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#1

kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 09.07.2015 01:08
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

kaum

kannst du dich erinnern
genau schon gar nicht
an das wichtige

nur fetzen färben den raum
zwischen den lücken
deiner vergangenheit

ab und zu huscht noch
ein lächeln über deine züge
doch nie verrätst du mir warum

kaum noch möglich oder

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#2

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 19.07.2015 18:38
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Mich würde interessieren, welche Perspektiven Ihr hier lest:

Eher LyrIch an ein anderes LyrDu oder eigentlich ein Selbstgespräch des LyrIch, vielleicht mit seiner Vorstellung von sich in der Zukunft als LyrDu.

Danke im Voraus

es grüßt
der.hannes

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#3

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 19.07.2015 19:08
von GeminII (gelöscht)
avatar

Es ist eine Einsicht. Ein Zwiegespräch.
Ein Gespräch gegen den Spiegel.
Dem größten Gegner.

Gem

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#4

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 19.07.2015 19:53
von mcberry • Administrator | 2.897 Beiträge | 2768 Punkte

Zitat
nur fetzen färben den raum /zwischen den lücken /deiner vergangenheit



Hi Hannes,

super 2. Strophe. Ob ich hier sonst irgendwas raffe oder nicht spielt keine Rolle mehr.
Der Text handelt von der Zeit danach. Alle Gedanken befinden sich schon in Auflösung.
Das vermeidet Schmerz. Keiner von beiden muß noch einen Abschied formulieren. Gerne gelesen - mcberry

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#5

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 19.07.2015 20:48
von GeminII (gelöscht)
avatar

Bear, Unsinn. Ich habe Recht. Willst du schon wieder streiten?
Hier gibt es kein zweites Lyri.

Punkt

Gem

Ps.: Nun werden wir eben auf Hannes` Erklärung warten müssen. Obwohl es mir sinnbefreit erscheint ein Gedicht erst erklären zu müssen.

Welches übrigens gut ist.

zuletzt bearbeitet 19.07.2015 20:49 | nach oben

#6

.

in Ausgezeichnete Lyrik 20.07.2015 12:40
von Joame Plebis | 3.581 Beiträge | 3572 Punkte

.

zuletzt bearbeitet 14.01.2019 11:09 | nach oben

#7

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 20.07.2015 12:49
von mcberry • Administrator | 2.897 Beiträge | 2768 Punkte

Soll sich schon mal einer über Gespräche mit seinem Spiegelbild hinausentwickelt haben.
Aber meine Erinnerung gibt jetzt auch nicht mehr her, wer das war.
Solche Texte stecken wahrscheinlich an. Nach einer Weile dreht sich der Rest der Welt im Kreis.
Aber noch wissen wir ja, wo der Vogel sein Nest hatte (war hoffentlich kein Dealer). Oh weh - mcberry

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#8

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 02.08.2015 16:31
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Hi Joame, Du hast recht, es werden mehr. Hoffentlich lesen einige diese Zeilen noch vorher.
Eigentlich ist es die alte Rückkehr in die Zeit vor der Bewusstheit.

es grüßt
der.hannes

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#9

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 02.08.2015 16:43
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Hallo mcberry, wenn dieses Gedicht ansteckend wirkt, um so besser. Solange keine Epidemie draus wird ...

Ich hatte dieses Gedicht in der Vorstellung geschrieben, dass das LyrIch eine andere Person als LyrDu addressiert. Später wurde mir klar, dass es genauso sinnvoll als Selbstgespräch mit dem zukünftigen Selbst als LyrDu lesen kann. Und noch viel später als unterbewusste Antwort auf die Angst vor solch einer Zukunft.

Daher meine Frage, wie es beim Lesen interpretiert wird.

Ein wenig klarer ist mir das durch Eure Antworten schon geworden;-)

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#10

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 08.09.2015 14:32
von salz (gelöscht)
avatar

Da hat es sich nun in die Hall of Fame weitergedreht, lieber Hannes!

Hätte ich nicht gedacht.Aber wenn ich es jetzt noch mal lese, macht die Auszeichnung auch Sinn.
In der Sprache einfach, haben nicht viele Texte diese lyrische Hochebene erklommen.
Schon gar nicht meine. Gratuliere auch zur verdienten Ehrenrunde. Salzige Grüße XXX

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#11

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 08.09.2015 15:31
von chip | 402 Beiträge | 388 Punkte

Zitat
kannst du dich erinnern /genau schon gar nicht /an das wichtige
nur fetzen färben den raum /zwischen den lücken /deiner vergangenheit
ab und zu huscht noch /ein lächeln über deine züge /doch nie verrätst du mir warum
kaum noch möglich oder


hi hannes,

zerfetzte erinnerung versucht lücken auszufärben; füllung ging verloren. flüchtiges lächeln verhindert den kontakt
mehr als es ihn versucht. eine letzte dämlichkeit vor dem unausweichlichen zerfall. denn nichts hat mehr bestand.

hier dient verknappung dem inhalt: der stil unterstreicht das thema. ein text nach meinem Geschmack. tschüs chip

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#12

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 09.09.2015 09:26
von yaya | 623 Beiträge | 634 Punkte

Hallo Hannes,

darf ich mal ganz förmlich zum Siegergedicht gratulieren? Hier sammeln sich zwar nicht viele, aber
komplizierte und kritische Gemüter. So einfach ist es nicht, in diese hohen Hallen ausgezeichneter
Lyrik aufgenommen zu werden.
In Erwartung deiner Herbstgedichte auf unverändert hohem Niveau: Gratulation und Grüße von Yaya

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#13

RE: kaum

in Ausgezeichnete Lyrik 24.08.2016 01:06
von der.hannes | 1.768 Beiträge | 1750 Punkte

Vielen Dank. Sehr spät kommt er, aber immerhin :)

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