guten tag otto,
wenn ich dein gedicht verstehe, bzw die inszenierung richtig lse, mischt sich der tod wie ein fremder
zwischen die lebenden. was er sich nimmt fällt ihm anheim. der text enthält einige interessante wendungen;
s2 mein favorit:
Zitat
was alle glaubten fest zu halten /versteckten für die kurze zeit
mit der das leben sich gefreit /um etwas neues festzuhalten
andere formulierungen wirken reimgeschuldet konstruiert: "er schritt wie einer der sich nahm"
soll das heißen, dass er sich zuviel heraus nahm? anmaßenderweise?
oder wollte er höchst bürokratisch die blätter aus s3 einsammeln, was ja auch mal eine idee wäre?
s3z7 geht grammatisch nicht: keinem (n?) einspruch jenem zollte
einspruch wird geduldet oder nicht, gezollt ggf. respekt.
natürlich darf sprache neu geschichtet werden. an hintergründigem sinn kann ich aber keinen ausmachen.
die schlussverse laufen insofern ins leere, dass der leser "den einen" nicht kennt.
wäre das auserkorene opfer in irgendeiner weise vorher bezeichnet worden, käme das gedicht besser aus.
vllt sein blatt falsch beschrieben oder was.
gutes thema, lückenhafte umsetzung und formale flüchtigkeitsfehler.
sorry otto, du hast ein kritisches publikum. man liest sich stray