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#1

Gevatter

in Mythologisches und Religiöses 17.08.2011 22:44
von otto | 411 Beiträge

Und einer kam war unbekannt
bekannt war allen das er kam
als jener aus dem niemandsland
er schritt wie einer der sich anhm

was alle glaubten fest zu halten
versteckten für die kurze zeit
mit der das leben sich gefreit
um etwas neues festzuhalten

doch nichts war neu und hielt dagegen
dem fremden bittend doch verlegen
ein leeres unbeschrieben blatt
das jungfräulich unschuldig glatt
ein eingeständnis dafür war,
das leben wiederholung zwar
nur selbstbehauptung für sich wollte
und keinem einspruch jenem zollte

da nahm der fremde sich zur seite
den einen, das er ihn begleite.

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#2

RE: Gevatter

in Mythologisches und Religiöses 30.04.2012 14:20
von stray | 53 Beiträge

guten tag otto,

wenn ich dein gedicht verstehe, bzw die inszenierung richtig lse, mischt sich der tod wie ein fremder
zwischen die lebenden. was er sich nimmt fällt ihm anheim. der text enthält einige interessante wendungen;
s2 mein favorit:

Zitat
was alle glaubten fest zu halten /versteckten für die kurze zeit
mit der das leben sich gefreit /um etwas neues festzuhalten



andere formulierungen wirken reimgeschuldet konstruiert: "er schritt wie einer der sich nahm"
soll das heißen, dass er sich zuviel heraus nahm? anmaßenderweise?
oder wollte er höchst bürokratisch die blätter aus s3 einsammeln, was ja auch mal eine idee wäre?

s3z7 geht grammatisch nicht: keinem (n?) einspruch jenem zollte
einspruch wird geduldet oder nicht, gezollt ggf. respekt.
natürlich darf sprache neu geschichtet werden. an hintergründigem sinn kann ich aber keinen ausmachen.

die schlussverse laufen insofern ins leere, dass der leser "den einen" nicht kennt.
wäre das auserkorene opfer in irgendeiner weise vorher bezeichnet worden, käme das gedicht besser aus.
vllt sein blatt falsch beschrieben oder was.

gutes thema, lückenhafte umsetzung und formale flüchtigkeitsfehler.

sorry otto, du hast ein kritisches publikum. man liest sich stray


zuletzt bearbeitet 30.04.2012 14:21 | nach oben springen

#3

RE: Gevatter

in Mythologisches und Religiöses 02.05.2012 22:49
von Auschra | 1 Beitrag

da nahm der fremde sich zur seite
den einen, das er ihn begleite.


Das ist eine sehr schöne Kurzfassung der Thematik..

wer kennt ihn schon, den Gevatter Tod, der uns alle einmal " zur Seite nehmen "wird.

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