http://www.E-LIEratum.de

#121

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 08.10.2006 14:13
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Der wusste, wovon er sprach:


"Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie Du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in Wälder verstoßen würden, von allen Menschen weg, wie ein Selbstmord, ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns. Das glaube ich."

(Franz Kafka (2), Brief an Oskar Pollak, 27. Januar 1904)

nach oben

#122

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 08.10.2006 14:18
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Und der auch:

"Das ganze bekannte Universum hat einen wahrhaft Liebenden, und das ist der größte Dichter. Er verschwendet sich in ewiger Leidenschaft und ist unbekümmert darum, was ihm das Schicksal bringt, welch mögliche Zufälligkeiten an Glück oder Unheil, er erringt täglich und stündlich seinen köstlichen Lohn. Was andere hemmt oder zerbricht - ihm es ist Nahrung nur für das Feuer seines Verlangens [...] Sein Erleben, seine Schauer und Erschütterungen sind nicht umsonst. Nichts kann ihn abschrecken - Leiden nicht noch Finsternis - nicht Tod noch Furcht."

(Walt Whitman, Grashalme)

nach oben

#123

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 08.10.2006 14:29
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Und der wusste schon im 17. Jahrhundert, wie der Hase läuft.


Des Bücherschreibens ist soviel,
man schreibet sie mit Haufen;
niemand wird Bücher schreiben mehr,
so niemand sie wird kaufen.

Friedrich Freiherr von Logau (1604 - 1655)

nach oben

#124

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 08.10.2006 14:37
von Richard III | 865 Beiträge | 865 Punkte
Warum nur seh ich lauter Zaunpfähle in meinem Gesicht?

"Zwischen einem Zaunpfahl und dem nächsten sind neue erschreckende Landschaften: hier eine Wüste, die nichts anderes enthält als einen mißgestalteten Felsen; hier ein wunderbarer Wald, dess Bäume leuchtende Kronen mit allen Farben des Sonnenunterganges tragen; dort wieder eine See, voll von Ungeheuern, wie ein Dante nicht gewagt hätte, sie zu erträumen.
Das sind die Visionen desjenigen, der, wie das Kind im Märchenbuch, sich vor dem Kleinsein nicht fürchtet."

(Gilbert Chesterton »Verteidigung des Unsinns, der Demut, des Schundromans und anderer mißachteter Dinge«)

nach oben

#125

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 25.11.2006 15:27
von Arno Boldt | 2.759 Beiträge | 2758 Punkte

Zitat:

Kratzbürste schrieb:
GIBT ES EINEN FREIEN WILLEN?
Darüber wird wohl nie zuende diskutiert sein.



Wobei ja schon aufgrund so einer Diskussion, die anscheinend nie zu Ende geht, bewiesen sein dürfte, dass der Wille nicht frei sein kann, wenn man immer derselben Frage nachhängt und sich nicht davon trennen kann - ob man nun möchte oder nicht.

nach oben

#126

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 18.12.2006 09:33
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Weihnachten.

Ich würde gerne ein wenig Glück schenken, aber ich kann es nicht verpacken.

Thomas W.

nach oben

#127

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 18.12.2006 12:19
von Joame Plebis | 3.484 Beiträge | 3363 Punkte
Ich würde es auch ohne Verpackung nehmen.
Aufgabe: Definiere Glück !

nach oben

#128

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 18.12.2006 13:11
von sEweil | 654 Beiträge | 654 Punkte
Eine allgemeine Definition ist hier irrelevant.
Nisch immer so bildlisch. :/

nach oben

#129

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 18.12.2006 15:44
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte


O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner
Und, kaum gegrüßt, verlorner,
Unwiederholter Augenblick!


Nikolaus Lenau (1802-1850)

nach oben

#130

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 14.02.2007 22:57
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Die Ruhe derer, die von uns gegangen sind, kann nicht die Unruhe derer vertreiben, die folgen.

(aus 'Finding Forrester')

Die Frau in Rot

nach oben

#131

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 19.02.2007 11:35
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Auszug aus einem kürzlich geführten Gespräch über die Themen meiner Romane:

Leser: Wovon handeln deine Romane?
Ich: Zwei sind Frauengeschichten, der dritte eine Psychopatenstory.
Leser: Wo ist da der Unterschied?


Die Frau in Rot

nach oben

#132

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 19.02.2007 12:09
von Fabian Probst (gelöscht)
avatar
das erinnert mich an einen Spruch von Al Bundy zum Filmtitel "Vier Hochzeiten und ein Todesfall"

"Ist irgendwie fünf mal dasselbe!"





nach oben

#133

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 00:26
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Ich brauche keinen Freund, der sich jedesmal mit mir verändert und mein Kopfnicken erwidert, denn das tut mein Schatten besser.
(Plutarch)

Die Frau in Rot

nach oben

#134

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 00:42
von Joame Plebis | 3.484 Beiträge | 3363 Punkte
"Warum nennst du mich stets Künster, willst du mich beleidigen?"
nach oben

#135

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 09:59
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.
(Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

Die Frau in Rot

nach oben

#136

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 10:09
von Alcedo • Mitglied | 2.529 Beiträge | 2351 Punkte
"Es ist mir später oft aufgefallen, wie sehr die Kunst eine Sache des Gewissens ist. Nichts braucht man so sehr in künstlerischer Arbeit wie das Gewissen: es ist der einzige Maßstab."
- Rainer Maria Rilke -

e-Gut
nach oben

#137

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 10:17
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Das ist des Dichters wahre erhabene Kunst, dem Leser die Begebnisse, die er erzählt, so lebhaft vor Augen zu führen, dass ihm die Gegenwart und seine ganze Umgebung zu entfliehen scheint, und dass er nicht nur ein Kunstwerk empfindet, sondern über dessen klarer Natürlichkeit die Kunst vergisst und die Begebenheit miterlebt.

(Rainer Maria Rilke)

Die Frau in Rot

nach oben

#138

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 10:19
von GerateWohl • Mitglied | 2.015 Beiträge | 2015 Punkte
"Ein Künstler hat es gut. Er braucht nur eine alte Tür mit Farbe zu beschmieren und zu sagen: Das ist Kunst. Käme dagegen ein Richter mit so einer Tür und sagte: Das ist Gerechtigkeit, würde man in verhöhnen, und einem Lehrer, der sich herausnähme, auf besagte Tür zu deuten mit dem Hinweis, dieses sei Erziehung, würde es kaum besser gehen. Ein Künstler dagegen, der sagt, das sei Kunst, erntet Lob, internationales womöglich, Zustimmung, hochdotierte Preise und gratis Inspirationsaufenthalte in Kulturmetropolen, wo der Wein in Strömen fließt und Frauen sich nicht lange zieren."
Max Goldt

_____________________________________
nach oben

#139

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 10:23
von Margot • Mitglied | 3.053 Beiträge | 3053 Punkte
Kunst ist, aus Nichts etwas zu machen und es zu verkaufen.

(Frank Zappa)




Die Frau in Rot

nach oben

#140

Sprüche, Sprüche

in Aphorismen 05.04.2007 14:16
von Fabian Probst (gelöscht)
avatar
"Gib mich die Kirsche!"

(der Fußballspieler Lothar Emmerich, als er den Ball haben wollte)

nach oben


Besucher
0 Mitglieder und 44 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TheMonkeyPaw
Forum Statistiken
Das Forum hat 8978 Themen und 67267 Beiträge.

Heute waren 0 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 420 Benutzer (07.01.2011 19:53).