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#201

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 08.05.2007 23:02
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte


Spider-Man 3
Regie: Sam Raimi

Hauptdarsteller:
Tobey Maguire als Peter Parker und Spider-Man
Kirsten Dunst als Mary Jane Watson




Spidey! Spidey! Spidey! bis zum abwinken und auch als Dunkelmann. ich wartete die ganze Zeit darauf dass er, vor all den bewundernden Bllicken, auch mal blank zieht und den Girlies seinen Hintern zeigt: "Yeah, hier habt ihr meine dunkle Seite!"
den Gag hat Raimi leider nicht eingebaut. dafür so unfreiwillig komisches wie den schwarzbekleideten Peter Parker vor schummrig-dunkler Kulisse, mit eindeutigen Travolta-Hüftbewegungen neben einem phallischen roten Hydranten.

"Ein Mann muss sich zurücknehmen können" heißt es in einer Schlüsselszene mit der weisen Tante. in der Ersten Hälfte des Streifens bemüht sich Maguire ausdauernd darum, das Gegenteil zu demonstrieren. die Zweite Hälfte polarisiert Gut&Böse auf Teufel-komm-raus. dazwischen ist alles vollgepackt mit Actionszenen und Spezialeffekten. somit wäre die Handlung erzählt.

aktiv war auch die Maske: bei der Hitlertolle über dem bösen Blick wurde zu viel Schuhcreme verwendet und bei einem Schnitt (beim ersten Auftritt mit schwarzem Unterhemd vor dem Kobold), war plötzlich das Haar von den Augen gewischt. eindeutig unsauberer cut! gut, bei all dieser strengen Polarisierung dürfen ja auch mal Fehler passieren. auch bei der Verkommenheit der Mietwohnung wurde erkennbar gekleckert. die Tür klemmte dauernd, die Klinke fiel auseinander und auch der Lichtschalter daneben, war vor so viel Schäbigkeitsschminke kaum noch auszumachen. ich denke Stan Lee, Kirby und Konsorten wären dazu in keinem Comic fähig gewesen. so dick kann nur amerikanisches Kino auftragen. richtig weh tut es aber erst, wenn die ach-so-agile menschliche Spinne vor der überdimensionalen Ami-Flagge Schwung nimmt. in solchen Momenten wünscht man sich segensvolle Zensur herbei. sorry, aber das ist einfach unerträglich und verleidet empfindlich die Rezeption über weite Strecken danach.

die Eintritt-in-das-Edellokal-Szene mit dem Franzosen, der sich über den selbstverliebten Ami lustig macht, rettet da nur noch wenig. vor allem da der Europäer danach durchgehend nur noch wie ein Hampelmann auf jeden Wink des Protagonisten reagiert. trotzdem wird dort im Lokal zum Ausklang noch am ehesten auf gelungene Weise das Tragikomische des Superhelden nach Außen gekehrt: wenn seine schmächtige Hand, wie in Zeitlupe, mit einer silbernen Gabel den Ring aus dem vollen Champagnerglas fischt, dann bleibt der Blick im Kinosaal richtig an der Leinwand kleben, wie an der fesselndsten Zeichnung eines Comicheftes. übrigens überzeugt auch Kirsten Dunst im Lokal eher als in weißen oder schwarzen Netzen.

es gibt natürlich noch weitere sehenswerte Comic-Einstellungen. wenn die Kamera ein paar Sekunden länger als üblich, am Beistelltischchen der MJ, auf Nippes, Tand und Anrufbeantworter haften bleibt, natürlich nicht. aber vor allem dann, wenn der schwarze Spider in steilem Winkel und schwerem Regen auf der Kirchturmspitze kauert, wenn dabei viele kostbare Filmsekunden, bei Zoom und Schwenk im Schneckentempo, verstreichen, dann weiß man: die Denkerpose ist eine Spur zu melodramatisch, der Himmel über Manhattan eine Spur zu dunkel, aber die Ganze Sequenz wird ein Comic Strip vom Feinsten.

meine finale Wertung: passabel bis mittelmäßig, mit wenigen highlights. aber wenn man um das Eintrittsgeld die alten Comichefte gekauft hätte, wäre man wahrscheinlich enttäuschter gewesen.


e-Gut
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#202

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 18.05.2007 13:23
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Ich fand Spider-Man 3 zum Davonlaufen (schlecht)!

Die Frau in Rot

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#203

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 18.05.2007 13:23
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
verschoben

Die Frau in Rot

zuletzt bearbeitet 26.03.2009 15:55 | nach oben

#204

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 13:13
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte


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Die Frau in Rot

zuletzt bearbeitet 23.03.2009 21:09 | nach oben

#205

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 14:18
von Albert Lau (gelöscht)
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Lies weniger und schau auch mal einen guten Film!

Zum Beispiel den hier (unfassbar, dass du ihn nicht kennst!): Pulp Fiction.

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#206

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 14:20
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Wer nicht liest, kann nicht schreiben, Du Flitzpiepe! Und klar kenn ich den Film ... .... nur Eure komischen Vergleiche nicht.

Die Frau in Rot

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#207

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 15:18
von Albert Lau (gelöscht)
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Siehst du wohl! Wenn ich dir aber sage, dass ich nicht schreiben kann, dann gilt der Satz offenbar nicht.

Unsere komischen Vergleiche? Also Brots Vorgeschichte ist doch nun 1 A Pulp Fiction und nicht so ein Hochamt, wie die meine zu werden verspricht.
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#208

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 16:28
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Ja, ja ... bla, bla .... sehen wir ja dann.

Die Frau in Rot

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#209

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 17:51
von Albert Lau (gelöscht)
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Blabla?
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#210

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 18:26
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Nun mach jetzt mal nicht so ein Drama. Du wirst das schon hinkriegen!

Die Frau in Rot

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#211

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 19:54
von Albert Lau (gelöscht)
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Aber ich liiiiiebe Drama!
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#212

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 19:57
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Das wissen wir inzwischen, Queenie!

Die Frau in Rot

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#213

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.05.2007 20:06
von Albert Lau (gelöscht)
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Ja, genau, ich liiiiebe auch Queen (natürlich nur mit Freddie!).
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#214

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 11.06.2007 23:59
von Arno Boldt | 2.759 Beiträge | 2758 Punkte
Jetzt gerade kommt von mdr* Fassbinders Die bitteren Tränen der Petra von Kant. Der Neue Deutsche Film hier in Form einer Geschichte um Liebe und Fordern, Liebe und Erkenntnis - etwas Typisches für Fassbinder.

Kann ich nur empfehlen. Allein die Monologe sind tlw. so lebensnah, dass es sich lohnt, diesen Film anzuschauen. Jedenfalls sehe ich das so. Einziger Punkt, den man kritisieren kann, ist das ausschließliche Drehen in wenigen Räumen und um wenige Personen, das den Film sehr eingeengt wirken lässt. Damit stellt er zugleich auch hohe Anforderungen an das Durchhaltevermögen des Zuschauers.


_________________
*Der mdr (Mittel-Deutscher Rundfunk) ist nicht gerade für sein Bestreben bekannt, jüngere Zielgruppen (unter 50) zu umgarnen. Er reiht sich damit formidabel in die Sende-Politik der anderen öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ein. Daher sind solcherlei Filme eine Ausnahme. Aber immerhin gibt es Ausnahmen. *g

http://arnoboldt.wordpress.com/
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#215

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 18.06.2007 19:39
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
Frank Kelly Rich
Die Feine Art des Saufens
Ein Handbuch für den modernen Trinker

Das feine, kleine Buch fand ich jetzt in Hamburg und verliebte mich sogleich. Es war mir ein treuer Begleiter auf einer öden Busfahrt und leider habe ich es schon ausgetrunken.
Völlig henmmungslos beschreibt Rich das Saufen. Er bleibt bei der Wahrheit und beschreibt maliziös welche Freuden der Alk dem Trinker verschafft.

Nach vielen Brüllern wie z.B. im Kapitel Woran Sie erkennen, dass Sie ein Säufer sein könnten (- Sie messen die Zeit in Drinks. Etwa: "Bleib mal zwei Fingerbreit dran, der Film fängt erst in vier Bourbons an“ - oder: - Sie vergessen manchmal wie Reißverschlüsse funktionieren ), diverser Säuferehrenmedaillen wie Der Bier statt Brot Orden oder das Abzeichen der Ehrenlegion des Wurms (- Kein noch so verrotteter Agaven-Wurm kann diese Mezcal-Krieger einschüchtern. Im Nahkampf mit dem tödlichsten Gebräu[..], kämpfen sich diese Legionäre, Blindheit und Taubheit trotzend, in die trübsten Tiefen der Flasche vor, wo sie schließlich ihre Zähne in das wabbelige Fleisch des elenden Widersachers graben und triumphierend aufheulen: „Schmeckt wie Hühnerbrust!“ -), dringt Rich im Kapitel : Das Zen des einsamen Trinkens, zum traurigen Höhepunkt des Suffs vor und verzichtet auch hier konsequent auf moralinsaure Bemerkungen. Im Gegenteil.

Nur die Absinth Trinker, die sich in den Fußstapfen eines van Goghs oder Picasso wähnen, denen rät Rich, scharfe Gegenstände zu meiden, weil man mit zwei Ohren besser aussieht als mit Einem.

www.guennimats-tippit.de/frankrich.jpg
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#216

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 18.06.2007 21:17
von Irene (gelöscht)
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Ja, das kenne ich auch. Ein wirklich gutes (und trotz der oft traurigen Hintergründe auch amüsantes) Buch.
Jedenfalls sehr lesenswert.
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#217

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.07.2007 19:46
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Hatten wir nicht mal einen TV-Tipp Faden? Na ja, egal ... für alle Austen-Fans:

Emma .. auf ARTE um 20.40

Die Frau in Rot

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#218

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 29.07.2007 21:04
von bipontina (gelöscht)
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hallo, ich überspiele gerade "Emma" auf DVD. Ich kenne den Film noch nicht. Die Romane von Austen sind eigentlich nicht so sehr mein Fall, aber das ist nicht allgemein interessant.
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#219

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 01.08.2007 18:36
von Brotnic2um • Mitglied | 645 Beiträge | 645 Punkte
http://www.perlentaucher.de/buch/167.html

Das Büchlein fiel mir gerade in die Hände als ich mein Zweitbuch zurückstellte. Das Buch besteht komplett aus Dialogen. Keine Beschreibungen. Insofern einem Theaterstück ähnlich. Aber in Blindband ist der Prot eben blind und diese Blindheit wird dem Leser durch die konsequente Verweigerung von Beschreibungen erlebbar gemacht. Wenn etwas beschrieben wird, so geschieht das für den Prot Sir Paul Reader nur aus zweiter Hand und er muß den fremden Augen vertrauen. Neben der Blindheit und Ungewissheit, stellt sich auch schnell die Frage: Wem kann Paul, wem kann der Leser trauen? Ist der oder die wirklich schwarz oder jung oder alt? Die Auflösung ist nicht ganz so stark wie ich es erhofft hatte, aber alles in allem ein Vergnügen.

Sehr dicht, sehr gut geschrieben und ebenso schnell von mir verschlungen worden
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#220

Buch und Film-Kritiken

in Literatur 02.08.2007 20:11
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Kinonacht:

1. Harry Potter .... na ja

2. John McCLaine .... aber ja!

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