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#1

Die Flut

in Natur 07.02.2018 15:59
von gugol | 188 Beiträge

Die Flut

Regen fällt ununterbrochen vom Himmel, Leute ertrinken
Reissender Fluss, überflutetes Dorf, die Welt will versinken
Seen bedecken das Land, und die Zeit wird kaum noch empfunden
Alles ist still, kein Vogelgesang und das Lachen verschwunden
Autos verbeult oder treibend im Fluss, mit den Rädern nach oben
Weil auf dem Weg zwischen Brücken und Stegen Wildbäche toben
Weit in der Ferne ertönt das Surren des Hubschrauberrotors
Flussrichtung abwärts ein Lärm - wohl der Kampf eines Aussenbordmotors
Rettung ist nah! Die Starre entweicht aus Gesichtern und Gliedern
Winkende Hände an Fenstern und Türen: Den Suchruf erwidern

zuletzt bearbeitet 11.02.2018 10:07 | nach oben

#2

RE: Die Flut

in Natur 07.02.2018 19:03
von mcberry • Administrator | 2.767 Beiträge | 2470 Punkte

Super Bilder
soviel per Handy
Wenn ich wieder einen PC habe, schreibe ich noch etwas Konkreteres dazu hier hinein.

10.02.2018 und das ist jetzt:
Beschrieben wird eine Überflutung beinahe biblischen Ausmaßes. Unter ihrer Gewalt verstummt was lebte(e). Spontan gefielen die Fischen gleich auf dem Rücken treibenden Autos. In Notlagen wirkt eben jedes Ding beseelt. Das macht ja auch Sinn, wenn jeder Holzklotz Rettung bedeuten kann.
Natur bedroht ihre Kinder und Maschinenlärm löst Freude aus, denn der Außenbordmotor treibt wahrscheinlich ein Rettungsboot an. - Mit der Hoffnung kommt Bewegung in die Menschen zurück. - Kein Klischee wird bedient.

Zur Form:
Z2 misfiel das "am" (Der Bauer war die Kuh am Schwanz am Stall am raus am ziehn.) Wie wäre ein: Welt will versinken. Z10 Schlußzeile fehlt eine grammatische Endung, d.h. mindestens ein Punkt. Die Vielzahl ... steht für Fortsetzung und einen Auslauf in der Phantasie des Lesers. Das ist aber nur Kleinkram. Gerne gelesen. HG - mcberry

zuletzt bearbeitet 10.02.2018 18:48 | nach oben

#3

RE: Die Flut

in Natur 11.02.2018 10:06
von gugol | 188 Beiträge

Danke mcberry für deinen Kommentar, die feine Paraphrasierung der Geschichte und die Vorschläge. "Welt will versinken" werde ich gern übernehmen. Da es am Ende der Zeilen gar keine Satzzeichen hat (ein Entscheid, den ich fast schon wieder bereue), fände ich einen Punkt am Schluss seltsam, aber klar, müsste man sich dazu denken.
Das Ganze ist ja eigentlich ein riesiger Stilbruch: Hexameter im Paarrreim, in no go, aber genau deshalb hat es gereizt. Wer befiehlt denn, was man tun darf und was nicht?
Liebe Grüsse, gugol

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