vernichtet werden.

Eurystheus: Ganz genau! Schicke alle Soldaten, die zur Verfügung stehen!

Tairesias: Ich fürchte, das geht auch nicht!

Eurystheus: Warum nicht?

Tairesias: Wir haben nur noch ein paar um den Palast zu bewachen, der Rest begleitet die Handelsflotte, um sie von den Piraten zu schützen

Eurystheus: Verdammt! Diese verfluchten Ägypter. Ist die Botschafterin schon hier?

Tairesias: Sie ist vor ein paar Minuten eingetroffen.

Eurystheus: Gut sie soll kommen. Was die Monster angeht, haben wir noch immer einen Trumpf im Ärmel, also keine Sorge!

Tairesias: Diesbezüglich wollte ich sie auch noch einmal warnen!

Eurystheus: Verschone mich mit deinem Pessimismus.

Tairesias: Ich kenne ihn gut, er hat sich verändert. Sich auf ihn zu verlassen ist Irrsinn. Ich glaube fest, dass er ganz Mykene in den Abgrund stürzen wird, wenn wir nicht auf ihn achten.

Eurystheus: Ich dachte er ist dein Freund

Tairsias: Das ist der Grund, warum ich mich so Sorge!

Eurysteus: Mach dir keine Gedanken, ich kenne ihn gut. Ich habe ihn im Griff. Er mag schwierig sein, aber berechenbar. Er wird helfen, immerhin ist er ein Held oder nicht?

Tairesias: zu sich Ich wünschte ihr würdet einmal auf mich hören

Eurystheus: Hast du was gesagt?

Tairesias: Nein, Herr

Eurystheus: Dann schick die Botschafterin rein und such mir den Hohen Prister. Ich muss mit ihm sprechen.

Theiresias: Wie ihr wünscht, Herr

Tairesias ab


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#3

RE: Herkules

in Dramen 14.12.2009 18:39
von Sankt Marot | 117 Beiträge | 117 Punkte

Hoi, habe mich entschieden den anfang noch mal umzuarbeiten. Die taiesiasfigur ist komplett umgemodelt und die Strucktur wurde auch verändert. Viel spass beim vergleichen


Herkules


1.Akt

1. 1 Eurystheus, Homer Thairesias

Homer:
Sieh nieder Zeus oh Herr der Weltenscheibe
Auf deines Sohnes Taten, dir zu Füßen
Bezwang er nicht die Schlangen schon als Knabe?
Und säugte ihn nicht Hera selbst, die Welten Mutter?
Oh welche Pracht bringt er Mykenes Kindern!
Uns stolzen Bürgern der geweihten Stadt.
Und er der alle Größe vierfach übertrifft
Ist noch Eurystheus Diener, unsres Herren.

Eurystheus: Halt! Was meinst du mit Noch?

Homer: Bitte?

Eurystheus: „Ist noch Eurystheus Diener“. Was meinst du damit? Willst du andeutet, dass er
sich über mich erheben könnte ?

Homer: Was? Nein, es betont den Umstand, das er euer Diener ist. Wie etwa „und sogar über diesem großen Helden steht noch eine Größerer nämlich Eurystheus“.

Eurytheus: Aber das werden die Bauern nicht verstehen. Umschreibe es
anders. Weiter!

Tairasis: Donnerwetter, hier steht das die Welt im Jahre 2012 nach Christus untergehen wird. Scheinbar geht dies auf einen Mayakalender zurück der in 1500 Jahren angefertigt werden wird und der im Jahr 2012 einfach endet. Dann schiebt die Sonne ins Zentrum der Galaxis. Naja, kein Wunder, man weiß ja was mit Leuten passiert, die zu lange im Mittelpunkt stehen.

Homer: Unterbrich meinen Vortrag nicht.

Eurytheus: Sei Still Tairesias zu Homer Ignoriere ihn, Weiter!

Homer:
Als Knabe schon so stark wie hundert Männer
Erschlug er aus gerechten Zorn den Linos
Erlernte Bogen, Speer und Schildes höchste Künste,
bezwang den Löwen dessen Fell ihn schmückt
Und zeugte 50 Söhne nur in fünfzig Tagen

Eurytheus: Na ja ob das so stimmt, ist auch nicht bewiesen. Da treiben sich eine
Menge einsame Bauern auf dem Kitharon herum, die genauso gut Vater des ein oder anderen diese Bälger sein könnten.

Homer: Ja Herr, sicher, die Zeile sollte nur die Fruchtbarkeit des großen
Helden untermauern.

Eurytheus: Willst du sagen, wer keine Söhne zeugt, ist kein wahrer Krieger?

Homer: Was? Nein, in keinem Fall, ich...

Eurytheus: Streich die Stelle! Weiter!

Tairesias: Hm und dieser Wissenschaftsteil ist auch nicht von schlechten Eltern. Hier steht dass sich Aale, nach denen man ihnen den Kopf und Schwanz abgeschlagen hat noch geraume Zeit hin und her winden. Wenn da statt dem Kopf nicht ein Blutiger Stumpf wäre, wüsste man gar nicht das sie tot sind.

Eurystheus: Halt die Klappe es ist schon schwer genug dem Gestammel dieses Pfuschers zu folgen. Ich habe jetzt keinen Sinn für deinen Unfug

Tairesias: Bedauerlich, du solltest wirklich öffter die Zeitung von morgen lesen, dann wüsstest du was heute los ist.

Eurystheus: Da steht überhaupt nichts, du saugst dir die Neuigkeiten aus den Fingern.

Tairesias: Unfug, du musst nur richtig hinschauen die Zukunft steht hier schwarz auf weiß. Anders als das Geschreibsel dieses Dummkopfes, das ist in gelb, mit Pisse geschrieben.

Homer: Das muss ich mir nicht gefallen lassen. Ich habe Wochen an dem perfekten Metrum gearbeitet, so wie es der König wollte.

Tairesias: Und dabei hast du bedauerlicher Weise völlig vergessen, keinen Quatch zu verzapfen. Ich hab noch nie einen Vortag gehört, der weniger mit Herkules zu tun hat.

Eurystheus: Naja, da hat er nicht ganz unrecht. Ein wenig unpersönlich ist das schon. Egal weiter

Homer: Ich bitte um Verzeihung. Herr, weiter bin ich nicht!

Eurytheus: Das ist alles? Ich zahle dir ein monatliche Gehalt, lasse dich in den Quatieren schlafen, verpflege dich mit meinem Brot und du bringst in drei Monaten nicht mehr zustande, als diese mickrigen Zeilen? Wo ist der Kampf um den Olymp, wo die Sage um den Scheideweg? Willst du gevierteilt werden?

Homer: Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, aber
den olympischen Krieg und die Sage kann ich ohne Herkules nicht schreiben! Ich muss erst mit ihm selbst sprechen, seine Beschreibung hören! Deshalb ist es ja auch so unpersönlich, ich bin ihm noch nie begegnet

Tairesias: Du Glückspilz..

Eurystheus: Dann befrage Herkules und verschwende nicht meine Zeit!

Homer: Ja, aber genau das ist das Problem, er ist nicht hier! Schon seit Monaten nicht.
Seit der Schlacht um den Olymp ist er nicht wieder aufgetaucht.

Eurystheus: Schluss mit dem Ausreden! Warst du schon bei seiner Frau?

Homer: Bei seiner Frau? Nein wieso?

Eurystheus: Du Schwachkopf. Sie weiß mehr über Herkules, als er selbst, ich glaube
manchmal, sie denkt sogar für ihn. Mach dich fort, befrage Megara, bis er selbst zurück kommt und wage es nicht, mir noch einmal ohne den kompletten Epos vor Augen zu treten.

Homer: Jawohl Herr.

Tairesias: Hey Homer, warum schreibst du nicht schonmal das Ende?

Homer: Welches Ende?

Tairesias: Auch du solltest mehr Zeitung lesen. Steht alles hier drin. Sogar auf der Titelseite, in dicken Lettern:
Held in Haft! König auf der Fluch.
Nach seiner fürchterlichen Gräultat, von der wir die vergangenen Wochen berichteten, wurde der einstige Nationalheld und Bezwinger der Titanen Herkules nun für schuldig im Sinne der Anklage befunden und zu lebenslänglicher Zwangsarbeit in den Ställen des Augeas verurteilt. Sein entsetzliches Verbrechen hat die ganze Nation in einen Zustand des Chaos versetzt. König Eurystheus dessen politisches und menschliches Versagen als eine der Hauptursachen für den Ausbruch der Gewalt gesehen wird, ist von seinem Amt in Schande zurückgetreten und aus dem Land geflohen, nach dem ein wütender Mob den Palast angezündet hatte.

Eurystheus: Schluss damit, was soll das sein? Die Zukunft? Das ist nichts als Blödsinn.

Tairesias: Genau weil du das denkst, ist es ja die Zukunft.

Homer: Ich dachte ein zukünftiges Unheil tritt ein, weil man verzweifelt versucht es zu verhindern.

Tairesias: Nur in den dummen Geschichten dummer Schreiberlinge wie dir. In der echten Welt tritt ein Unheil ein weil man zu blöd oder zu faul ist es abzuwenden!

Homer: Ich höre mir diese Beleidigungen nicht länger an. Es ist nicht so das ich diesen Text hier freiwillig schreibe.

Homer eilt davon

Tairesias: Was für ein Blödian. Hat nur auf einen Grund gewartet weg zu rennen.
Warum hast du ihn überhaupt eingestellt.

Eurystheus: Er ist der Beste den es gibt. Traurig aber war. Aber jetzt sag schon, was willst du hier. Wenn ich sonst deinen Rat brauche, muss ich dich aus den Tavernen schleifen lassen.

Tairesias: Ich bin hier um dich vor deinem Untergang zu warnen.

Eurystheus: Mein Untergang? Da ist lächerlich, ich saß noch nie so fest im Sattel wie jetzt. Ich habe alle Feinde besiegt und meine treusten Verbündeten sind die Ägypter, das mächtigste Reich der Welt. Was sollte mich jetzt noch bedrohen.

Tairesias: Das ist der Grund warum du so ein halbgarer Herrscher bist, du denkst immer nur nach Außen, die Schrecken, die im Innern lauern siehst du gar nicht.

Eurystheus: Hör auf zu faseln und sag mir was passieren wird.

Tairesias: Ich hab dir den Zeitungsartikel vorgelesen.

Eurystheus: Lass mich mit deiner imaginären Zeitung zufrieden und sag mir in klaren Worten was geschehen wird.

Tairesias: Für was? Du hörst doch sowieso nicht auf mich. Jetzt weiß ich wie sich Kassandra fühlen wird.

Eurystheus: Wie bitte?

Tairesias: Nichts weiter, nur eine anderer Seherin, nach unserer Zeit. Auch so eine arme Sau wie ich. Du willst wirklich die Wahrheit wissen?

Eurystheus: Natürlich, deshalb dulde ich deine Unverschämtheiten ja überhaupt.

Tairesias: Nun gut: Wegen diesem Piratenproblem hast du fasst alle deine Männer als Begleitschutz für die Handelsflotte abkommandiert. Da dir die Männer fehlen verlässt du dich mal wieder auf Herkules, der die Monster alle töten soll. Der ist aber so fertig mit der Welt dass er sich weigert die Aufgabe anzunehmen und aus Stolz und Druck von außen beschließt du deinerseits den Druck auf Herkules zu erhören. Es kommt zu einem Machtkampf und was folgt ist nichts als Mord und Totschlag und am Ende verlieren wir alle.

Eurystheus: Momentmal, was für Monster?

Tairesias: Nicht einmal das weißt du? Hast du heute schonmal aus dem Fenster geschaut?

Eurystheus: Ich habe viel zu tun, rede schon?

Tairesias: Die Zeitung von Morgen titelt: „Monster zerstören Grenzdorf. Zahl der Tote schon über Hundert. Bauern machen Misswirtschaft des Königs verantwortlich.“
Die Bauern flüchten in Strömen vom Grenzland in die Stadt, hunderte Tummeln sich schon in den Gassen. Noch ein Grund warum ich hier bin, da draußen ist es einfach zu voll

Eurystheus: Schwachsinn, die Monster kommen beinahe nie aus dem Wald. Sie greifen mal ein Kleinkind an oder eine alte Frau, aber Ansonsten sind sie froh wenn wir sie zufrieden lassen.

Tairesias: Moment da war doch ein interessanter Artikel zu diesem Thema... Genau: „Wald abgeholzt, Monster heimatlos!“

Eurystheus: Spätestens jetzt weiß ich das du wieder nichts als Unsinn redest. Den Wald gibt es seit Anbeginn der Zeit , er ist endlos.

Tairesias: Naja deine Handelsflotte ist niegalnagel neu, aber endlos ist die auch. Genau wie der Paketboden im ganzen Palast und die Freudenfeuer zu ehren Herkules jedes Wochenende.
Es tut mir ja wirklich Leid es dir zu sagen großer König, aber du hast den ganzen Wald vermöbelt und jetzt fressen die Monster die Bauern auf.
Moment da war irgendwo ein interessanter Leitartikel zur Umwelt....
Oh die Nutte ist eine getroffen.

Eurystheus: Was für eine Nutte?


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#4

RE: Herkules

in Dramen 17.03.2012 19:45
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Wenn Marot nicht mein schlimmster Feind seit Anbeginn meiner Dichterlaufbahn wäre, würde ich sagen, dass der Mensch mehr Talent im kleinen Finger hat, als alle wir Deppen zusammen.


Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

zuletzt bearbeitet 17.03.2012 19:57 | nach oben

#5

RE: Herkules

in Dramen 18.03.2012 10:30
von mcberry • Administrator | 2.568 Beiträge | 2470 Punkte

Hi Gemini,

manche Leute, natürlich nur so allgemein gesagt, erkennen ihren schlimmsten Feind im Spiegelbild.

Marot hast du wahrscheinlich einen Gefallen getan, indem die Aufmerksamkeit noch einmal auf sein
mächtiges Epos gelenkt wird. Gefällt das Gefüge oder das Thema besser? Na egal, schließt sich ja
wirklich nicht aus. Sonntägliche Grüße - mcberry


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#6

RE: Herkules

in Dramen 25.03.2012 22:20
von Gemini • Long Dong Silver | 3.067 Beiträge | 3067 Punkte

Naja berry, Marot war schon ein Genie als ich noch keinen geraden Satz schreiben konnte.


Über mich erzählten sie endlose Schrecklichkeiten und Lügen, dass einem schier die Phantasie platzen wollte. Offenbar stärkte es sie innerlich, derart über mich herzuziehen, es brachte ihnen Gott weiß welche Art Mut, den sie brauchten, um immer erbarmungsloser zu werden, widerstandsfähiger und regelrecht bösartig, um durchzuhalten, um zu überstehen. Und auf diese Weise schlecht zu reden, zu verleumden, zu verachten, zu bedrohen, das tat ihnen ganz offenbar gut.

L.F Celine

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#7

RE: Herkules

in Dramen 10.03.2018 06:40
von HajoHorst | 37 Beiträge

Hallo Freunde, zurück zu Herkules! Er befreite den im Kaukasus an einen Felsen geschmiedeten Prometheus, der Onkel Zeus im Olymp das Feuer klaute, um es den Menschen zu bringen. Tags über schickte Zeus einen Adler, der dem Prometheus die Leber wegfraß (die nachts wieder nachwuchs).

Ich bin gerade dabei, eine neue Geschichte zu modellieren : "Prometheus befreit sich selbst". Er sprengte die Kette des rechten Armes und erwürgt den anfliegenden Adler. (Dieser ähnelt eher einem Lämmergeier, weil dessen nackter Hals dekorativer gedrosselt werden kann. Und außerdem entspricht ein Geier besser der Niedertracht des Zeus.)

Hoffentlich schaffe ich die etwa 80 cm hohe Bronzeplastik noch. Ich werde demnächst 89. Viele Grüße - HajoHorst

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#8

RE: Herkules

in Dramen 10.03.2018 16:35
von mcberry • Administrator | 2.568 Beiträge | 2470 Punkte

Tolle Idee, lieber Hajohorst,

denn die zeitgemäße Neufassung der Sagen des klassischen Altertums ist längst überfällig. Wunderbare Statuen
verleihen sie den Erzählungen Wirklichkeit. Wir möchten in der Betrachtung miterleben dürfen, bevor wir glauben.

Das biologische Alter wird überschätzt. Im Amazonasgebiet soll es noch Stämme geben, die nicht mitzählen. Die
erforderlichen Zahlwörter wurden mangels Bedarf nicht entwickelt. Haben die Ureinwohner damit nicht völlig recht?
Wer an seinem Alter vorbeigeht, nimmt kein Altenteil in Anspruch und muß nicht sozialverträglich ins Gras beißen.

Wie Prometheus mit den Geiern fertig wird, das ist ein unerschöpfliches Thema ohne Verfallsdatum. HG - mcberry


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#9

RE: Herkules

in Dramen 12.03.2018 02:15
von Joame Plebis | 3.402 Beiträge | 3363 Punkte

Was Ihr jetzt von mir denken werdet, darauf nehme ich vorläufig keine Rücksicht, nur gefällt mir die
'nachwachsende Leber'. Ich hoffe nur, sie ist auch voll funktionsfähig und nicht nur eine Pseudoleber aus Bindegewebe.

Joame

@ HajoHorst
Vermutlich ein Anliegen von Dir, über den Olymp zu schreiben, vielen eine Freude.
Wobei ich eher realitätsbezogener bin und mir gefallen würde, einige Personen der aktuellen Zeit
als Akteure zu sehen.

Gruß: Joame

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#10

RE: Herkules

in Dramen 12.03.2018 08:36
von HajoHorst | 37 Beiträge

Hi Joame und Mcberry.
ihr wollt einige Personen der griechischen Mythologie sehen? Euch kann geholfen werden. Ich habe gerade bei Euch einige Werke in die Galerie eingestellt

Gruß! HajoHorst

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#11

RE: Herkules

in Dramen 13.03.2018 02:21
von Joame Plebis | 3.402 Beiträge | 3363 Punkte

Schönen Morgen, Horst!

Ein kleines Missverständnis, denn alles was mit Göttern zu tun hat, ordne ich unter Ballast ein, der für mich unnütze Zeitverschwendung ist, obwohl ich schöne Märchen schon mag. Auch die Gemeinschaft der Kath. Kirche konnte sich bis jetzt nicht von Halbgöttern befreien und pflegt sie. Der beste 'Wurf' ist ihnen gelungen als sie eine Frau (für Frauen) in ihre Glaubens-Verstrudelung aufnahmen; da war plötzlich ein Run, und die Zahl der Gläubigen wurde hochgeboostet. Vielleicht arbeiten sie schon wieder ein Projekt aus, um nochmals einen Schub nach vorne zu bekommen. Doch da wirksamste Mittel, wie wir erleben und bemerken mussten, ist doch das ganz strenge Vorgehen nach Kopf-ab Prinzip. Wer glaubt ist willkommen, Ungläubige sind auszurottende Feinde.

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#12

RE: Herkules

in Dramen 13.03.2018 04:03
von HajoHorst | 37 Beiträge

Guten Morgen, Joame!

Im Glauben an Götter/Gott spiegelt sich die tief wurzelnde kindliche Sehnsucht des Menschen nach Geborgenheit wider. die Angst vor dem Ungewissen der Zukunft. . . .Es IST Ballast! Wie auch alle anderen Modalitäten unserer Existenz: Raum, Zeit, Schwerkraft, Verortung, die eigene Genetik, Anatomie und Physiologie, Verstand, Gefühlswelt etc. etc.. . . , selbst das "ICH". Strampele nur und sträube Dich . . ., solange Du denken kannst wirst Du dem nicht entkommen! Du bist also im Circulus vitiosus gefangen, wenn du annimmst, frei von Ballast zu sein.

Prost Trost! HajoHorst
(Ergänzung: 19.3.2018, 3:23)

zuletzt bearbeitet 19.03.2018 03:24 | nach oben

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