hallo alcedo,
ich lobe zuerst...
was mir gut gefällt: das gesamte wintersonnenbild, das du aufbaust.
das beginnt mit einem astreinen stabreim:
Raben baden...
und die inhaltlich bemerkenswerte passage
Samen weiten das Schmelzen
eingesunken ins Rein,
ich sehe diese kleinen mulden vor mir, und eigentlich hat mir erst dein gedicht gezeigt, wie sich die samen ihr bett machen: mit empfangener und weitergeleiteter oder abgestrahlter wärme. auch wenn Rein für schnee gewagt (und gewonnen!) ist.
aber ich stehe auch ratlos vor dem gedicht, weiß nicht, ob es ein scherz oder ein schnell hingeworfenes (un)glück ist. „experiment“ könnte es retten. eine stillleben-collage? mit reimspielchen?
die viecher: raben, reh, meisen, diese mischung gibt es nur im stadtpark. das wäre ja nicht schlimm.
aber dann wird mir es einfach zu „lustig“ – ich übertreibe:
hagebutte in (rahm-?)sonne...,
baumbast knabbert am reh...,
meise läutet die bescherung ein...,
die endreime aber sind richtig strange...
ABAC DCDE FEFA ist das absicht – oder ...?
der 2 fache schnee, die verloren gegangene sonne, ich weiß nicht. entweder du hast einen grund den ich nicht kenne, oder ... manchmal steht ein leser auf dem schlauch, ich oute mich als ein leser... der um aufklärung bittet.
grüßle! phil