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#1

Abstand

in Philosophisches und Grübeleien 06.08.2018 21:20
von gugol | 29 Beiträge

Wieder mal ein Solo fliegen
und das Ei allein ausbrüten
keine fremden Küken hüten
nicht des Andern Vögel kriegen

Aus der Vogelperspektive
werden die Probleme kleiner
Da versteht auch unsereiner:
Alles sind nur Relative

Ab und zu vom Kurs abkommen
und den grossen Schwarm verpassen
Dabei ein paar Federn lassen
schliesslich landen - ganz benommen

Heilsam wars! Doch nun ist Zeit
für den nächsten Flug zu zweit

zuletzt bearbeitet 06.08.2018 21:21 | nach oben

#2

RE: Abstand

in Philosophisches und Grübeleien 09.08.2018 14:25
von alba | 464 Beiträge | 404 Punkte

sowas liestsich grandios, gugol - könnte ein katzenname sein -

zwar täte ich fremde küken hüten für eine kleine weile und bin des andern vögel nich so abgeneigt
aber die sache mit der perspektive auszuprobieren sind sich alle hiesigen leser einig nehme ich an.
aus der höhe wird alles kleiner finden klingt gut.
federn lassen hört sich notwendig an zumindest für des andern vögel.
auf dem nächsten flug kommich mit ob verstanden was die dichterin sagen will oder nicht bin dabei. miau alba

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#3

RE: Abstand

in Philosophisches und Grübeleien 11.08.2018 08:53
von gugol | 29 Beiträge

Ab und zu tut so ein Alleinflug einfach gut, dafür lohnt es sich auch, ein paar Federn zu lassen. Umso schöner wird es danach wieder zu zweit. Die ersten zwei Zeilen waren übrigens ein Rat, den mir eine weise Freundin gab.

gugol ist 10hoch100, also eine sehr grosse Zahl. Es ist seit vielen Jahren mein Nick und kommt irgendwie daher, dass mein Sohn mit ungefähr 5 sehr fasziniert war von dieser grossen Zahl, die 1 mit den 100 Nullen auf ein laanges Blatt Papier schrieb und mir stolz überreichte. Mit Grössenwahnsinn meinerseits hat der Nick nichts zu tun. ;-) LG gugol

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#4

RE: Abstand

in Philosophisches und Grübeleien 14.08.2018 10:17
von ugressmann | 851 Beiträge | 782 Punkte

Oft habe ich dein Gedicht gelesen und gedanklich mit deinen anderen Gedichten verbunden.
"Ein tapferes Herz" - das braucht es immer um Gedanken in Gedichten zu formulieren.

(Obwohl, der Dichter/in spricht da zumeist vom Lyrischen Ich.
Frdl. grüßt Ursula

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#5

RE: Abstand

in Philosophisches und Grübeleien Heute 00:35
von HajoHorst | 46 Beiträge

Gugol = 10 hoch 100 ist riesig! Meiner Erinnerung nach wird die Zahl der Protonen im Weltall auf 10 hoch 80 geschätzt

HajoHorst

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#6

RE: Abstand

in Philosophisches und Grübeleien vor 26 Minuten
von gugol | 29 Beiträge

Danke Ursula, ja ein bisschen Mut braucht es wohl, denn grade beim Dichten kann man der eigenen Erkenntnis schlecht ausweichen. Ich frage mich immer wieder, weshalb das so ist, denn durch die Reime könnte man im Grunde leicht von sich selbst ablenken. In meinem Gedicht kommt ja kein explizites "Ich" vor, aber klar, einen Anlass hatte es natürlich. Ich bemühe mich jedoch immer, mit etwas Abstand zu einem Ereignis zu schreiben, oder sonst wähle ich anstelle des Gedichts das Tagebuch. LG gugol

zuletzt bearbeitet vor 24 Minuten | nach oben


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