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#1

dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 16.12.2011 16:34
von phlox | 172 Beiträge

im kahlen geäst
redet der wind viel zu laut –
komm näher heran
der tag dämmert von früh an
endet, bevor er begann

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#2

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 24.12.2011 09:57
von yaya | 38 Beiträge

Hallo phlox,

die Zeilen würde ich gerne besser verstehen. Wenn etwas zu laut ist, muß ich nicht näher herantreten.

Es geht auch schwierig weiter: Der Tag endet schon mit der Dämmerung. Heißt das, es wird nicht hell?

Schafft das LD durch Annäherung eine mögliche Verbindung?
Könnte es den Wind beschwichtigen? Würden die weniger durchgeschüttelten Zweige Wachstum zulassen?

Es ist bestimmt nicht toll, wenn Dichter ihre Zeilen erklären sollen. Vllt könntest du etwas zum Ursprung des Gedichtes erzählen, also was dich dazu bewegt hat? Vorweihnachtliche Grüße yaya

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#3

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 25.12.2011 21:24
von phlox | 172 Beiträge

Da ist ein Trennstrich nach der zweiten Zeile, was vielleicht auf einen Wechsel der Perspektive deutet.

Mehr möchte ich nicht sagen, expliziter muss (darf) es nicht zugehen in dieser kleinen fernöstlichen Form, und deine Fragen sagen mir auch, dass ich es dir ruhig so überlassen kann, wie es ist.

Vielen Dank für deine Gedanken, yaya.

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#4

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 28.12.2011 20:05
von MarleneM | 464 Beiträge

es ist sehr asiatisch in der Stimmung, lieber Phlox. gefällt mir richtig gut.
Ein Tanka muss glaube ich nicht reimen, aber mir als Reimerin gefälllt das natürlich besonders, weil es melodischer ist.
Der Winter ist kalt und düster, die Geräusche werden lauter, bedrohlicher. Da muss man näher zusammen rücken.
Sehr gelungen!
LG von Marlene

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#5

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 28.12.2011 20:38
von perry • Mitglied | 840 Beiträge

Hallo phlox,
eine dunkle Wehmut zieht durch die Zeilen, eine Suche nach Nähe.
Ich bin kein Fan von Reimen, deshalb würde ich ihretwegen, die Tankaform nicht brechen.
LG
Perry

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#6

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 29.12.2011 09:29
von Michael Munk | 263 Beiträge

hi phlox,
dein dezembertanka dringt sehr fein in mein leseohr. wenns zu laut ist, drängt sich etwas in den vordergrund, was leiseres übertönt. das leise soll kommen, das verdrängte. nur dies hat die chance, den dämmer der tage, das zu kurze lichtspiel der schattentheater der kahlgeäste, auch das schnelllebige zwielicht des dezembers , als doch belebendes wahrzunehmen und unsre seele im advente eines tanka aufgehoben zu wissen.

gern gelesen
lg der munkel


zuletzt bearbeitet 29.12.2011 09:29 | nach oben scrollen

#7

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 30.12.2011 18:43
von phlox | 172 Beiträge

Nein, perry, das würde ich auch nicht tun - die Tanka-Form brechen für einen Reim.
Ich reime nur, wenn es sich natürlich ergibt.
Übrigens lese ich, daß Basho zum Beispiel oft auch gereimt hat in seinen Haikus. Danke dir!

Vielen Dank für deine Gedanken, Munkel, die entsprechen mir sehr.

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#8

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 28.01.2012 14:03
von mcberry • Administrator | 1.054 Beiträge

Als Siegergedicht des Minimal Contest 2011 in die Ausgezeichnete Lyrik verschoben. Congratulation - mcberry


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#9

RE: dezembertanka

in Ausgezeichnete Lyrik 28.01.2012 16:58
von Michael Munk | 263 Beiträge

freut mich für dich! glückwunsch und salute!


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