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#1

Das Fazit

in Philosophisches und Grübeleien 19.09.2018 08:56
von L A F (gelöscht)
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Das Fazit

Weshalb verreckten alle
doch er erwachte immer wieder
Bewusst verzichtet aufs Gefieder
damit der Tod ihn kralle

Er sprang verrückt von jeder Höhe
Poet und Kind zugleich
verwahrlost oder reich
dann knackte Satan seine Flöhe

Er wollte Menschen leiden sehen
es stand ihm schliesslich zu
ertrug deshalb die eigne Qual

Ich band ihn an den Marterpfahl
mir schien, er kam zur Ruh:
Wir werden uns an uns vergehen

zuletzt bearbeitet 13.11.2018 09:05 | nach oben

#2

RE: Das Fazit

in Philosophisches und Grübeleien 20.09.2018 14:39
von Joame Plebis | 3.563 Beiträge | 3526 Punkte

Guten Tag, LAF!

Interessant auf jeden Fall, die im Gedicht eingesetzte Symbolik der inhaltlich bewusst kryptisch gehaltenen Reime.

Bei dem, der es sich sehr gut mit Satan steht, darf nicht verwundern,
wenn er unter Verreckenden derjenige ist, der immer wieder erwacht.
Die Logik des letzten Satzes, wo erläutert wird, dass wir uns nicht an ihm vergehen,
sondern an uns, scheint offensichtlich die Schlüsselstelle zu sein, die grübeln lassen könnte,
wobei sich aber dafür eine einfache Erklärung anbietet. Damit will ich anderen Lesern nicht
vorgreifen.

(Erfreut bin ich, endlich einmal eine Apostrophierung zu sehen, wo sie auch hingehört.
(Es wäre aber auf die Interpunktion auch nicht mehr angekommen, um perfekt zu sein;
nur Lackschuhe alleine ohne Frack, wirken etwas komisch.)

Danke für den Beitrag.
Joame

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#3

RE: Das Fazit

in Philosophisches und Grübeleien 21.09.2018 00:22
von L A F (gelöscht)
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Hi Joame, "Ich band ihn an den Marterpfahl": ihn, den Teufel in mir, zum Schutz anderer. LG, L.

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