Du bist ein Wicht und ich bin ein Gedicht.
Ich kenne dich und du kennst mich auch nicht.
Ich schau dich an und sehe viele Paare:
2 Füße, Beine, Arme, Augen. Haare?
Nein, davon gibt es Tausende auf deinem Wuschelkopf.
So wie bei mir: Die vielen Worte sind mein langer Zopf.
Und Paare kannst du auch bei mir an allen Ecken sehn,
weil die ganz oft am Ende einer jeden Zeile stehn.
Die Zeilen nennt man Verse, auch du hast deren zwei.
Ich habe meistens mehrere, doch denk dir nichts dabei,
denn du kannst hüpfen, springen, laufen, ich steh auf Papier
und stecke fest, denn ohne dich bleib ich für immer hier.
Ach, komm mich doch besuchen und dann singen wir zu zweit,
wenn deine Stimme meine Worte vom Papier befreit.
(Und wenn du noch nicht lesen kannst, dann spute dich mein Kind,
sonst musst du ständig Verse hörn, die nichts für Kinder sind.)